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Monday, February 03, 2014

Amazon's Umsatz und Umsatzentwicklung 2010 - 2013

Die Kollegen von exciting commerce berichtet ja regelmässig über die Umsatzentwicklung von Amazon und vergleicht sie mit der Gesamt- bzw. eRetail-Entwicklung (zuletzt hier). Das die kritischen Berichte und Kampagnen dem Geschäft in Deutschland wesentlich beschädigt hat, lässt sich auch mit Blick auf andere Märkte, aus der Umsatzentwicklung nicht herauslesen. Selbst dann nicht, wenn die Lesegeräte unter Media statt Elektronik ausgewiesen wurden ... (meine Anfrage, ob Produkte wie Kindle unter Media oder unter Elektronik ausgewiesen wird, blieb bisher von der Amazon Presseabteilung leider unbeantwortet). Nachtrag:
Eben kommt die Bestätigung, Mitteilung, dass Kindle- / eReader-Umsätze unter Elektronik ausgewiesen sind und damit die Veränderungen im Sales Mix, nicht als Wegbrechen des Kultursektors Film, Literatur, Musik im Amazon Retail Business interpretiert werden kann, sollte.

In der Tabelle haben wir die in FORM 10-K (SEC, US Börsenaufsicht) ausgewiesenen Länderzahlen (DE, JP, UK) ausgelesen und gegenüber gestellt.



Aus den selben Quellen stammen die Zahlen über die Anteile sowie die prozentuale Entwicklung für Media und Elektronik- u.a. Retail-Umsätze



Nachtrag: (HDE JPK)

Welchen Umsatzanteil hat Amazon (DE) am Gesamt-Onlinehandel in Deutschland 



Saturday, December 21, 2013

Das Blogjahr 2013 im Rückblick

Liebe Freunde, Mitleser, Sharer und Diskutanten (und präsumtiven Beratungskunden),

das Jahr ist fast vorüber und es ist an der Zeit ein wenig zurückzublicken und ein paar Daten zu sharen:

Blog Hugo E. Martin on Media + Marketing Posting - mit / ohne Zukunft?




Der starke Rückgang in der Anzahl der Postings je Jahr hat einmal etwas damit zu tun, dass sich die meine "Ausgangspost" jetzt auf viele Social Media Kanäle und Plattformen verteilt, aber auch ganz wesentlich damit, dass zahlenden Kunden aus dem traditionellen Verlagsgeschäft (fast) völlig aus meinem Klientel verschwunden sind. 

Übrigens, dass ist auch ein Grund, warum ich aktuell überlege, das Blog on Media + Marketing und die Outlets auf Facebook und Twitter zu diesem Themenkreis komplett einzustellen.

Wenn Sie dazu eine Empfehlung, Meinung haben, die für meine Entscheidung 'Einstellen - Weitermachen' nützlich sein könnte, bitte hinterlassen Sie einen Kommentar, senden Sie mir eine Direktmessage, oder eMail. 

Da die Postings meiner Blogs als Vollfeed ausgeliefert werden, gibt es für Feedabonnenten wenig Grund einen einzelnen Beitrag anzuklicken. Und die Pageviews nur registriert werden, wenn jemand direkt auf den Beitragslink klickt. Im Schnitt gibt es zwischen 100 - 350 Klicks pro Beitrag. Hier die Tops aus 2013:


Bei den Pageviews seit dem Start in 2004 liegt ein Beitrag aus Mai 2006 einsam an der Spitze 

Platz 1. 'EPIC Anno 1917: Berliner Morgenpost verliert 75 % [81,6 %] ihrer Abonnenten' mit über direkten 61.000 Aufrufen (49.248 Aufrufen seit Mai 2007)

Platz 2. ein Beitrag aus Mai 2012 'Gerd Leonhard: Keynote Die schöne, neue Welt der Verlage (Medienforum NRW 2012)' mit direkten 19.118 Aufrufen

Platz 3. ein Beitrag aus Dezember 2009 'Burda - die nächste Generation muss warten' mit direkten 17.066 Aufrufen

Wertet man die Pageviews aus, kommen die meisten und fleißigsten Blog-Nutzer aus folgenden Ländern



dabei ist zu berücksichtigen, dass der Dienstleister Blogger in China lange nicht erreichbar (gesperrt) war. Aktuell (im letzten Monat) schiebt sich China mit einem Anteil von 6,2 % auf Platz 3 noch vor Norwegen.

