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Wednesday, June 17, 2009

Monday, June 15, 2009

Internet-Markt Türkei + eCommerce

Bereits unser Posting Turkey No. 1 in Internet Usage Time in Europe, mit den Daten von ComScore hatte überdurchschnittliche Klickraten.



Kurz zur Erinnerung:
Mit 32 Stunden Nutzungsdauer lagen Onliner in der Türkei (im April 2009) deutlich vorn (Deutschland im Vergleich 22 Stunden) und stellt die siebtgrößte Internetpopulation (rd. 26,8 Mio. Unique Visitors) in Europa mehr

Heute schreibt Jochen Krisch auf Exciting Commerce über den Zukunftsmarkt Türkei: Neue Impulse für den E-Commerce und setzt damit seine Berichterstattung über den dynamischen Wachstumsmarkt Türkei fort. Die Türkei, einen Markt der mir nicht ganz fremd ist, durfte ich doch in den 90er Jahren mit Sakir Batumlu ein Stück Erfolgsgeschichte des Special Interest Magazines CHIP mitschreiben.

eCommerce Beispiel aus der Türkei auf excitingcommerce.de

Die eBay-Präsentation von Sina Afra gibt einen kurzen Überblick zum türkischen Internetmarkt (auch wenn die Zahlen nicht mehr ganz aktuell sind und sich mit Alexa wohl kein zutreffendes Bild über die Popularität von Internetangeboten in der Türkei stricken lässt)

Note my friends in Istanbul:
Do you have more actual data about Online Turkey?

Wednesday, June 03, 2009

Turkey No. 1 in Internet Usage Time in Europe

I hope I don't offend anyone by sorting Turkey into Europe with this post ;-)

and Europe's 7th largest Internet population

according to the newest comScore World Metrics (April 2009)

“The online population of Turkey far surpasses the rest of Europe in terms of time spent and content consumed per person,” said Mike Read, SVP and managing director, comScore Europe. “Much of this heavy engagement is driven by usage of social networking and entertainment media sites, which maintain users’ attention for extended periods of time."

Turkey has around 26,8 Mio. Unique Visitors
(in this research limited, by age and access only 17,8 Mio.)



Top Properties in Turkey are



*Excludes traffic from public computers such as Internet cafes or access from mobile phones or PDAs.

*comScore estimates the size of Turkey’s extended online universe to be 26,751,449.


More from comScore

Friday, April 17, 2009

MOE / CEE und SOE / SEE Länder in Zahlen

Seit 2004 bietet der nov-ost Presse- und Sprachdienste das sog. Osteuropa in Zahlen mit mit den aktuellsten Wirtschaftskennziffern aus Mittel-, Südost- und Osteuropa (Albanien, Belarus, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Moldau, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine, Ungarn)

Es wird als PDF und als XLS Datei angeboten (für 145 bzw. 155 Euro) - mehr | Musterseiten (2006) als PDF

Eine gute und kostenfreie Alternative bietet seit Jahren die Bank Austria / UniCredit Group mit ihren Analysen (Outlook 2009 - 2010, CEE Quarterly, etc.) für Bosnia-Herzegovina, Bulgaria, Croatia, Czech Republic, Estonia, Hungary, Kazakhstan, Latvia, Lithuania, Poland, Romania, Russia, Serbia, Slovakia, Slovenia, Turkey, Ukraine.

Die CEE Economical Data (Tabellen in Englisch und der jeweiligen Landessprache) gibt es als Einzeldarstellung pro Land oder als Kompendium (48 Seiten, ca. 3 MB, PDF)

Seit April 2009 gibt es jetzt von imoe auch einen osteuropa-guide.de zur kostenlosen Recherche zu aktuelle Nachrichten und News zu Osteuropa? Informationen zu Wirtschaft und Außenwirtschaft, nützliche Organisationen und Institutionen für ihr MOE-geschäft oder auch Reisetipps für Albanien, Armenien, Aserbaidschan,Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Moldau, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Serbien ,Tadschikistan, Turkmenistan , Ukraine, Usbekistan, Weißrussland

Auf diesem Blog haben wir für viele Länder Mittel- und Osteuropas nützliche Adressen zusammengestellt
MOE / CEE Useful Addresses: Media & Marketing

und berichten wenn es in unserem Themenbereich interessante Neuigkeiten und Resourcen für CEE Länder gibt.

