Wednesday, February 23, 2005

No RSS? No downloads? No interaction? ... You're fired!

Siegfried Hirsch greift in seinem RSS BLOGGER einen Eintrag von Robert Scoble (Sie wissen schon den Technical Evangelist von Microsoft) vom 19.02. in seinem Scobleizer auf:

Was? Kein RSS-Feed? Sie sind entlassen ...

und Siegfried Hirsch schliesst mit den Worten:

Aber ich glaube es dauert hier noch ein paar Tage, bis ich das endlich mal zu jemand sagen darf ..

Ist das Bedauern angebracht?

Tragen wir „Evangelisten“ neuer Technologien mit fehlender Nutzenorientierung und technischem Kauderwelsch nicht wesentlich zu dieser Ignoranz bei?

Das Phänomen dahinter ist mir in den letzten Wochen gleich mehrmals begegnet:

Da wundern sich präsumtive (d.h. noch-Nicht-, aber Könnten-, Sollten-) Kunden, weil kein "Schwein" (gemeint ist hier der geschätzte "Leserkunde"), Ihre tollen Einfälle, Einträge und Inhalte lesen und dass man sich zu Tode strampelt für den geschätzten Leser / User, der es aber nicht einmal für nötig hält, dass wenigstens zu lesen, geschweige denn dafür Geld herüberzureichen ...

Da will ich meinen RSS-Feeder füttern und ein Magazin will mir erst lang und breit alles über RSS erklären, dann eine exklusive "Benachrichtigungsfunktion" auf meinem Rechner installieren und ich brauche dann den Google Sitesearch, um den RSS-Feed schließlich doch noch zu finden ...

Das mit dem fehlenden oder versteckten RSS-Feed ist nur ein Beispiel dafür, wie wenig zielführend (falls es denn Ziele gibt und diese "abgesegnet" sind) in vielen Verlagen "Technologie" angefasst wird - (auch mit unserer Hilfe).

Da wird über "will ich (auch) / hab' ich (auch)" geredet, statt darüber zu reden was ich erreichen will und wie ich meine Ziele gegenüber Leserkunden, Anzeigenkunden, Marktpartnern und dem eigenen Verlag gegenüber möglichst innovativ, kostengünstig, profitable und sicher erreichen kann.

(Für ein paar entscheidende Tipps und Best Practice Beispiele ... na ja, Sie wissen schon ...)
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