Bei den von Besuchern benutzte Browsern liegt noch immer (letzter Monat) Firefox auf Platz 1 mit 42 % [seit Mai 2007: 41 %], Internet Explorer Platz 2 mit 25 % [32 %], Chrome Platz 3 mit 20 % [13 %] und Safari  auf Platz 4 mit 5 % [5 %]. Die Nutzung mit mobilen Geräten liegt aktuell unter 4 %, davon die Mehrzahl Tablets.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben erholsame Feiertage und ein guten Start in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2014.

Ihr HEM



Monday, October 28, 2013

Zur Finanzierung von Journalismus (angeregt von Daniel Bröckerhoff)

Ein Beitrag von Daniel Bröckerhoff '“Lousie Pennies” – 7 Thesen zur Finanzierung von Journalismus' hatte mir erst einen Schluckauf beschert und treibt mich jetzt zu dem Versuch meine unvollständigen, ungeordneten Gedanken ein klein wenig zu ordnen.

Da ist erst einmal (aus meiner Sicht) ein unterschiedlicher Blickwinkel zwischen Header und Lead festzustellen:

"Thesen zur Finanzierung von Journalismus" und Kopfzerbrechen ..."wie man in Zukunft wieder so viel Geld mit Journalismus verdienen könnte, wie in den längst vergangenen  goldenen Jahren".

These 1.) Werbung wird weiterhin eine Haupteinnahmequelle von Journalismus sein

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (ARD/ZDF) beschäftigen rund 7.000 fest angestellt Journalisten, plus. Daniel hat dazu auf Twitter antwortet

"Da der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich keine Gedanken über seine Finanzierung machen muss, habe ich ihn hier ausgelassen."

"Ja. Aber das Modell steht nicht zur Disposition. Was Für eine These soll das werden?"

Ja, das Modell der Finanzierung des Journalismus mittels 'Rundfunkgebühren" hält sicher noch eine Weile. Aber, lässt es sich ausweiten, wie lange hält es in dieser Form?

Hier als Beispiel wie die ARD Journalismus finanziert.

"Finanzierung bei der ARD 2012: 85% [84,5 %] Rundfunk-Beiträge, 6% [5,6 %] Rundfunk-Werbung + Sponsoring, Koop, Syndication, etc."

Die Zeitungen (Zeitungsverleger) in Deutschland beschäftigen rd. 12.000 festangestellt Journalisten, plus.
Sie finanzieren sich nach Angaben des BDZV zu 55,5 % aus Vertriebserlösen und zu 44,5 % aus Anzeigen/Beilagen-Erlösen

Die Zeitschriften (Zeitschriftenverleger) in Deutschland beschäftigen rd. 9.000 festangestellt Journalisten, plus. Sie finanzieren sich nach Angaben des VDZ bzw. der Fachpresse

Zeitschriften (VDZ)  zu 46 % aus Vertriebserlösen und 44 % aus Anzeigenerlösen (Erlösstrategien 2015, KPMG) [Nachtrag: in der VDZ Statistik jeweils 43,1 % über alle Zeitschriftenkategorien]

Fachpresse zu 46,8 % aus Vertriebserlösen und 48,2 % aus Anzeigenerlösen

Grundsätzlich ist gegen diese These nichts einzuwenden, wenn es auch journalistische Angebote und Formate gibt, für die Werbeeinnahmen eine eher untergeordnete oder überhaupt keine Rolle spielen. Zudem sehen wir seit Jahren im Printbereich, dass der Anteil von Vertriebserlösen stabil bleibt oder zunimmt und die Werbeerlöse (selbst ohne Berücksichtigung der Kostensteigerung) auf Talfahrt sind.

In der Tendenz sehe ich, hoffe ich, dass Werbung mal wieder mehr dass werden könnte, was sie mal war, eine Re-Finanzierung (Erlösmodell) für das Verlegen von bestimmten journalistischen Formaten, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Ob das Verleger so sehen, weiß ich nicht, aber ich sehe auch die eCommerce-Aktivitäten von Medienhäusern als eine mögliche Haupteinnahmequelle für die Re-Finanzierung von journalistischen Angebote (für die man sich, oder gegen die man sich entscheiden kann, soll, muss). Und wenn wir gerade dabei sind, es gibt ja auch noch andere Dienstleistungen + Serviceangebot deren Erlöspotenzial steigerungsfähig ist und der Re-Finanzierung dienen könnte.