Friday, September 19, 2008

Online-Werbeinvestitionen 2007 nach Ländern pro Internet-User


IAB Europa / OVK haben in dem neuen OVK Online Report 2008-02 die Werbeinvestitionen pro Kopf für 14 europäische Länder ausgewiesen (erste Zahlenreihe). Wenn man diese über das BIP pro Kopf nach Kaufkraft vergleichbar(er) macht, ergeben sich folgende Werte:



Nun wird die Alleinstellung von UK deutlicher. Deutschland rückt mit großem Abstand zu UK auf Platz 2 (dieser Liste) und die Türkei und Polen überholen Finnland, Österreich und Spanien und rücken deutlich näher an Italien und Frankreich heran.

Source:
Absolute Werte IAB Europa AdEX

Gewichtung GDP per capita in PPS (Basis EU-27, 2007)

Saturday, March 15, 2008

Tipp: CEE / MOE Wirtschaftsdaten 2008 - 2009

Wer einen schnellen (und in etwa vergleichbaren) Überblick über die Wirtschaftsdaten der Mittel- und Osteuropäischen Lander sucht wir bei der UbiCredit Group Bank Austria Creditanstalt Wien fündig.


Hier gibt es für die Länder

Bosnia-Herzegovina / Bosnien-Herzegowina
Bulgaria / Bulgarien
Croatia / Kroatien
Czech Republic / Tschechien
Estonia / Estland
Hungary / Ungarn
Latvia / Lettland
Lithuania / Litauen
Poland / Polen
Romania / Rumänien
Russia / Russland
Serbia / Serbien
Slovakia / Slowakei
Slovenia / Slowenien
Ukraine

Strukturdaten, wie z.B. Fläche, Einwohnerzahl oder BIP pro Kopf, und wichtige Wirtschaftsindikatoren mit Prognosen bis 2009 werden in Form von Grafiken und Tabellen dargestellt, jeweils in Englisch und der Landessprache beschriftet. Zum bessseren Vergleich gibt es dazu auch die Daten für Österreich, Deutschland, Italien und Euroland, sowie quasi als Bonus die Daten von Turkey / Türkei.

Die Datensammlung erscheint zweimal pro Jahr kann als Gesamtdokument (PDF) oder pro Land (PDF) heruntergeladen werden. Hier geht es zur Download Startsite

P.S.:
Und die CEE Abteilung der Bank Austria Creditanstalt bietet noch mehr Daten und Analysen (das Stöbern lohnt sich!).

Monday, October 22, 2007

Facebook Statistik Deutschland


Registrierte User in Deutschland: 259.760

davon
95.060 männlich
97.340 weiblich
67.360 sind noch unentschieden ;-)

Nach Altersgruppen



Zum Vergleich

19.951.900 User aus USA
6.407.580 User aus UK
1.498.320 User aus Australien
891.480 User aus Norwegen
828.940 User aus Schweden
605.820 User aus Südafrika
429.540 User aus Frankreich
327.760 User aus der Türkei
121.000 User aus Italien
115.980 User aus Saudi Arabien
109.840 User aus den Niederlande
99.600 User aus der Schweiz

Stand: 22-Oct-2007
Auszählung via Facebook Flyer Tool

Friday, November 03, 2006

Update Turkey Media Landscape

Ruken Baris updates on the European Journalism Centre (EJC) website the

Turkey Media Landscape

Content:
- The written press
- Audiovisual media (Radio, TV)
- Media regulations: Radio and Television Supreme Council (RTÜK)
- Media ownership
- The EU candidacy and the media
- Journalist organisations and working conditions
- Internet
- References


Chart: Average Daily Sales of National Newspapers




Chart: Ownership Patterns of Major Cross Media Companies
(incl. Joint Ventures)



Full Report

via EJC Media News Digest (3-Nov-2006)

