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Monday, March 17, 2014

Event: 7th Digital Magazine Media Conference Digital Innovators' Summit Berlin, 24-25 March 2014



Next week the Digital Innovators' Summit goes in its 7th round and will bring together a big crowd of 500 from 35 plus countries. The event in Germany's capital Berlin on 24-25 March 2014, is held at the Deutsche Telekom Representative Office [Franzoesische Strasse 33 a-c, 0117 Berlin] and is hosted as in previous years by FIPP, VDZ and emediaSF.

Some Highlights from the 2014 Digital Innovators Summit

Scott Lamb, Buzzfeed (USA)
Buzzfeed - Understanding the Art & Science of Social Sharing

Miranda Mulligan, Northwestern University Knight Lab (USA)
Innovating Journalism at the Intersection of Media and Technology

Ed O’Keefe, NowThis News (USA) | Slides (PDF)
Native Storytelling for Mobile and Social

Juan Señor and John Wilpers, Innovation Media Consulting Group (USA, UK) | Slides (PDF)
Presenting the findings and 5th Edition of 'Digital Innovations in Magazine Media'

James Mann, Financial Times (UK)
FT's B2B digital strategy - Changing the Relationship with the Customer

Thomas Balduff, Janrain (USA)
Data: It's not how big. It's how you use it

Peter Holsback, Egmont Hjemmet Mortensen (Norway),
Petteri Vainikka, Enreach Solutions AB (Sweden)
The Value of Data to Publishers

The Future Media Lab. Workshop “Technology Disruptions”
Marcel Boulogne, EU Commission DG CONNECT (Belgium), Joelle Frijters, Improve Digital (The Netherlands), Bernard Cools, Space (Belgium)

Nachtrag:
some Speakers' slidedecks from the DIS Digital Innovators' Summit 2014 


Via / more  Program | Speaker | Registration

Touchpoints im Social Web
Twitter    Hashtag   #disummit  |  Facebook  |  Google+

Thursday, January 23, 2014

Statt einem Nachruf auf die Totengräber des Journalismus in Deutschland

Nach soviel Wehklagen über die Internet-Schmarotzer, Totengräber (sogenannte Paid-Content-Verweigerer) hier - ebenso unausgewogen - was Web und Mobile Nutzer schon alles bezahlen und sich dafür auch noch beschimpfen und verunglimpfen lassen müssen.

Seit die (theoretische) Reichweite von Werbebotschaften das Maß aller Dinge ist, haben sich Verlage, Rundfunksender, TV-Sender so alles mögliche einfallen lassen um ihre Leser, Zuhörer, Zuseher einigermaßen ruhig zu stellen und die Werbeindustrie und (relevanten) Gesellschaftsgruppen und Machtstrukturen bestens zu bedienen. Und für beide haben viele Anbieter die Qualitätsmaßstäbe noch einmal gesenkt.

Bei diesem neumodischen, unerwünschten und oft ungeliebten Internet und Mobilnetz hat man dann leider vergessen, sich einen angemessenen Anteil an den Aufwendungen der Nutzer/Konsumenten für diese Medien / Kanäle zu sichern. Wohl auch deshalb, weil man dachte, die Werbetreibenden werden es schon richten... (sofern das nicht eh wieder verschwindet).

Also, liebe Medienmacher der Nutzer / Konsument zahlt schon (unter anderem) für

  • die Anschaffung (und Erhaltung) Endgeräte, z.B. PC, Notebook, PC-Tablet, Smartphone, usw. (2013: rd. 30 Mrd. Euro)
  • für viele diese Systeme und Komponenten zahlt er (unzählige) Pauschalabgaben (auch Urheberrechtsabgaben genannt) [Gibt es dazu eine Statistik?]
    (auf Wikipedia gibt es dazu eine beeindruckende Sammlung von Pauschalabgaben in DE)
  • (und re-finanzieren Vergütungen durch Betreiber von Geräten, öffentliche Zugänglichmachung, Vermietung und Verleihung in Mrd. Höhe) [Gibt es dazu eine Statistik?]
  • den Zugang / Leitungsgebühren zum Festnetz und/oder Mobilnetz (letzteres oft für mehrere Haushaltsmitglieder) [Gibt es dazu eine Statistik?]
  • die öffentlich-rechtlichen den sog. Rundfunkbeitrag (rd. 9 Mrd. Euro); damit finanziert u.a.
    rd. 7.000 feste Journalisten (plus freie)
Update 27-Jan-2014)
Vergütungen für mittels PCs erfolgte Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch

"Im Zeitraum vom 1.1.2011 bis zum 31.12.2016 gelten für Gesamtvertragsmitglieder die folgenden Vergütungssätze:

Verbraucher-PCs: EUR 10,55
Business-PCs: EUR 3,20
PCs mit einer Bildschirmdiagonale bis 12,4 Zoll: EUR 8,50
Workstations (ab dem 01.01.2014): EUR 3,20 

Bitcom Mitglieder erhalten darauf einen "Rabatt" von 20 %"

Freiwilliges Bezahlen und Zahlungsbereitschaft
Glaubt man den einschlägigen "Studien" und den Verlautbarungen der Anbieter von Digitalen Abos, digitalen Zugängen, ePaper + eBooks, etc und Paywalls dann sind grundsätzlich auch 5, 10 oder 15 % der (regelmäßigen) Nutzer für solche Angebote zu zahlen.

Nach dem Bitkom/ARIS-Orakel haben schon 25 % (mal) bezahlt und geben (im Abo) monatlich durchschnittlich 13,60 Euro für journalistische Angebote aus und 31% der Bitkom/ARIS Nichtzahler wären grundsätzlich bereit zu löhnen. Mehr

Mein Tipp:
Macht Angebote, die Nutzer/Leser haben wollen und dafür Geld ausgeben wollen und schiebt die Verantwortung für euer Geschäftsmodell nicht auf eure tatsächlichen und präsumtiven Leser/Nutzer. Nach dem Motto: Ich hab's doch produziert und du musst das jetzt kaufen, sonst verhunger(n) ich/wir. Das ist nicht sehr überzeugend und nicht aktivierend.

P.S.
Neben der Finanzierung des OR-Rundfunks/TV mit rd. 9 Mrd. Euro durch Haushalte und Business, berichten die Zeitungsverleger (für 2012 von ca. 4,5 Mrd. Euro Vertriebsumsätzen und Zeitschriftenverleger von ca. 4 Mrd. Euro, Buchhandel ca. 9,5 Mrd. Euro, ..., usw.

Weitere Beiträge zum Thema (u.a.)
Zur Finanzierung von Journalismus (angeregt von Daniel Bröckerhoff)

Einwurf: Sind journalistische Angebote noch zu retten, ein lohnendes Geschäftsmodell

Umsatzchancen und Umsatzentwicklung Fachmedien 'Elektronische Medien'

Monday, October 28, 2013

Zur Finanzierung von Journalismus (angeregt von Daniel Bröckerhoff)

Ein Beitrag von Daniel Bröckerhoff '“Lousie Pennies” – 7 Thesen zur Finanzierung von Journalismus' hatte mir erst einen Schluckauf beschert und treibt mich jetzt zu dem Versuch meine unvollständigen, ungeordneten Gedanken ein klein wenig zu ordnen.

Da ist erst einmal (aus meiner Sicht) ein unterschiedlicher Blickwinkel zwischen Header und Lead festzustellen:

"Thesen zur Finanzierung von Journalismus" und Kopfzerbrechen ..."wie man in Zukunft wieder so viel Geld mit Journalismus verdienen könnte, wie in den längst vergangenen  goldenen Jahren".

These 1.) Werbung wird weiterhin eine Haupteinnahmequelle von Journalismus sein

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (ARD/ZDF) beschäftigen rund 7.000 fest angestellt Journalisten, plus. Daniel hat dazu auf Twitter antwortet

"Da der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich keine Gedanken über seine Finanzierung machen muss, habe ich ihn hier ausgelassen."

"Ja. Aber das Modell steht nicht zur Disposition. Was Für eine These soll das werden?"

Ja, das Modell der Finanzierung des Journalismus mittels 'Rundfunkgebühren" hält sicher noch eine Weile. Aber, lässt es sich ausweiten, wie lange hält es in dieser Form?

Hier als Beispiel wie die ARD Journalismus finanziert.

"Finanzierung bei der ARD 2012: 85% [84,5 %] Rundfunk-Beiträge, 6% [5,6 %] Rundfunk-Werbung + Sponsoring, Koop, Syndication, etc."