These 2.) Branded Content als neue Spielart der Werbung wird an Bedeutung gewinnen

Zustimmung! Sicher ist Branded Content eine Erlösequellen / Beschäftigungsmöglichkeit für Journalisten, für CP-Anbieter außerhalb und innerhalb von Medienhäusern. Doch, ist Branded Content auch ein valides, direktes, nachhaltiges Finanzierungsmodell für (freien) Journalismus?

Ich bin mir nicht sicher, ob Daniel 'Branded Content' und 'Native Advertising' als Synonyme verwenden will. Gerne würde ich das irgendwie trennen, aber ... (mehr). Native Advertising (oder Advertorials) in journalistischen Formaten führt direkt zu Einnahmen der Medien. Während 'Branded Content' vorwiegend über eigenen (oder Huckepack, Distributionsplattformen, etc.)

Daniels Beispiele - Coca Cola und Red Bull - ziehen beträchtlich Werbeeinnahmen aus den Medien ab, damit auch aus der Refinanzierung von Journalismus. Und ja, das wird zu nehmen. Auch Mercedes Branded Music oder BMW's Branded Video finden nicht auf journalistischen Plattformen ab und auch das wird zunehmen. Warum sollen Brands bereits eingeworbene Interessenten und Kunden auf bezahlten Plattformen unterhalten, wenn sie das (nicht selten mit größerer Reichweite und fast immer gezielter auf eigenen (oder Koop) Plattformen leisten können.

These 3.) Verlage werden langfristig um eine Pay-Variante nicht herum kommen

Vielleicht täusche ich mich, aber es klingt so als gräbt Daniel hier eine besonders laut vorgetragene Verlegerforderung nach der Errichtung 'Paywalls' aus (und wer nicht mitmacht, sei der Totengräber des Journalismus). Bezahlt oder/und finanziert muss (fast) jede Unternehmung werden, sonst ist dessen Zukunft endlich. Hier klingt es aber so, als hätte man den Verlegern die Penny-Variante 1830 (oder so) gegen ihren Willen und heftigen Widerstand aufgedrängt. Das ist nicht so und um bei der Wahrheit die Ehre zu geben, Verleger verdienen im Schnitt auch heutzutage mehr, als die Mehrzahl ihrer Leser-Kunden und Werbe-Kunden.

Meine These ist eh, dass ein Großteil der Kunden (nicht erst seit dem das Internet ubiquitär verfügbar ist) nicht für Papier mit was drauf bezahlt (den News von gestern und vorgestern) haben, sondern für den (inzwischen, etwas anachronistisch anmutenden) Service.

These 4.) Die Entbündelung von Zeitungsinhalten wird wichtig für die Verlage sein

Voll einverstanden. Wobei die "Zeitungsinhalte", die Zusammenstellung, Orchestrierung der Bücher von der Publikationsform, den Zustellungswegen und dem Erreichen einer möglichst großen Reichweite (und damit Einnahmen Anzeigen und Vertrieb) bestimmt war. Digital ist das Re-Packaging und liefern für einen Haushalt, eine Person, usw. ja ein Klacks.

These 5.) Crowdfunding ist nicht das Allheilmittel, aber eine Variante der Finanzierung

(für einige Journalisten, Verleger, Publikationen)

6.) Stiftungsmodelle sind eine denkbare Variante, in Deutschland jedoch nur schwer durchsetzbar

(weil die Partner, Stiftungen, Stiftungskultur dafür rar sind)

These 7.) Freie Journalisten müssen noch mehr zu Unternehmern werden

(Nicht festangestellt Journalisten müssen noch mehr wie Unternehmen denken und handeln. Btw. das würde auch für festangestellt Journalisten, nicht zum Nachteil werden.

Jetzt aber zurück zu
“Lousie Pennies” – 7 Thesen zur Finanzierung von Journalismus von Daniel Bröckerhoff

Daniel hat im Beitrag noch wesentlich mehr aufgeschrieben, ausgeführt und verlinkt!

