Sunday, January 06, 2013

Reingeschaut: Das neue VDZ-Whitepaper 'Paid Content - Status und Strategien' von OC&C

In einem neuen VDZ-Whitepaper (69 Seiten, brutto) thematisiert, analysiert Andreas von Buchwaldt - von der UB OC&C Strategy Consulting - den Stand, die Bedeutung und die Strategien zu Entwicklung von 'Paid Content'-Einnahmen und rät zu einer vielfältigen und intelligenten Content- und Servicedifferenzierung und das Schaffen von transparenten Bezahlmodellen und einer einfachen, reibungslosen Bezahlabwicklung.

Ausnahmsweise übernehmen wir für diesen Beitrag den Terminus 'Paid Content' in der Begrifflichkeit den VDZ (und BDZV), OC&C und Verlage missgebildet haben und beziehen ihn wie diese (auch) auf Produkte und Serviceangebote von Verlagen an ihre tatsächlichen und präsumtiven Kunden

[Für alle die hier neu sind: üblicherweise bezeichnen wir 'Paid Content' als den Stoff, den Verlage (und alle anderen) kaufen um daraus relevante, informierende, unterhaltende und Nutzen spendende Produkte und Dienstleistungsangebot zu formen, die Leute haben wollen und bereit sind, dafür Geld zu löhnen.]

Das VDZ-Whitepaper gliedert sich in 4 Abschnitte:

1. Erfolg und Misserfolg mit Publishing Paid Content entscheidet mit über die langfristige Zukunft des Journalismus
2. Während Paid Content in vielen Medienbereichen an Bedeutung gewinnt, steckt Publishing Paid Content in Deutschland noch in den Kinderschuhen
3. Zeitungen setzen stark auf Bezahlschranken im Netz, während Zeitschriften eher (bezahlte) Premium-Apps anbieten und die Onlinenutzung kostenfrei zulassen
4. Es gibt keine Patentlösung (für Alle und Alles). Content- und Servicedifferenzierung ist ein wichtiger Eckpfeiler für den Erfolg

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1. Erfolg und Misserfolg mit Publishing Paid Content entscheidet mit über die langfristige Zukunft des Journalismus


Die veränderte Allokation der Marketing- und Werbeinvestitionen und der Rückgang der Werbeeinnahmen bei Print, eine insg. rückläufige Auflagenentwicklung (bei Wachstum des Titelangebots) und die Umschichtung der Mediennutzung von Print nach Web/Mobile macht es für Verlage notwendig, intensive über neue Relevanz- und Einnahmenmodelle zu entwickeln. Paid Content als Zukunftssicherungsmaßnahme für Verlage. Schade, dass der Autor hier nicht zwischen einer "Zukunft des Journalismus" und einer "Zukunft der (bestehenden Geschäftsmodellen von) Verlagen" trennt - es hätte einen möglichen Erkenntnisgewinn im folgenden vorbereitet!



IMO:
Der Erfolg mit Paid Content (in der hier verwendeten Bedeutung) entscheidet in erster Linie, ob (und wie) sich die Geschäftsmodelle der Verlage rechnen und/oder ob sich Verlage schnell genug an das veränderte Medienverhalten und die Informations-, Unterhaltungs-, Bildungs- (usw.) und Märkte für Medien anpassen, oder ob andere bzw. neue Anbieter mit Innovationen in die Bresche springen müssen.

2. Während Paid Content in vielen Medienbereichen an Bedeutung gewinnt, steckt Publishing Paid Content in Deutschland noch in den Kinderschuhen

Mit Fug und recht weißt der Autor darauf hin, dass (anderorts) Bezahlgeschäfte im Web/Mobile blühen und gedeihen, die (Print-)Verlage daran aber nur lausig teilnehmen und teilhaben. Warum man sich bei der Einschätzung der Entwicklung des Umsatzes mit digitalen Gütern und Services auf eine Prognose aus 2010 (PwC) stützt ist nicht ganz nachvollziehbar. Aber, auf jeden Fall er steigt, und steigt, und ... die entscheidende Frage ist, wann Verlagslenker und Verlagsmanager Abschied nehmen von dem Glauben dieser Trend würde sich (zu Lebzeiten) abschwächen oder gar wieder umkehren.

3. Zeitungen setzen stark auf Bezahlschranken im Netz, während Zeitschriften eher (bezahlte) Premium-Apps anbieten und die Onlinenutzung kostenfrei zulassen



In diesem Abschnitt wird die Entwicklung von Paid Content-Angeboten von Verlagen und mittels eines Vergleichs der Status für Zeitungen und Zeitschriften Deutschland vs. USA (Snapshot Herbst 2012) hergestellt und verschiedene Modelle anhand von Praxisbeispielen (u.a. Next Issue, Piano, Spotify, New York Times, FT, Press+, The Times (UK), T3) näher erklärt... aber, auch Andreas von Buchwaldt erspart den Verlagen nicht die Erkenntnis

4. Es gibt keine Patentlösung (für Alle und Alles). Content- und Servicedifferenzierung ist ein wichtiger Eckpfeiler für den Erfolg



Neugierig geworden? Sie wollen den beschriebenen Content haben, Sie brauchen den 'Paid Content' und Sie sind bereit dafür zu bezahlen? Hier entlang  vdz.de

P.S.
Ich erinnere hier gerne noch einmal an das Gossensche Gesetz vom Ausgleich der Grenznutzen, welches dieser etwas zur gleichen Zeit formuliert hat, zu der die Zeitungsverleger das Modell 'Paid Content' selbst außer Kraft gesetzt haben. Und wir kehren jetzt wieder zu unserer alten Begrifflichkeit zurück: Paid Content ist das, für was der Verlag zahlt und für attraktive, relevante-, einzigartige Produkt- und Serviceangebote die der Konsument braucht, haben will und dafür investiert sind ganz alleine die wirtschaftenden Anbieter zuständig.

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