Die Zeitungen (Zeitungsverleger) in Deutschland beschäftigen rd. 12.000 festangestellt Journalisten, plus.
Sie finanzieren sich nach Angaben des BDZV zu 55,5 % aus Vertriebserlösen und zu 44,5 % aus Anzeigen/Beilagen-Erlösen

Die Zeitschriften (Zeitschriftenverleger) in Deutschland beschäftigen rd. 9.000 festangestellt Journalisten, plus. Sie finanzieren sich nach Angaben des VDZ bzw. der Fachpresse

Zeitschriften (VDZ)  zu 46 % aus Vertriebserlösen und 44 % aus Anzeigenerlösen (Erlösstrategien 2015, KPMG) [Nachtrag: in der VDZ Statistik jeweils 43,1 % über alle Zeitschriftenkategorien]

Fachpresse zu 46,8 % aus Vertriebserlösen und 48,2 % aus Anzeigenerlösen

Grundsätzlich ist gegen diese These nichts einzuwenden, wenn es auch journalistische Angebote und Formate gibt, für die Werbeeinnahmen eine eher untergeordnete oder überhaupt keine Rolle spielen. Zudem sehen wir seit Jahren im Printbereich, dass der Anteil von Vertriebserlösen stabil bleibt oder zunimmt und die Werbeerlöse (selbst ohne Berücksichtigung der Kostensteigerung) auf Talfahrt sind.

In der Tendenz sehe ich, hoffe ich, dass Werbung mal wieder mehr dass werden könnte, was sie mal war, eine Re-Finanzierung (Erlösmodell) für das Verlegen von bestimmten journalistischen Formaten, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Ob das Verleger so sehen, weiß ich nicht, aber ich sehe auch die eCommerce-Aktivitäten von Medienhäusern als eine mögliche Haupteinnahmequelle für die Re-Finanzierung von journalistischen Angebote (für die man sich, oder gegen die man sich entscheiden kann, soll, muss). Und wenn wir gerade dabei sind, es gibt ja auch noch andere Dienstleistungen + Serviceangebot deren Erlöspotenzial steigerungsfähig ist und der Re-Finanzierung dienen könnte.

These 2.) Branded Content als neue Spielart der Werbung wird an Bedeutung gewinnen

Zustimmung! Sicher ist Branded Content eine Erlösequellen / Beschäftigungsmöglichkeit für Journalisten, für CP-Anbieter außerhalb und innerhalb von Medienhäusern. Doch, ist Branded Content auch ein valides, direktes, nachhaltiges Finanzierungsmodell für (freien) Journalismus?

Ich bin mir nicht sicher, ob Daniel 'Branded Content' und 'Native Advertising' als Synonyme verwenden will. Gerne würde ich das irgendwie trennen, aber ... (mehr). Native Advertising (oder Advertorials) in journalistischen Formaten führt direkt zu Einnahmen der Medien. Während 'Branded Content' vorwiegend über eigenen (oder Huckepack, Distributionsplattformen, etc.)

Daniels Beispiele - Coca Cola und Red Bull - ziehen beträchtlich Werbeeinnahmen aus den Medien ab, damit auch aus der Refinanzierung von Journalismus. Und ja, das wird zu nehmen. Auch Mercedes Branded Music oder BMW's Branded Video finden nicht auf journalistischen Plattformen ab und auch das wird zunehmen. Warum sollen Brands bereits eingeworbene Interessenten und Kunden auf bezahlten Plattformen unterhalten, wenn sie das (nicht selten mit größerer Reichweite und fast immer gezielter auf eigenen (oder Koop) Plattformen leisten können.

These 3.) Verlage werden langfristig um eine Pay-Variante nicht herum kommen

Vielleicht täusche ich mich, aber es klingt so als gräbt Daniel hier eine besonders laut vorgetragene Verlegerforderung nach der Errichtung 'Paywalls' aus (und wer nicht mitmacht, sei der Totengräber des Journalismus). Bezahlt oder/und finanziert muss (fast) jede Unternehmung werden, sonst ist dessen Zukunft endlich. Hier klingt es aber so, als hätte man den Verlegern die Penny-Variante 1830 (oder so) gegen ihren Willen und heftigen Widerstand aufgedrängt. Das ist nicht so und um bei der Wahrheit die Ehre zu geben, Verleger verdienen im Schnitt auch heutzutage mehr, als die Mehrzahl ihrer Leser-Kunden und Werbe-Kunden.

Meine These ist eh, dass ein Großteil der Kunden (nicht erst seit dem das Internet ubiquitär verfügbar ist) nicht für Papier mit was drauf bezahlt (den News von gestern und vorgestern) haben, sondern für den (inzwischen, etwas anachronistisch anmutenden) Service.

These 4.) Die Entbündelung von Zeitungsinhalten wird wichtig für die Verlage sein

Voll einverstanden. Wobei die "Zeitungsinhalte", die Zusammenstellung, Orchestrierung der Bücher von der Publikationsform, den Zustellungswegen und dem Erreichen einer möglichst großen Reichweite (und damit Einnahmen Anzeigen und Vertrieb) bestimmt war. Digital ist das Re-Packaging und liefern für einen Haushalt, eine Person, usw. ja ein Klacks.