Tuesday, October 01, 2013

Bitkom-Studie: Die Nutzung von eBooks in Deutschland (PK 1.10.2013)

via Pressemitteilung / mehr von der heutigen Pressekonferenz

Deutliche Bremsspuren bei eReaders + Tablet-PCs


Der Computer und Smartphone dominieren bei den Lesegeräten




Leichte Verfügbarkeit von Büchern wichtigster Grund für die Nutzung von eBooks



Alternative Nutzungsmodelle zum Kauf



Alle Charts aus der Pressekonferenz zur neuen eBook Studie (14 S., PDF)

Friday, May 10, 2013

PPA UK: 4th Annual Publishing Future Report 2013


via PPA, the Professional Publishers Association UK: Publishing Futures 2013: At a glance






Print share on publishers total turnover will decline further. Over the next 2 years in the consumer print magazine market about 9 % and with B2B print magazines by 20 %.



Digital share on publishers total turnover will grow substantial. Over the next 2 years in the consumer publishing market by 88 % and with B2B publishing by 32 %.






Publishers think that their total advertising revenue share will be nore less stable over the next 2 years. Digital would create more or less compensation for the losses in print ads.



According to this figures print circulation share will decline over the period of the next 2 years. 6 % in consumer magazine publishing and 17 % in B2B

About: Publishing Futures is an annual bellwether survey from the PPA carried out and produced by Wessenden Marketing. The 2013 survey is the fourth in the project’s history and comprises data from 96 UK consumer, business and digital publishers that are responsible for over 5,100 branded activities.

P.S.
If you are not a PPA member, you can buy the Publishing Futures report 2013 for (hefty) 495 UKP - about 586 Euro - (plus VAT) here.

Compare what Publishers in the U.S. [here] and Germany [here] [here] [here] expect for their business in 2013ff

Friday, May 03, 2013

2013 FOLIO: B-to-B Media CEO Survey


by Bill Mickey at foliomag.com

Der Verein der Deutschen Fachpresse veröffentlicht seit vielen Jahren im April / Mai die Fachpresse Statistik für das abgelaufen Jahr und (einige wenigen) Erwartungen der Fachmedienverlage für das laufende Jahr (Fachpresse Statistik 2012).

Und wie immer lohnt sich ein Blick über den großen Teich zum Vergleich und also Vorschau was in den nächsten Jahren (vielleicht) auf die Branche in Deutschland zukommt.

Hier ein paar Grafiken zum Abgleich (wenn auch nicht direkt vergleichbar):

Strukturvergleich


Im Vergleich: Deutsche Fachpresse

Struktur: Profitabilität und Wachstum

Monday, April 29, 2013

Publishers Forum 2013: Leveraging Big Data Opportunities For Growth

Keynote from Krishna Tewari (Datamatics Global Services) at the Publishers Forum 2013



Krishna's Slidedeck

Note:
Jake Freivald (Information Builders) talk 'How Big Data can leverage business' at the Publishers' Forum 2013 is not online, but his keynote 'Understanding Big Data' at the BISG's  'Making Information Pay 2012' Event provides a good substitute. [ Link PDF ]

Monday, April 15, 2013

Die VDZ Jahrespressekonferenz 2013 beschwört den Frühling

Der VDZ (Verband deutscher Zeitschriftenverleger)  hat die jährliche Pressekonferenz vom Herbst auf das Frühjahr vorverlegt. Stephan Scherzer präsentiert die Ergebnis der aktuellen VDZ Trendumfrage 2013 und Themen, die Zeitschriftenverlage bewegen (oder bewegen sollten).

Traditionelle (gelernte) Medien genießen in Deutschland das höchste Vertrauen



63 % Traditionelle Medien
47 % Suchmaschinen
34 % Owned Media
28 % Social Media

Edelman Trust Barometer 2013 (Slidedeck Ergebnisse DE, ab 18 Jahren) PDF

Online-Reichweite der Traditionellen Mediengattungen



Mobile Enabled Website and Apps (Reichweite)
8,5 Mio. Publikumszeitschriften
6,5 Mio. Tageszeitungen
2,0 Mio. TV Sender
1,0 Mio. Radio Sender

Nach AGOF mobile facts 2012-II)

VDZ Trendumfrage März 2013

Umsatzanteile 2013 Prognose 



Noch immer machen die VDZ Mitgliedsverlage 68 % ihres Umsatzes mit Printprodukten.