Other Countryreports available:
Armenia - Austria - Belgium - Bosnia and Herzegovina - Bulgaria- Croatia- Cyprus - Czech Republic - Denmark - Estonia - Finland - Germany - Greece - Hungary - Ireland - Italy - Latvia - Lithuania - Luxembourg - Malta - Netherlands - Norway - Poland - Portugal - Romania - Russia - Slovenia - Spain - Sweden - Switzerland - Turkey - UK - Ukraine

Friday, May 26, 2006

Best Practice: Gentner Verlag Stuttgart

Alles wäre viel einfacher und funktionaler, wenn ... ja, wenn wir die folgenden Informationen in ein Wiki einstellen könnte ... und der Gentner Verlag und seine Partner, den Inhalt dann direkt bearbeiten und auf den neuesten Stand bringen könnten.

Ein (gutes) Beispiel für unaufgeregtes Cross-Border Publishing (B2B Sektor):

Die Basisdaten des Verlags:

Alfons W. Gentner Verlag GmbH & Co. KG
Forststr. 131, 70193 Stuttgart,
Postfach 10 17 42, 70015 Stuttgart
Telefon: (07 11) 63 67 2 0
Telefax: (07 11) 63 67 27 47
E-Mail: gentner@gentnerverlag.de

Geschäftsführer:
Erwin Fidelis Reisch, Hans Oppermann


Der internationalem Erfolg des Gentner Verlags hat einen Namen: Erwin Fidelis Reisch. Er gab uns seinerzeit auch für den (in die Jahre gekommenen) 'ABM Guide to Publishing in CEE' folgende Antworten (Auszug) auf unsere Interview-Anfrage zur Internationalisierungsstrategie des Gentner Verlag:

What b2b magazines do you publish in which countries of CEE? Since when, what is their frequency and circulation?

We publish more than 50 b2b magazines in the CEE region (Poland, Hungary, Czech Republic, Croatia, Ukraine) since 1991 most of them monthly or bi-monthly.

Are your magazines being published locally, in local language, or they are pan-regional issues in a language of international circulation? Do you have a local edi-torial team?

Yes, all of them are published locally in local language (exception Ukraine: technical content in Russian, other content Ukrainian language). All maga-zines have a local editorial team.

Are you selling advertising space locally as well? Do you have a local sales team? What is the (approximate) breakdown of your advertising sales into international and local ads?

Yes, we sell ad space locally. We have local sales teams. About 5 to 10% of ad sales are international ads, other locally sold (some to international compa-nies of course through their local subsidiary).

Do you support your local teams (editorial, advertising sales, etc) from your the regional headquarters? If yes how, and in what fields (briefly)?

Yes we do support them both editorially and in ad sales: Every local editorial team may use all editorial content from any other publication within our net-works of magazines. All our subsidiaries represent their sister companies in other CEE countries as general sales agents.

How did you start your operations in these countries? Through licensing, coopera-tion or a joint venture? Did you have a publishing partner or founded your own company right from the beginning?

All our operations in the CEE countries where jv with local (publishing) partners right from the start. All jv have been founded by us together with our local partners.

What were the major difficulties you experienced, when starting off your venture in the region? What were the positive experiences you have made in the countries you are operating in (pick one)?

Finding the proper local partner is the key difficulty. In the beginning (1991/1992) it was quite difficult to find staff with proper business education (on all levels i.e. book keepers etc.)

What were the most important criteria when recruiting the top management for your venture in the region? Did you recruit expatriates from the region, US nation-als or Western Europeans, locals with or without international experience?

Recruitment of staff up to top level is our local partner’s duty. We only reserve the right to veto. We never employ any expats for various reasons (too expen-sive). We only employ local management with or without international experi-ence. We do inhouse training within our networks for such staff (at Stuttgart headquarters).

Would you recommend other B2B publishers to go into these markets? Why/Why not? What factors do you hold responsible for success/failure in these markets?

Definetely yes! But only if there is a full personal committment by the top management. Just a financial investment will not be good enough…

(soweit die Antworten, die sicher auch heute noch Geltung haben)

Ein Blick auf die Web-Visitenkarte und die (nicht vorhandene) Website von Gentner Verlag International (eine Unterseite von http://www.shk.de/ ) zeigt eine stattliche Liste von Auslandsaktivitäten.