These 5.) Crowdfunding ist nicht das Allheilmittel, aber eine Variante der Finanzierung

(für einige Journalisten, Verleger, Publikationen)

6.) Stiftungsmodelle sind eine denkbare Variante, in Deutschland jedoch nur schwer durchsetzbar

(weil die Partner, Stiftungen, Stiftungskultur dafür rar sind)

These 7.) Freie Journalisten müssen noch mehr zu Unternehmern werden

(Nicht festangestellt Journalisten müssen noch mehr wie Unternehmen denken und handeln. Btw. das würde auch für festangestellt Journalisten, nicht zum Nachteil werden.

Jetzt aber zurück zu
“Lousie Pennies” – 7 Thesen zur Finanzierung von Journalismus von Daniel Bröckerhoff

Daniel hat im Beitrag noch wesentlich mehr aufgeschrieben, ausgeführt und verlinkt!

Thursday, October 17, 2013

Event: VDZ Publishers' Summit + Publishers' Night 2013, Berlin | 22./23. Oktober

Meetup for Business

Noch knapp fünf Tage und dann treffen sich rund 900 Zeitschriftenverleger und Zeitschriftenmacher um einmal mehr - aus der Sicht der Branche - um die Zukunft der Zeitschriften.

Eingerahmt von den Mitgliederversammlungen der Publikumszeitschriften, der Fachpresse und der Konfessioneller Presse (am 22.10.) sowie der VDZ Delegiertenversammlung (am 23.10.) und gekrönt von der Publishers' Night mit der Preisverleihung und mit illusteren Gästen.

Regine Sixt erhält die "Goldenen Victoria 2013 für Integration"

Airbus wird ausgezeichnet mit der "Goldenen Victoria für die Europäische Idee"

Claus-Dietrich Lahrs (HUGO BOSS) erhält die "Goldene Victoria für den Unternehmer des Jahres"

Shimon Perez (Israelischer Staatspräsident) erhielt "Goldenen Victoria 2013 für das Lebenswerk"
Sie wurde bereits im August 2013 in Tel Aviv überreicht. Eine Würdigung seiner Verdienste und eine ausführliche Berichterstattung gibt es in der aktuellen PRINT&more Ausgabe

Zum Programm des Publishers' Summit 2013

Am 22.10. (Tag 1) u.a. 

Herausforderungen und Chancen für die Medien - eine neue Studie
Referentin: Renate Köcher (Institut für Demoskopie Allensbach)

ESCADA - View on Fashion 2.0
Referent: Bruno Sälzer (ESCADA)

Print und P.O.S.
Referent: Markus Mosa (EDEKA)

Orientierungsversuche in einer sich bewegenden Medienlandschaft
Podiumsdiskussion mit Mathias Döpfner (Axel Springer), Julia Jäkel (Gruner+Jahr), Renate Köcher, Philipp Welte (Hubert Burda Media), moderiert von Sebastian Turner (Falling Walls Conference)

Ab 16:15 dann vier einstündige Expertenpanels zu den 'Zukunftsperspektiven' von Journalistischen Angeboten und Formaten, Vertriebserlösen, Anzeigenerlösen sowie Organisation und Management.

Am 23.10. (Tag 2) u.a.

B2B Media - eine internationale Perspektive
Referent: Adrian Barrick (UBM)

Selbstorganisation als Entwicklungsprinzip des Gehirns + eines Verlages
Referent: Gerald Hüther (Uni Göttingen)

Nicht geschenkt - Kampf für die Pressefreiheit 
Im Gespräch Ana Lilia Pérez (Journalistin + Buchautorin) und Nina Plonka (Stern)

Die Chefredakteursrunde:
Schafft unser Journalismus politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz
Im Panel: Wolfgang Büchner (Spiegel), Giovanni di Lorenzo (Die Zeit), Jan-Eric Peters (Welt-Gruppe), Jörg Quoos (FOCUS) und Dominik Wichmann (Stern), moderiert von Jochen Kalka (WUV)

Das ausführliche Programm für VDZ Publishers' Summit + Publishers' Night 2013 gibt es hier

Für Spätkommer und Schnellentschlossenen sind noch ein paar Teilnehmerplätze reserviert! Hier geht es zur Last Minute Anmeldung.

Die Hashtags für das Publishers' Summit #PS2013 bzw. Publishers Night #PN2013.

