Saturday, October 07, 2006

Jochen Kalka's Gammel-Media-Verdikt: 'Not Guilty'

Im aktuellen Editorial der WuV (5-Oktober-2006) macht Jochen Kalka (CDR) seine Sicht der Dinge deutlich:

1. Das Media-Geschäft funktioniert (im Prinzip) wie beim (bei seinem) 'Fleischer'
(ich entschuldige mich hier bereits förmlich bei allen anderen Fleischereien)

2. Für den Gammelskandal sind alleine die Verbraucher schuldig - die produzierende und verbreitende Industrie erhält einen Freibrief und hat seine volle Sympathie (geschieht den Käufern, Restaurantbesuchern und Döner-Liebhabern recht ...)

3. Den Anbietern im Media-Geschäft empfiehlt er, sich analog zu seinem Fleischer zu verhalten: Wer nach Preis und Leistung fragt, hat nichts anderes verdient als 'falsch deklariertes' Gammel-Media zu erhalten - ein Erziehungsauftrag, sozusagen ...

Was dann auf Seite 28 als Gegenstrategie empfohlen wird,

- Prüfung des Einkaufszettel (muss es den immer Fleisch (bzw. klassische Medienleistung) sein)
- Prüfung der Geschäftsgrundlage (kann ich 'Leistung' nachprüfen und gegebenenfalls einklagen)
- Investition in Know-how in Fleisch- und Wurstwaren-Fachkunde (bzw. Media und Werbekunde)
- Hinzuziehen externer Berater für Nährwert, die Folgen des Verzehrs und die Berechnung des Grenznutzens bzw. ROI

lesen sie selbst ... (Sie sind doch sicher Abonnent der WuV?)

... oder, gehören Sie vielleicht der Fraktion an, die meinen, dass die Medien immer nur die Leser/Zuhörer/Zuschauer bzw. Werbekunden bekommen, die sie sich (mit Leistung) auch verdient haben?
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