Nachtrag:
Im Vergleich die Umfrage Herbst 2012 - Frühjahr 2013





Wachstumsprognose für 2013



Sunday, January 06, 2013

Reingeschaut: Das neue VDZ-Whitepaper 'Paid Content - Status und Strategien' von OC&C

In einem neuen VDZ-Whitepaper (69 Seiten, brutto) thematisiert, analysiert Andreas von Buchwaldt - von der UB OC&C Strategy Consulting - den Stand, die Bedeutung und die Strategien zu Entwicklung von 'Paid Content'-Einnahmen und rät zu einer vielfältigen und intelligenten Content- und Servicedifferenzierung und das Schaffen von transparenten Bezahlmodellen und einer einfachen, reibungslosen Bezahlabwicklung.

Ausnahmsweise übernehmen wir für diesen Beitrag den Terminus 'Paid Content' in der Begrifflichkeit den VDZ (und BDZV), OC&C und Verlage missgebildet haben und beziehen ihn wie diese (auch) auf Produkte und Serviceangebote von Verlagen an ihre tatsächlichen und präsumtiven Kunden

[Für alle die hier neu sind: üblicherweise bezeichnen wir 'Paid Content' als den Stoff, den Verlage (und alle anderen) kaufen um daraus relevante, informierende, unterhaltende und Nutzen spendende Produkte und Dienstleistungsangebot zu formen, die Leute haben wollen und bereit sind, dafür Geld zu löhnen.]

Das VDZ-Whitepaper gliedert sich in 4 Abschnitte:

1. Erfolg und Misserfolg mit Publishing Paid Content entscheidet mit über die langfristige Zukunft des Journalismus
2. Während Paid Content in vielen Medienbereichen an Bedeutung gewinnt, steckt Publishing Paid Content in Deutschland noch in den Kinderschuhen
3. Zeitungen setzen stark auf Bezahlschranken im Netz, während Zeitschriften eher (bezahlte) Premium-Apps anbieten und die Onlinenutzung kostenfrei zulassen
4. Es gibt keine Patentlösung (für Alle und Alles). Content- und Servicedifferenzierung ist ein wichtiger Eckpfeiler für den Erfolg

Jetzt bestellen oder erst mal ...

Thursday, November 15, 2012

Einwurf: Sind journalistische Angebote noch zu retten, ein lohnendes Geschäftsmodell


(ich greife spreche hier nur einen Aspekt aus vielen heraus, der meiner Meinung nach in der Diskussion und um Handeln sträflich zu kurz kommt)

Jim Chisholm hat in seinem Beitrag 'Staff Numbers' (2010) einmal vorgerechnet, dass redaktionelle Qualität und redaktionelle Quantität (z.b. Anzahl der redaktionellen Seiten) nichts oder jedenfalls nur sehr wenig mit der Anzahl der redaktionellen Mitarbeiter bei Zeitungsverlagen zu tun hat. Seine Zahlen zeigen, dass es eine starke Korrelation zwischen den Anzeigenumsätzen einer Zeitung und eine (signifikante,) geringere zwischen den Vertriebsumsätzen und der Zahl redaktionelle Mitarbeiter gibt.

Aktuelle, repräsentative Zahlen liegen mir nicht vor und es mag sein, dass die Verschiebungen der Erlösanteile hin zu Vertriebserlösen auch die Korrelation verändert hat.



Im Zusammenhang mit der FR zitierte Marcel Weiss, dass nur 1/5 der 500 Beschäftigten im Bereich Redaktion beschäftigt seien und das ist nach meiner Einschätzung ein Verhältnis, dass sich journalistische Angebot in Zukunft immer weniger leisten können oder daran zugrunde gehen.

Das gilt unabhänig davon, dass

  • das Publikations-Format Tageszeitung, welches insg. in Frage steht und jedenfalls seine besten Zeiten hinter sich hat
  • das Trägermedium Papier, welches je nach Publikations-Format mehr oder weniger schnell gegen andere Darreichungsformen verliert
  • weiterhin mit einem rückläufigen Anteil von Werbebudgets für Paid Media zu rechnen ist, und
  • es kaum, nur wenige innovativen Angeboten für Content und Content Services gibt

Was Verlage, die im Geschäft mit journalistischen Angeboten bleiben und Erträge erzielen wollen ohne Verzug jetzt tun müssen, ist weiter zu desintegrieren und nicht doppelt und dreifach für Funktionen und Leistungen Geld auszugeben, sowie viele (kleine) agile Einheiten zu schaffen, die format-agnostisch, dass produzieren und anbieten, was ihre tatsächlichen oder präsumtiven Kunden haben wollen und bereit sind dafür (z.b. mit Geld) zu bezahlen.