Thursday, November 15, 2012

BDZV: Zeitungen in Deutschland 2012/2013 - Zahlen und Daten


Auszug aus  der Pressemitteilung des BDZV:

Gesamtumsatz stagniert 
Für die Zeitungen wird 2011 wirtschaftlich als ein Jahr ohne große Höhen und Tiefen in Erinnerung bleiben. Beim Gesamtumsatz aus Anzeigen, Beilagen und Vertrieb mussten sie im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Minus verzeichnen, der Umsatz ging von 8,52 Milliarden Euro auf 8,51 Milliarden Euro (-0,1 Prozent) zurück. Davon entfielen 8 Milliarden Euro auf die Tageszeitungen, die damit einen Verlust von 0,12 Prozent erlebten. 
Nach dem größten Konjunktureinbruch der deutschen Nachkriegsgeschichte 2009 waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2010 und 2011 deutlich günstiger; das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs 2011 preisbereinigt um 3 Prozent, nachdem es 2010 bereits  um 3,6 Prozent gestiegen war. Die Inflationsrate lag 2011 mit 2,3 Prozent hingegen höher als im Vorjahr (2010: 1,1 Prozent). Somit bewegte sich das Geschäft der Zeitungen unterhalb des BIP. Das Minus bei den Anzeigen (-2,2 Prozent) fiel etwas höher aus als 2010 (-1,2 Prozent); die Vertriebsumsätze wiesen hingegen erneut ein Plus auf (+1,7 Prozent; 2010 +2,3 Prozent).
 Entwicklung des Anzeigengeschäfts
Mit einem Werbeumsatz von 3,55 Milliarden Euro im Jahr 2011 (-2,2 Prozent) sind die Tageszeitungen in Deutschland nach dem Fernsehen der zweitgrößte Werbeträger. Die Werbeumsätze der Wochen- und Sonntagszeitungen gingen von 218 auf 214 Millionen Euro (-1,9 Prozent) leicht zurück

Verkaufte Auflage bei 22,8 Millionen Exemplaren Minus 3,5 %
Die Zeitungen in Deutschland haben eine Gesamtauflage von gut 22,8 Millionen verkauften Exemplaren pro Erscheinungstag (IVW: III. Quartal 2012). Im Vergleich zu dem entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies ein durchschnittliches Auflagenminus von 821.605 Exemplaren (-3,5 Prozent). Zu der Gesamtauflage zählen 227.669 verkaufte E-Paper-Ausgaben (+51,4 Prozent) von 121 verschiedenen Titeln.

Hier, wie in jedem Jahr, einige Schaubilder aus dem Jahrbuch: zur Entwicklung der Anzahl und der Auflagenentwicklung von Zeitungen, der Reichweite von Zeitungen nach Altersgruppen, der Entwicklung des ePaper-Verkaufs und eine Kosten- und Erlöseübersicht für Abonnement-Zeitungen (West?).


Entwicklung der Zeitungen (Anzahl)

Wednesday, November 14, 2012

Das Geschäft mit Native Advertising, Native Content


Anders als Zeitungen und Magazine, wissen Werbekunden oft was Sie mit Besuchern "anstellen", wenn diese auf ihre Websites und in ihre Outlets kommen. Sie heißen die Besucher willkommen, helfen, dass sich der Nutzer zurechtfindet, sich wohlfühlt und mit aufmerksamer Beratung und/oder in Ruhe shoppen kann.

Und, so reagieren Zeitungen und Magazine zunehmend mit Angeboten an die Werbetreibenden die über klassische Advertorial und gesponserte Storys hinausgehen und den vielfältigen "Content-Angeboten" der Werbetreibenden Leser / Nutzer zuführen. Die Bezeichnungen dafür sind zahlreich Advertorial, Ad Voice, Branded Content, Brand Journalism, BrandVoice, Sponsored Content, Sponsored Links, Sponsored Postings, Sponsered Story, Content Marketing, Custom Content, Collaborative Content, Native Advertising, usf.

Rebecca Lieb hat in ihrem Blog posting 'Pay to Play: Native Advertising Shakes Up Publishing Models'  das erweiterte Content Marketing Programm von Boston.com zum Anlass genommen um ein paar Hausaufgaben für die Medien aufzuschreiben, bevor sie sich in das Getümmel der Konvergenz von Paid-, Owned- und Earned-Media stürzen und daran mitverdienen ohne ihre Nutzer vor den Kopf zu stoßen, redaktions-ethischen Grundsätze über den Haufen zu werfen und die Reputation der Marke zu gefährden:
  • Legen sie redaktionellen Standards fest und pflegen diese
  • Entwickeln sie einen Styleguide für Gastbeiträge, Feeds, Links, etc.
  • Bearbeiten, korrigieren sie Gastbeiträge (sofern nötig)
  • Geben sie Außenstehenden keinen Zugriff auf das CMS
  • Basieren sie ihren Grundpreis nicht auf Link Bait Ability
  • Wenn es bezahlte Inhalte sind, geben sie bekannt, dass es bezahlt Inhalte sind
  • Kennen sie die Mitwirkenden, fragen sie nach
plus my Take
  • [Kämpfen sie um hochwertige, relevante Inhalte und Autoren]