Was dort m. E. noch fehlt sind die Aktivitäten in Asien und Südost-Asien ... oder?


Bereich Haustechnik

Magyar Installateur (Ungarn)
Polski Instalator (Polen)
Ceský Instalatér (Tschechien)
Instalater (Kroatien)
Plumbing Africa (Südafrika)
The Plumber (Südafrika)
Montasch + Technologia (Techn. Gebäudeausrüstung, Ukraine)
Tesisat (Heizung, Klima, Sanitär/Türkei)
Ochrona Mienia (Sicherheitstechnik, Polen)

Bereich Kälte- und Klimatechnik

Chlazeni a Klimatizace/Kälte- und Klimatechnik (Tschechien)
phx/Kälte und Klimatechnik (Ungarn)
Holod (Kälte/Klima Ukraine)
Chlodnictwo i klimatyzacja (Kälte, Klima/Polen)
Refrigeration & Airconditioning (Südafrika)

Bereich Umweltschutz

Környezetvédelem/ Ungarische Umweltzeitschrift
EKO/Tschechische Umweltschutzzeitschrift
Rynek Chemiczne (Polen)
Bereich Tourismus
CRO Turizam/Kroatische Fremdenverkehrswirtschaft


Bereich Bautechnik

Magyar Epítéstechnika/Ungarische Bauzeitschrift
Graditelj/Kroatische Bauzeitung
Swiat Szkla (Glaswelt/Polen)
Moderní Kuchyne (Tschechien)
KBB Kitchen Bathroom & Bedroom Review (Südafrika)


Bereich Elektrotechnik

Magyar Elektroinstallateur(Ungarn)
Polski Elektroinstalator (Polen)
Elektro (Kroatien)
Elektroinstalater (Tschechien)


Bereich Automobil

Automobil Service (Kroatien)
Auto-Moto-Serwis (Polen)

Bereich Beauty

Esztétika/Ungarische Friseur- und Kosmetikerzeitschrift
Beauty Forum Polska

Body Life (Ungarn)
Body Life (Polen)


Bereich Medizin

Magyar Fogorvos / Ungarisches Zahnärzteblatt
Magyar Orvos / Ungarisches Ärzteblatt

und die Fachmessen

InstalExpo/Warschau
ElektroExpo/Warschau
Plumbdrain Africa/Südafrika
Aquatherm/Kiew
BEAUTY POLAND/Warschau
GARDA/Warschau


Sollten Sie sich bis hierher vorgekämpft haben, ist Ihnen sicher klar geworden, dass sich ein Weblog für diese Art von Einträgen nicht besonders eignet. Am Besten Sie melden sich jetzt gleich für eine Mitarbeit an dem Cross-Border Publishing Wiki an!?

Wenn Sie in diesem Weblog weitere Beispiel lesen wollen ... nutzen Sie bitte die Comment-Funktion des Weblogs (siehen unten).

Friday, May 20, 2005

Strategie oder Ausweg: Cross-Border Publishing

Für den Horizont Fachbeitrag (20/2005)

Fachkommunikation geht über Grenzen

hatte Roland Karle Verlagen und Dienstleistern im Bereich Fachmedien (auch mir) Fragen zum Thema Cross-Border Publishing gestellt. Das Ergebnis seiner Recherche

- Fachverlage planen verstärkte Engagements jenseits der Grenzen, weil dort die Aussichten auf Wachstum und höhere Renditen besser als im Heimatmarkt sind

- die bevorzugten Expansionsziele sind China und Osteuropa

- 8 von 10 Fachverlagen erwirtschaften bereits Umsätze im Ausland

- Intensive Vorbereitung und die sorgfältige Auswahl von Partnern sind für den Erfolg meist wichtiger als die Höhe des Investitionsbudget

Wie in einem Übersichtsartikel nicht anders zu erwarten, sind die einzelnen Meinungen und Antworten in einem Kaleidoskop nur bruchstückhaft eingefügt und nur zu einem kleinen Teil wieder zu erkennen.