Aufruf an ALL die hier mitlesen:
Wenn Sie veröffentlichte Zahlen über die Beschäftigungsstrukturen von deutschen Zeitungs- und Magazinverlagen haben, die nicht einem NDA oder der Verschwiegenheitspflicht unterliegen, würde ich mich über Hinweise, Zahlen freuen (gerne auch in anonymisierter Form)

P.S.
Und natürlich sehe ich auch, dass die FR, ihre Eigner und Mitarbeiter jede Menge eigener Probleme geschaffen oder/und zugelassen haben.

Wednesday, November 14, 2012

Das Geschäft mit Native Advertising, Native Content


Anders als Zeitungen und Magazine, wissen Werbekunden oft was Sie mit Besuchern "anstellen", wenn diese auf ihre Websites und in ihre Outlets kommen. Sie heißen die Besucher willkommen, helfen, dass sich der Nutzer zurechtfindet, sich wohlfühlt und mit aufmerksamer Beratung und/oder in Ruhe shoppen kann.

Und, so reagieren Zeitungen und Magazine zunehmend mit Angeboten an die Werbetreibenden die über klassische Advertorial und gesponserte Storys hinausgehen und den vielfältigen "Content-Angeboten" der Werbetreibenden Leser / Nutzer zuführen. Die Bezeichnungen dafür sind zahlreich Advertorial, Ad Voice, Branded Content, Brand Journalism, BrandVoice, Sponsored Content, Sponsored Links, Sponsored Postings, Sponsered Story, Content Marketing, Custom Content, Collaborative Content, Native Advertising, usf.

Rebecca Lieb hat in ihrem Blog posting 'Pay to Play: Native Advertising Shakes Up Publishing Models'  das erweiterte Content Marketing Programm von Boston.com zum Anlass genommen um ein paar Hausaufgaben für die Medien aufzuschreiben, bevor sie sich in das Getümmel der Konvergenz von Paid-, Owned- und Earned-Media stürzen und daran mitverdienen ohne ihre Nutzer vor den Kopf zu stoßen, redaktions-ethischen Grundsätze über den Haufen zu werfen und die Reputation der Marke zu gefährden:
  • Legen sie redaktionellen Standards fest und pflegen diese
  • Entwickeln sie einen Styleguide für Gastbeiträge, Feeds, Links, etc.
  • Bearbeiten, korrigieren sie Gastbeiträge (sofern nötig)
  • Geben sie Außenstehenden keinen Zugriff auf das CMS
  • Basieren sie ihren Grundpreis nicht auf Link Bait Ability
  • Wenn es bezahlte Inhalte sind, geben sie bekannt, dass es bezahlt Inhalte sind
  • Kennen sie die Mitwirkenden, fragen sie nach
plus my Take
  • [Kämpfen sie um hochwertige, relevante Inhalte und Autoren]

Beispiel: Boston.com


 
Beispiel: Gawker Media - Views Sponsored Postings



[und viele andere: The Atlantic, BuzzFeed, Forbes, Huffington Post]



Und hier geht es zum Beitrag von Rebecca Lieb
Pay to Play: Native Advertising Shakes Up Publishing Models

Related:

digiday
What is ‘Native Advertising’?


adage
Boston.com Joins Native Advertising Push With Sponsored Posts

evitalis:
Now blogging on Boston.com: Advertisers

Adweek:
Do Native Ads Work? Survey asks consumers what they think of the format

VentureBeat:
The secret sauce of native ads — the next wave of advertising

Tuesday, November 13, 2012

69 Sustainable Business Models for Journalism from Europe, Japan & USA

The SuBMoJour Report Out. It is a joint project with University of Tampere, USC Annenberg and Waseda University ... more

Chasing Sustainability on the Net
edited by Esa Sirkunen & Clare Cook




Browse Casestudies by category (HTML) or download (PDF)

Wednesday, August 01, 2012

paidContent 50: The world's most successful digital media companies (fast) ohne Deutschland



In der Forbes Global 500 Liste (2011) - auf den Rängen 1 - 50 - findet man fünf Unternehmen aus Deutschland:

Platz 13: Volkswagen
Platz 24: Daimler
Platz 27: Allianz
Platz 29: E.ON
Platz 47: Siemens





Im IfM Ranking (Institut für Medien- und Kommunikationspolitik) schaffen es noch 4 Medienkonzerne aus Deutschland unter die Top 50

Platz   8: Bertelsmann
Platz 19: ARD
Platz 39: Axel Springer
Platz 46: ProSiebenSat.1


 

Auf der paidContent 50 Liste (vom 31-Juli-2012) 'the world's most successful digital media companies' findet man gerade einmal ein Unternehmen aus Deutschland

 
und zwar auf

Platz 33:     Axel Springer                       Diversified                             $1.34B


und das war's dann auch schon.