Beispiel: Boston.com


 
Beispiel: Gawker Media - Views Sponsored Postings



[und viele andere: The Atlantic, BuzzFeed, Forbes, Huffington Post]



Und hier geht es zum Beitrag von Rebecca Lieb
Pay to Play: Native Advertising Shakes Up Publishing Models

Related:

digiday
What is ‘Native Advertising’?


adage
Boston.com Joins Native Advertising Push With Sponsored Posts

evitalis:
Now blogging on Boston.com: Advertisers

Adweek:
Do Native Ads Work? Survey asks consumers what they think of the format

VentureBeat:
The secret sauce of native ads — the next wave of advertising

Tuesday, November 13, 2012

69 Sustainable Business Models for Journalism from Europe, Japan & USA

The SuBMoJour Report Out. It is a joint project with University of Tampere, USC Annenberg and Waseda University ... more

Chasing Sustainability on the Net
edited by Esa Sirkunen & Clare Cook




Browse Casestudies by category (HTML) or download (PDF)

Thursday, June 14, 2012

news aktuell: Social Media Trendmonitor 2012

Noch immer setzen deutschen Redaktionen und Unternehmen bei der Beurteilung ihres Erfolgs im Social Web in erster Linie auf die Anzahl ihrer Fans und Follower. Bei der Einschätzung der Relevanz der Angebot liegt Facebook, klar vor Twitter (2) und XING (3) ...

Thursday, April 14, 2011

Nielsen Werbetrend per März 2011 im Spiegel der Fachpresse

Die Orginalmeldung: kam hier per eMail am 13 Apr 2011 um 11:16:05 an

NIELSEN: DEUTSCHER BRUTTOWERBEDRUCK STABIL IM 1. QUARTAL 2011

Bruttowerbemarkt mit plus 4,5 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro


Die deutsche Werbeindustrie hat nach einem guten Bruttowerbejahr in 2010 ihren Werbedruck im ersten Quartal 2011 weiter ausgebaut und schließt die ersten drei Monate mit einem Wachstum von plus 4,5 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro ab – dies belegen die aktuellen Daten von The Nielsen Company (NYSE:NLSN), dem globalen Informations- und Medienunternehmen mit führender Marktposition in den Bereichen Marketing- und Verbraucherinformationen.


Das berichteten die Fachmedien


Friday, February 25, 2011

Bundestagsausschuss für Kultur + Medien: Anhörung 23. Febr 2011 zur Lage und Zukunft des Qualitätsjournalismus

Kritische Analysen zur schwierigen Lage des Qualitätsjournalismus standen im Vordergrund beim öffentlichen Expertengespräch am Mittwoch, 23. Februar 2011, während der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien unter Vorsitz von Monika Grütters (CDU/CSU). Dabei bildete die Anhörung zum Thema "Zukunft des Qualitätsjournalismus" den Auftakt für eine Reihe von weiteren zukünftigen Veranstaltungen, für die Themen vorgesehen sind wie etwa Ausbildung im Journalismus, Verbände, soziale Lage von Journalisten sowie Pressefreiheit in Europa. Während der Anhörung stand insbesondere die Entwicklung der Medien mit Blick auf die rasante Ausbreitung journalistischer Darstellungsformen im Internet im Vordergrund.

Geladen waren

Wolfgang Blau (Zeit online)
Katharina Borchert (Spiegel online)
Ulrike Kaiser (DJV, Initiative Q-Journalismus)
Hans Leyendecker (Süddeutschen Zeitung)
Volker Lilienthal (JuK, Uni HH)
Matthias Spielkamp (iRights.info)
Wolfgang Storz (Publizist)



via / mehr auf bundestag.de

Tuesday, September 28, 2010

Journalism in the Age of Data (Video report)

A video report on data visualization as a storytelling medium
Produced during a 2009-2010 Knight Journalism Fellowship by Goeff McGhee
Total Running Time: 54 Minutes
via standord.edu [annotated Version]


Journalism in the Age of Data from geoff mcghee on Vimeo.

About
GEOFF McGHEE is an online journalist specializing in multimedia and information graphics. Over the past decade he has worked at The New York Times and ABCNews.com, and in France at Le Monde Interactif. In 2009-2010, he spent a John S. Knight Journalism Fellowship at Stanford University studying data visualization. In July 2010, McGhee began a new job developing visualizations and interactive content for the Bill Lane Center for the American West at Stanford.

