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Sunday, December 01, 2013

Big Data im Verlag/Medienunternehmen - der Nutzen, die Nutzung und die rechtliche Anforderungen

die es im Zusammenhang mit Big Data und Cloud Services zu berücksichtigen gilt.

Das Thema 'Big Data' stand gleich zweimal auf der Agenda des ersten VDZ Tech Summit 2013 in Köln. Für CTO's und CIO's beide allerdings eher unter dem Motto 'Good to know', denn als Anleitung zu Strategien, zum Konzept und einer Implementierung für IT&C Manager.

Jörg Heidrich, Justiziar beim Heise Zeitschriften Verlag, beschrieb die Anforderungen an Big Data und Cloud Projekten aus datenschutzrechtlicher Sicht und kam zu dem Schluss: Geht (irgendwie) auch in Deutschland, wenn man die Gesetze und rechtlichen Vorgaben schon im Ansatz einplant.

Foto: VDZ Akademie


Datenschutzschonendes Data Mining

- Verzicht auf personenbezogene Daten
- Anonymisierung oder Pseudo-Anonymisierung
- Verschlüsselung von Daten
- Einwilligung der Betroffenen (Transparent, Sparsam, Zweckbindung)
- keine Weitergabe an Drittstaaten
- nach den Erlaubnistatbeständen im BDSG
- Öffentlich zugängliche Daten

Merke: Die USA zählen, wie z.B. auch China, Japan, Indien datenschutzrechtlich zu den sog. "unsicheren Drittstaaten" und eine Safe-Harbor-Zertifizierung des U.S. Department of Commerce ist kein Freibrief.

Generell gilt laut Heidrich, die Nutzung von personenbezogenen Daten für Big Data ist wg. der geforderten Zweckbindung nicht zulässig und bei sensiblen Daten (z.B. Religion, genetische Daten, Krankheitsdaten, sexuelle Vorlieben) ist besondere Vorsicht geboten.

Johannes Mettler, Partner bei Salesresults, hatte wohl auch eher die nicht-technische Unternehmensfunktionen im Blickpunkt, als er den Teilnehmer den Nutzen von Big Data gestützten Projekten an Verlagsbeispielen erläuterte - traf aber die Interessenslage der Mehrzahl der Mitleser hier auf dem Blog und hat uns gestattet, ein wenig aus seiner Schule zu plaudern.

Wer hier mitliest weiß ja, dass ich Big Data gerne mit "Data to Big to Handle" übersetze und so unterstütze ich gerne den Vorschlag von Mettler sich statt mit 'Big Data' mit 'Actionable Data' zu beschäftigen.



Foto: VDZ Akademie



Chart 1:


Und erläuterte das 'Ich-will-was-(damit)-machen' an dem, was Managern - nicht nur im Verlag - immer als erstes einfällt: Kosten sparen und Umsatz steigern

Chart 2:


Übrigens, wer sich mit dem Gartner Hype Cycle 'Big Data' 2013 beschäftigt, sieht schnell, dass es noch viel Hype bei dem Begriff geht und die Götter vor den Nutzen einen sehr hohem Aufwand gesetzt haben.

Wie das Chart zeigt, sind die eigenen, fremden und 'gekauften' Daten vielfältiger Art und Herkunft, oft nicht im eigenen Besitz. Im Outsourcing, beim Dienstleister und/oder oder weil (sogenannte) Partner diese nicht (freiwillig) sharen.

Chart 3:


Typische Fragestellungen die mittels 'Big Data' besser gelöst und entschieden werden können

z.B. im Abobereich: wie kann ich sinkende Responseraten stoppen, umkehren, wie begegne ich einer höheren Kündigerquote

z.B. im Anzeigenbereich: Kundenabwanderung, Verschiebung von Werbebudgets in andere Gattungen, wie kann ich den Preisdruck (durch betriebswirtschaftliche Vergleiche) eventuell abmindern, Preisdifferenzierung, Kostenreduzierung durch Optimierung des Verkaufsprozesses

Warum aber sollten Verlage in Actionable Data investieren? Weil, sagt Mettler, es langfristig keine Alternative gibt im Wettbewerb zu bestehen ...