Liegt das an den Spielern? Den Trainern? Den Eignern oder/und den Fans?



Friday, June 15, 2012

#FPK2012 - die gesammelten Erkenntnisse des 2. Tages auf Twitter

Besten Dank an die twitternden Kolleginnen und Kollegen vor Ort! 

@bsu_news @saschalobo weiblich, wohnhaft in USA, Teenager: Speerspitze der technologischen und sozialen Umbrüche in der Gesellschaft #fpk2012
[und ich dachte immer, Sascha sei männlich, 37 Jahre alt und wohne in Berlin; wieder was gelernt ;) ] 

@bsu_news @saschalobo der Informationsprokurist ist der Social Media Manager der Zukunft #fpk2012

@bsu_news #fpk2012 narrative science vs. quant trading: sofortness von entscheidungen

@bsu_news @saschalobo "Sofortness": die Zeit zwischen Aktion und Response, Echtzeit ist Trumpf

@bsu_news @saschalobo der Informationsprokurist ist der Social Media Manager der Zukunft #fpk2012

@bsu_news #fpk2012 narrative science vs. quant trading: sofortness von entscheidungen

@bsu_news @saschalobo "Sofortness": die Zeit zwischen Aktion und Response, Echtzeit ist Trumpf

@bsu_news @saschalobo propagiert die Pflicht zur Kollaboration in der Arbeitswelt der Zukunft

@VBM_GSchunk Sascha #Lobo "Wissen wird prozessual. Tools wie http://t.co/jaxxh9UN helfen dabei. Es gibt eine neue Pflicht zur Kollaboration."

@RalfScharnhorst >die Meisten halten das für Realität,was unter den ersten 10 Ergebnissen von Google steht< #Deutungshoheit @saschalobo @   #percanat

Tuesday, June 12, 2012

PwC's Global Entertainment and Media Outlook 2012 - 2016

The challenge for media companies now lies in how to implement their digital strategies (if they have any), says Marcel Fenez, introducing the PwC's Global Entertainment and Media Outlook 2012 - 2016.
 


Is these now the end of the digital revolution - but maybe there was no revolution (within the Media Industry) as many publishers were waited too long and some are still waiting, for the free tickets, the free lunch - or the end of the digital beginning, the "loss of innocence" for financial professionals, controllers, journalists, marketers, sales, etc. trying, without the faintest idea of media technology, programming and systems, to run a media service company nowadays?

Key stats from PwC’s Global Entertainment and Media Outlook 2012-2016

Wednesday, June 06, 2012

Zur Umfrage: Monetarisierungs-Chancen für Fachmedien (beendet)


Die Teilnehmerzahl an unserer kleinen Umfrage vom 7. Mai 2012 war zu gering, um das Ergebnis valide darzustellen oder gar hochzurechnen. Deshalb wollen wir hier nur Top-Bewertungen (von 22 Teilnehmern) als Anregung für eigene Einschätzungen und Planungen teilen. Mehr gerne via Direktkontakt!

Mit welchen Assets könn(t)en Fachmedien-Anbieter mehr Geld verdienen

95%  Kommunikations- u. Marketing-Budgets der werbetreibenden Unternehmen
86%  Vermarktung fremder Inhalte
86%  Aufbau von Wissensportalen für die jeweiligen Märkte / Themen
86%  Anbieten / Teilen von Know-how und Tools für Wissensmanagement
86%  Marktforschungsdaten und Marketing Services
82%  Mehrfachverwertung von Inhalten / aktive Archivverwertung
73%  Inhaltsanalyse, Tagging, Semantische Anreicherung, OLD
68%  Nutzung von User Content / User Know-how

Welche Aktivitäten für eine bessere Monetarisierung sind konkret geplant (12 Monate)

77%  Vermarktung fremder Inhalte
45%  Aufbau von Wissensportalen für die jeweiligen Märkte / Themen
41%  Inhaltsanalyse, Tagging, Semantische Anreicherung, OLD
41%  Mehrfachverwertung von Inhalten / aktive Archivverwertung

Die Haupthindernisse bei der Entwicklung und Umsetzung von neuen Monetarisierungsstrategien

82%  Fehlendes Know-how
68%  Fehlen geeigneter Mitarbeiter
59%  Fehlende Plattformen (z.B. für Vertrieb, Advertising, Syndikation)
50%  Widerstände im eigenen Haus
36%  Unzureichend individualisierte Kundenprofile für CRM / CVM

Danke an alle Teilnehmer der Umfrage 'Monetarisierungsstrategien'!

