Tuesday, October 13, 2009

Frankfurter Buchmesse 2009, 14. - 18. Oktober

Im Jahr 1962 war ich zum ersten Mal auf der Frankfurter Buchmesse, bis heute 37 Mal. Zeitweise auch als Aussteller und natürlich (Internationalisierung/Lizenzen) auch an den Tagen vor der Buchmesse.

In diesem Jahr habe ich die Buchmesse aus meinem Kalender gestrichen. Viele meiner früheren Gesprächspartner sind nicht oder nur sehr verkürzt auf der Messe und vor der Messe in Frankfurt. Andere finden, dass in unserer Digitalen Welt ein Jahresrhythmus ein Anachronismus aus einer alten Welt ist und Lizenzen, Kooperationen und Gespräche immer und überall standfinden können.

Ich habe auch keine Angst, dass ich die Themen der Messe nicht mitbekomme. Wofür hat man Freunde, Netzwerke und Social Media Tools. Und das Gedränge und Geschubse, das Hin- und Herrennen zwischen den Hallen um keinen Termin zu verpassen, muss wirklich nicht sein.

Gerade habe ich gelesen, dass (die deutschen) Holtzbrinck Verlage sich mit seiner Preispolitik an die Absprachen halten will und eBooks so preiswert bzw. so teuer anbieten will, wie die jeweils günstigste gedruckte Ausgabe - das Gegenteil von einer Angebotsspreizung - und ein Schlag ins Gesicht der präsumtiven Leser und der Autoren. Die geschätzte Kollegin Ulrike Langer hat gestern gebloggt: Wem nutzen eBooks? Nutzern oder Verlagen? Gut, man könnte die Fragestellung auch ausweiten und fragen: Wem nutzen eBooks? Den Lesern/Nutzern, der Kultur, der Gesellschaft den Autoren, den Verlagen, dem Buchhandel?

Ich denke das eBook wird sich als Angebotsform durchsetzen, spätestens wenn die lästigen DRMs und Länder-/Sprachlizenzen an unsere digitale Welt angepasst sind und wer es dann gedruckt, verzieht, personalisiert oder sonst wie wertvoller und/oder individualisierter haben will, kann es dann kaufen - bei Verlagen bzw. Verlagsdienstleister.

P.S.
Ich würde mir wünschen die Autoren würden sich mehr für eine zusätzliche Angebotsform eBooks stark machen
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