Chart 4:



Sie erreichen Johannes Mettler über salesresult.de

Bericht vom VDZ Tech Summit in Tweets

Thursday, August 01, 2013

Heute ist das 8. Gesetz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes [im Folgendem: #LSR] in Kraft getreten



V. Das Leistungsschutzrecht wurde im BGBL Nr. 23. 14-Mai-2013 
IV. Das Leistungschutzrecht wurde im Bundesrat am 22. März 2013 durchgewinkt 
III. Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger im Bundestag am 1. März 2013 beschlossen (PDF)
II. Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (am 29. August 2012 im Kabinett beschlossen)
I.  Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger - Referentenentwurf vom 13. Juni 2012 (kommt) 


Google hat mit seiner Opt-In Lösung (Zustimmung, kostenfrei) für Google News die möglichen Folgen vorerst gelöst. Viele Andere können (manche wollen) sich den Aufwand nicht leisten über Opt-In, rechtsverbindliche Einzelvereinbarung, Freistellung für jede Quellennutzung Rechtssicherheit zu erlangen (und die Vorgänge zu pflegen). 1

Die Verbände (u.a. der VDZ) haben ihren Mitgliedern geraten, die Opt-In Option von Google - unter Vorbehalt und bis auf weiteres - wahrzunehmen und diskutieren über die Einrichtung, Beauftragung einer Verwertungsstelle für Ansprüche aus dem #LSR. Die meisten Mitglieder von BDZV und VDZ und soweit das schon ersichtlich ist, alle, der besonders laut nach dem #LSR für Presseverlage schreienden und dafür Lobbyarbeit betreibenden Verlage sind auch heute freiwillig, kostenfrei (für Google) bei Google News.

Das 8. Änderungsgesetz ist im Zusammenhangen mit dem #LSR der Presseverleger alles andere als eindeutig. Wir erinnern uns an die Anhörungen, Ausschuss- und Bundestag-Sitzungen, an zahlreiche Änderungen vom ersten Entwurf bis zu Beschlussvorlage, an die Antwort aus dem Ministerium zur Aufforderung das Änderungsgesetz doch eindeutiger zu formulieren: Wir machen die Gesetze und für Interpretationen sind bei uns in Deutschland die Gerichte zuständig.

Und das kann, wie wir wissen dauern, viel Zeit und Geld kosten und es muss mehrere "Opfer" geben die sich die "Interpretation" auf dem Gerichtsweg erstreiten, damit wir in ein paar Jahren (vielleicht) wissen, was denn der Wille des Gesetzgebers war.

Und was machen Anwälte und Richter um den Willen des Gesetzgebers (oder/und der Lobbyisten) zu erkunden, man schaut sich die Entwürfe zu den Gesetzen, die Protokolle und Stellungnahmen an. Am Anfang stand dort u.a., dass im Sinne dieses Gesetzes "Blogs die im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen" gewerblich sind. Deshalb werden wir in diesem Blog, auf Facebook und Twitter weiterhin auf Links und Headlines, Links und Snippets und Links, Headlines und Snippets aus deutschen Presseverlagen verzichten.

Falls einer der werten Presseverlage, die Verbreitung seiner Beiträge wünscht und mir unaufgefordert eine rechtsverbindliche Freistellung für die Nutzung von Snippets und Textauszügen und Deep-Links zusenden will... meine Koordinaten finden Sie unter Touchpoints bzw. im Impressum.

Hinweise zum Nachschlagen:

Bundesgesetzblatt Teil I 2013: Nr. 23 14.05.2013 S. 1161
Auffinden [unter Bundesgesetzblatt Teil I; Jahr; Ausgabe 23; 4. Position]
----> oder User friendly, mit einem Klick (PDF)

Linkpage DIP Deutscher Bundestag LSR Dokumentation

Linkpage des Bundesgerichtshofs zu LSR Entwürfen und Stellungnahmen

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