Sunday, May 21, 2006

Michael Naumann wirbt für die Zeit(ung)

im Handelsblatt schreibt Michael Naumann, Herausgeber der - von mir sehr geschätzten und über viele Jahrzehnte gelesenen - und aus Zeitbudgetgründen abbestellten - Wochenzeitung 'Die Zeit' zur Zukunft der Zeitung

Keiner ist auf alles neugierig
(Handelsblatt 16-Mai-2006)

und deshalb wird die Zeitung überleben. Und/oder als Qualitätsmedium und weil man den 'Medienträger Papier' falten, knicken, stapeln und wieder verwenden kann (Verbessert graduell die Rohstoffbilanz) neue Erfolge feiern. Nebenbei auch weil die Papier-Zeitung das Leben erleichtert - im Sinne einer gesteuerten / fremdbestimmten Reduktion von Komplexität für den Leser.

Das klingt nach 80er Jahre:


Quelle: Editor & Publisher, Oct. 23, 1982

Ich glaube auch nicht, dass die Zeitung auf dem Träger Papier ausstirbt, auch wenn sich die verbreitete Auflage seit vielen Jahren reduziert (jetzt auch in Japan) - Ausnahmen bestätigen da nur die Regel. Um zukünftig Relevanz im Leben ihrer Nutzer zu haben und ein/ihr Zeit- und Geldbudget sicherzustellen, müssen die, die heute Zeitungen auf Papier machen, sich mehr einfallen lassen als bisher ...

Vielleicht ein kleiner Trost: Medienübergreifend macht der 'Service' eine Zeitungsredaktion mehr Sinn als jemals zuvor, sich aber als Gatekeeper gegen die Informationsflut zu positionieren, wird auf Dauer keine Freude machen - da mag der Erfolg vieler 'Sonderprojekte' so manchem Zeitungsmanager die 'Sinne' vernebelt haben.


Hinweis auf den Beitrag von Falk Lüke (Zeit/Blogruf) und der hatte es bei JoDa gelesen

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