Tuesday, March 13, 2012

March 12/13.: Digital Innovators' Summit 2012, Berlin - Live [Day 2]


More about the program | here || First day blogging here


Live blogging - updated and reworked, March 14, 2012
THX to @all Co-Tweeter and Journalist covering the Digital Innovators Summit 2012 in Berlin
#DISummit  [some under #DISummit12 ]


Interactive Advertising and Marketing
How publishers can increase revenue by providing advertising and marketing products and services that advertisers want. 

Source: VDZ
Andy Seibert (Dow Jones Content Lab & SmartMoney)

Talks about generating revenue by Marketing Services - incremental, efficient, profitable and repeatable. As Dow Jones is a content company, with expertise and trust, known for innovative offers, it's all about and around content and expertise to meet client's objectives (and workflow).

Monday, March 12, 2012

March 12/13.: Digital Innovators' Summit 2012, Berlin - Live - [Day 1]


More about the program | here


Live blogging - updated and reworked, March 14, 2012
THX to @all Co-Tweeter and Journalist covering the Digital Innovators Summit 2012 in Berlin
#DISummit  [some under #DISummit12 ]



Opening ~ tenish



by Chris Llewellyn, President & CEO, FIPP, UK
and
by Alexander von Reibnitz, Managing Director Print Advertising & Digital Media, VDZ, Germany

Moderator and Master of Ceremonies will be again Mike Hewitt (now Adaugeo Media)


Mark Wood (Future UK) starts of with a 'Strategic Overview'



- Future has 70 titles on Apple Newsstand, 11 mio. downloads, 5 mio. opt-ins
- Niches have some advantages. People spend money on Special Interest, even in bad times
- High(est) Hope in Tablets for paid editions, we make our own apps, 80 % outside UK.
- Making interactive tablet ads for our advertisers is a new growth area for us.

Future started as print publishers, now we are hybrid e.g. on websites, tablets, mobile, facebook and twitter ... and more changes and challenges are ahead.

Wednesday, February 29, 2012

Event: Digital Innovators' Summit 2012 - March 12/13, Berlin



Shortly after CeBIT 2012 [06. - 10. März 2012] the world of publishing - invited by FIPP, VDZ an emedia-sf - comes to Berlin to learn and exchange ideas, solutions, implementations and lessons learned of compelling digital media innovations for magazine publishers. It is the 5th Digital Magazine Media Conference and you can expect an exciting crowd for P2P, a great selection of speakers and lots of ideas to check, adapt, improve and implement for the success of your media company.

The Digital Innovators' Summit 2012 Website promotes this event with
The premiere international event for digital media is back, featuring yet again top notch speakers, innovators, sessions and exhibitors.  The motto of the upcoming Digital Innovators’ Summit, Consumer – Commerce – Community – Conversion, brings into focus the four “c’s” that will help publishers succeed in their digital efforts.

Over two days in Berlin, on 12-13 March 2012, the Digital Innovators’ Summit will inform and inspire you with knowledge, concepts and ideas that will make you more effective with your digital media efforts.
DIS 2012 Speakers' list is quite impressive and I'm specially looking forward to

Going International with Digital by Jens Müffelmann (Axel Springer, DE)

How to approach Social Media by Svida Alisjahbana (Femina Group, ID)
btw., did you know that Indonesia is by far the No. 1 Social Media country of the World?

The [Twitter] Keynote by Katie Stanton (Twitter, US)

Making Content Work [the right way] with Lewis D'Vorkin (Forbes, US), Terry McDonell (Sports Illustrated, US) and Stephan Noller (nugg.ad, DE)

Mobile Strategy and Best Practices by Ulla McGee (IDG, US)

Story telling for tablet devices (engagement and usability) by Josh Koppel (Scroll Motion, US)

and of course the annual presentation of


Online Innovations in Magazines (3rd edition) by Juan Senor and John Wilpers (Innovation Media Consulting Group, UK)

Link to Program | Registration

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