Friday, September 10, 2010

Akademie für Publizistik: Journalisten erfüllen viele Erwartungen nicht (Umfrage)

via akademie-fuer-publizistik.de

Journalisten wählen nicht die Themen aus, die die Menschen interessieren

Journalisten sind wichtig für die Demokratie

Journalisten sind manipulativ und verhalten sich nicht immer ethisch korrekt

Aus der forsa-Umfrage zu Medien und Journalisten in Deutschland:



Der Umfragebericht (PDF) | Kompletter Tabellenband (PDF)

Wednesday, July 07, 2010

Verlage: Von unseren überzeugten, zufriedenen Kunden nehmen wir doch kein Geld

eWann begreifen Verlage, dass es wenig Sinn macht denen, die von der Qualität & Relevanz der Produkte & Services überzeugt sind, die "Zukunft" Digitale Produkte und Services zu schenken und von denen die nicht überzeugt sind, als Bestrafung gewissermaßen, Eintrittsgeld zu verlangen?

Nach der aktuellen Digital Journalism Survey 2010 Studie bieten knapp 1/3 der Medien ihren Print-Abonnenten noch immer einen "geschenkten" Online-Zugang ...

New Sources of Revenue considered



What Publishers offer - significant changes 2010 vs. 2009



Mehr / zu den Studienergebnissen

Das ist falsch verstandenes Kunden-Werte-Management (CVM) [und hat übrigens auch nix mit Social CRM zu tun]

Monday, June 07, 2010

Jeff Jarvis: How Media Will Survive in Web 2.0

Jeff's [buzzmachine] live transmission from New York at the Nordic Media Festival about seven Trends forming the next wave of media ...

at Nordiske Mediedagger | via @wblau

Tuesday, March 02, 2010

2010: The New News Consum Pattern (USA)

As the new PEW report (Periode Dec 28 - Jan 19) suggest, the Internet is now the third most popular news platform, behind local television news and national television news and has surpassed newspapers, radio, magazines in popularity.

... of Americans ...
92 % use multiple platform to get news on a typical day
78 % get news from a local TV station
73 % get news from a national network or cable TV station
61 % get some kind of news online
59 % get news from a combination of online and offline sources on a typical day
54 % listen to a radio news program at home or in the car
50 % read news in a local newspaper
46 % get news from four to six media platforms on a typical day
37 % Internet user have contributed to news, e.g. comments, sharing links, tagging, postings
25 % commenting on a news story
17 % posting a link on a social networking site
11 % tagging content
9 % creating their own original news material or opinion piece
3 % Tweeting about news
33 % cell phone owners access news (also) on their cell phones
26 % get news about the weather
25 % get news and current events
18 % use an application for news content
16 % get news on Sports
13 % get news on traffic info
12 % get news on financial info
11 % get news via emails and text messages
28 % Internet user have customized their Webpage to include news 
17 % read news in a national newspaper such as the New York Times or USA Today.

only 7 % get their news from a single media platform on a typical day

via / more Journalism.org - Pew Research Center's Project for Excellence in Journalism

Download | View Online - Full Report at PEW

Wednesday, February 03, 2010

INA - Die Top 10 Themen 2009 der in Medien vernachlässigten Nachrichten, Berichte und Themen

jetzt mit den kompletten Berichten der Jury der Initative Nachrichtenaufklärung (INA) online

1. Notstand im Krankenhaus: Pflegebedürftige allein gelassen
2. Psychiatrie: Bundesregierung biegt UN-Konvention zurecht
3. Kriegsberichterstattung lenkt von zivilen Friedensstrategien ab
4. Rechtswidrige Anwendung von Polizeigewalt
5. Lücken der Finanzaufsicht bei Kirchen
6. Mangelhafte Deklarierung von Jodzusatz in Lebensmitteln
7. Patente auf menschliche Gene und Gensequenzen
8. Schulen für Gehörlose unterrichten keine Gebärdensprache
9. Mangelnde Kontrolle deutscher Rüstungsexporte
10. Sondermüll beim Bauen und Sanieren

Zu den Jury-Berichten

Über die Initative
"Die Initiative Nachrichtenaufklärung wurde im Mai 1997 von Professor Peter Ludes in Siegen gegründet. Zu dem Gründerteam und zu der ersten Jury gehörten Imme de Haen, Ingrid Kolb, Professor Ulrich Saxer, Georg Schütte und Dr. Hermann Meyn.

Vorbild der Initiative Nachrichtenaufklärung ist das US-amerikanische "Project Censored".

