Wednesday, April 13, 2016

VDZ Jahrespressekonferenz 2016 - Ergebnis 2015, Trendumfrage 2016, Wünsche 2016ff

Stephan Scherzer, Hauptgeschäftsführer des VDZ auf der Jahrespressekonferenz 2016
Aus dem Jahresbericht

Präsentation VDZ-Jahrespressekonferenz 2016 (62 S., PDF)
Gesamtumsatz der deutschen Zeitungsverlage

2014:  15,1 Mrd. Euro
2015: 14,7 Mrd. Euro     - 2,6 %

-- Inlandsumsatz

2014:  10,96 Mrd. Euro
2015: 11,18 Mrd. Euro   + 2,0 %

-- Auslandsumsatz

2014:   4,14 Mrd. Euro
2015:  3,52 Mrd. Euro    -15,0 %


-- Print (Umsatz und Vertrieb)

2014:   9,88 Mrd. Euro
2015:  9,41 Mrd. Euro     - 4,8 %

-- Digital, Sonstiges (leider keine Aufschlüsselung)

2014:    5,22 Mrd. Euro
2015:   5,29 Mrd. Euro   + 1,3 %

Zur Auflagenentwicklung Publikumszeitschriften (in Mio.)



-- Verkaufte Auflage (inkl. ePaper IVW)
2011:  110,7
2012:  109,7
2013:  106,4
2014:  102,3
2015:   98,1     - 4,1 %

-- Einzelverkauf

2011:  44,3
2012:  43,6
2013:  41,5
2014:  38,9
2015: 36,3       - 6,7 %

-- Abo Auflage (inkl. ePaper IVW)

2011:  49,1
2012:  49,4
2013:  48,7
2014:  47,8
2015: 46,7       - 2,3 %


Anzahl der Publikumszeitschriften

in Deutschland stagniert. Wurden für das Q1 2015 (Jan-Febr): 1.595 Titel ausgewiesen, sind es für Q1 2016: 1.589 Titel - also ein minimaler Rückgang.

Exklusivnutzer Digital

Auf der Basis von B4P (2015-III, 57 Zeitschriftentitel) haben die Digitalen Exklusivnutzer (2,120 Mio.), die Print Exklusivnutzer (2,070 Mio.) bereits überholt - was aber sicher nicht auf die restlichen 1.500 + Titel übertragbar ist.





Die Reichweite der Mobile Enabled Websites und Apps hat sich für Publikumszeitschriften
von 2014-III 17,2 Mio. auf 2015-IV  27,3 Mio. erhöht





VDZ Trendumfrage 2016

Einschätzung der Umsatzentwicklung für 2016 vs. 2015

Anzeigen  - 2,8 %
Vertrieb    - 2,6 %
Sonstiges  + 10,7 %  [Anteil am Gesamtumsatz, dann etwa 22 %]
Digitales    + 16,7 % [Anteil am Gesamtumsatz, dann etwa 18 % ]






Einschätzung der Wachstumfelder für Verlage









Investitionen ins Digitalgeschäft
- rund 65 % der Verlage planen neue digitale Angebote






Investitionen ins Printgeschäft
- rund 61 % der Verlage planen (periodische) Printtitel, 89 % Sonderausgaben und Specials


- was für Medienunternehmen, die sich noch unter den Lebenden wähnen, auch eine Art Pflichtübung ist. Immer präzisere Themen, speziferische Zielgruppen. Oft kleinere Auflagen und kürzere Lebenszyklen zu aktuellen Themen und Ereignissen.

Rechnet man unter der Annahme, dass die Vorhaben tatsächlich in die Tat umgesetzt werden, diese Zahlen für alle 450plus Mitgliedsverlage hoch, käme man auf

mind.  375 (bis ~625) periodische Neu-Titel - von denen es dann vielleicht 10% schaffen, und rund 1600 Print-Sonderausgaben

was wohl etwas zu enthusiastisch - sprich unrealistisch - sein dürfte.

Sorgen und Medienpolitik

Weiter beschäftigen (nur nicht) die Magazinverleger die Bedrohung ihres werbefinanzierte Einnahmenmodell durch die Nutzer (Adblocker) und eine umfangreiche Wunschliste, sprich (nicht ganz neue Forderungen an Berlin + Brüssel.







unter anderem
- EU-Urheberrechtsreform: Anerkennung der Presseverleger als Rechteinhaber
- Deutsche Politik entscheidet über Pressefreiheit unter EU-Datenschutzgrundverordnung
- Werbefreiheit
- Reduzierte Mehrwertsteuer für die digitale Presse

Mehr auf VDZ.de

P.S.
Falls noch eine Rückmeldung zu den von uns gestellten Fragen kommen, tragen wir diese im Ergebnis hier a.s.a.p. nach - erledigt 14.04.2016  8:16 a.m..


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