Ziel der Initiative Nachrichtenaufklärung ist es, wichtige Nachrichten und Themen (hauptsächlich aus dem deutschsprachigen Raum), die in den Medien nicht genügend berücksichtigt wurden, stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen."

Sunday, December 20, 2009

Wem gehört ein Interview?

dem Journalisten der die Fragen stellt? Dem Interviewten der die Antworten gibt? Dem Publisher, welches das Interview als erstes veröffentlicht? Welche Recht können die Beteiligten für sich beanspruchen, haben sie nach der aktuellen Rechtsprechung, sollten sie haben?

Ein Beitrag von Chris Meadows auf TeleRead Who owns the interview? sowie der Verweis auf ein von Paul Bradshaw auf PoynterOnline In the E-mail Era, Who Owns the Interview? haben mich veranlasst, über meine eigene Praxis nachzudenken - aber ich komme da nicht so recht voran. Vielleicht kann, will eine/r meiner Leser/in helfen. Betrifft diese Frage doch alle, die was zu sagen haben [und auch mehr oder weniger häufig von anderen klugen und / oder geschäftstüchtigen Menschen gefragt werden].

Früher war das für mich ziemlich klar. Wenn ich schon die Zeit aufgebracht hatte, die Fragen zu beantworten, erwartete ich vom Interviewer (und dem Medium für welches dieser arbeitete), dass sie sich um die Verbreitung kümmern. Schon damals habe ich mich immer wieder geärgert, wenn meine Kernpunkte verschoben oder rausgekürzt wurden. Aber den Aufwand nachzukarten, habe ich immer geschenkt.

Aber heute, wo jeder zahlreiche eigene Publikationskanäle und -möglichkeiten ohne großen Aufwand nutzen kann, wo Interviews ohne großen Aufwand des Interviewers (den Fragen merkt man oft an, dass die Fragesteller das schon internalisiert haben) per eMail, Skype, Flip-Flop, etc. geführt und dann publiziert werden können, sollten der Machtverschiebung zwischen Interviewer / Medium und dem Interviewten auch entsprechende Rechte folgen ... Welchem Codex folgen Sie?

Ich verstehe, dass Publisher ein Leistungsschutzrecht für sich geltend machen wollen? Aber frage mich oft, für was eigentlich? [Schon lange musste ich nichts mehr unterschreiben, bevor ich das "Privileg" hatte meine Meinung / mein Wissen abgeben zu dürfen], insbesondere, wenn es dafür kein Honorar (an den Interviewten) gezahlt wurde

Ich verstehe, das die Interviewer ihre Autorenrechte für die Fragen beanspruchen, bei der Nutzung gegenüber dem Publisher und dem Interviewten mitsprechen (und gegebenenfalls mitverdienen) wollen, aber ... Wie würden Sie handeln? (Beispiele)

- Sie sichern sich vor Abgabe des Interviews das Recht zur [parallelen, nachfolgenden] Veröffentlichung z.B. im Blog, Netzwerken, Foren?

- Sie bitten die Publikation nachträglich um Zweitveröffentlichungsrechte?

- Sie geben ein Interview, erfahren dann aber, dass die Veröffentlichung in weiter ferne (vielleicht) geplant ist. Sie zeigen wenig Verständnis und veröffentlichen ihre Antworten [und die Fragen] zeitnah zu ihren Publics? - ohne/mit Zustimmung der Publikation / des Interviewers?

- Der Autor verwurschtelt ihre Antworten / ihr Wissen in einem Beitrag mit / ohne Namensnennung, als zugeordnetes Zitat / als Erkenntnis seiner Recherche. Sie veröffentlichen - ohne jeden Skrupel ihre Originalantworten / mit den Originalfragen / mit umformulierten Einlassungen um den Antworten Sinn zu geben?

- Das Interview erscheint, aber dass was Ihnen wichtig war, wird weggelassen, gekürzt oder (aus Ihrer Sicht unzutreffend / unglücklich) umformuliert? Sie nehmen sich das Recht heraus, das Originalinterview - mit einem Verweis auf rudimentäre Veröffentlichung / Publikation - auf ihren Kanälen zu veröffentlichen

... oder sagen sie, das Interview gehört den Publics [Lesern, Sehern, Hörern] für die es gegeben wurde und die haben ein Recht auf freien, vollständigen Zugang und wenn es sein muss, helfe ich gerne nach?

Ich gebe zu, ich habe alle Varianten schon praktiziert. Mich interessiert, welche Handlungsweisen aus rechtlicher / ethischer / praktischer Sicht für sie in Ordnung bzw. nicht o.k. sind
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