Für die, die sich mit Internationalisierung, Lizensierung und Syndizierung und profitablem Wachstum auseinandersetzen, hier die Fragen an mich und die skizzierten Antworten etwas ausführlicher:

1. Was sind die wichtigsten Auslandsmärkte für deutsche Fachverlage derzeit - und in Zukunft? In welchen Auslandsmärkten erwarten Sie das stärkste Wachstum für die deutschen Fachverlage?

Die Fragestellung verlockt ein paar Highlights zu nennen, die en vogue sind, hohe Dynamik erwarten lassen und noch nicht anderweilig verteilt sind. Die Antwort würde dann unter anderem China und Indien lauten, man würde die Länder in Zentral-, Ost- und Südosteuropa nennen und vielleicht einige Staaten in Südamerika - natürlich immer abhängig von eigenen Themenfeldern und der jeweiligen Marktsituation.

Gestatten Sie, dass ich dies ein wenig nachdenklicher beantworte.

Gemessen an den wirtschaftlichen und politischen Wirklichkeiten sehe ich noch einen dringenden Nachholbedarf um mittel und langfristig zu bestehen in Westeuropa und USA ...

Auch jeder Fachverlag, jede Verlagsgruppe muss für sich entscheiden, ob und wenn ja welche Rolle man in 5, 10 oder 20 Jahren spielen möchte und spielen kann. Die Bedeutung von Ländergrenzen reduziert sich weiter, Regionen und globale Beziehung gewinnen an Bedeutung sowohl für die Werbetreibenden (sie zahlen bisher rund 50 % des Geschäftsmodells Fachverlage), deren tatsächlichen und präsumtiven Kunden, die Leser und / oder Nutzer der Fachmedien, die für die anderen 50 % der Finanzierung des Geschäftsmodells aufkommen.

In den Staaten stehen zurzeit einige interessante, wenn auch nicht gerade billige, Fachverlage und Verlagsgruppen zum Verkauf und das Klima für M & A heizt sich auf. Eine gute Zeit - für Fachverlage, bei denen die USA strategisch vorkommt - und die an der Neuerfindung der Rolle und Leistungserstellung von Fachmedien teilnehmen möchten.

Auch in Westeuropa gibt es für viele der deutschen Fachverlage Nachholbedarf um auch im neuen Binnenmarkt Europa eine der tragenden Rollen (in den jeweiligen Sektoren) zu spielen. Das ist zwar teurer als in „Emerging Countries“ aber dafür gibt für das Geld auch etablierte Substanz zu kaufen. Sowohl für die Anzeigenkunden als auch die Leser / Nutzerkunden sind die „Ländergrenzen“ und „Sprachgrenzen“ eher einschränkend, störend und man muss und wird mehr und mehr tun, um diese Grenzen zu ignorieren.

Parallel dazu werden strategisch ausgerichtete Unternehmen in Wachstums- und Zukunftsmärkte investieren um dort relativ preiswert, aber auch mit höherem Risiko sich auf diesen dynamischen Märkte Wachstum, Marktgeltung und Profit zu sichern.

Und damit bin ich wieder am Ausgangspunkt. Substanz und solides Wachstum auf der einen Seite und hohes Wachstum in den dynamischen Regionen Mittel- und Osteuropas (inkl. GUS) sowie Südeuropa, aber auch der Türkei und dem Mittleren Osten, in Asien natürlich in China und Indien, aber auch andere asiatischen Volkswirtschaften, die von der hohen Dynamik profitieren) und einigen Ländern in Südamerika.

2. Welche wirtschaftlichen Chancen und Perspektiven sehen Sie für B-to-B-Verlage speziell in Südosteuropa und China?

Wenn B2B Verlage nicht nur die eine oder andere Lizenz, Syndikation und / oder Kooperationen eingehen, weil die Werbekunden schon dort sind und ihre gute alte deutsche Fachzeitschrift vermissen, weil sich aus diesen Ländern jemand zufällig meldet oder weil man einen schnellen Versuch, ein paar zusätzliche Euros machen will, dann und nur dann sehe ich eine Perspektive und lukrative wirtschaftliche Chancen.

Ein Beispiel? Gerne, nehmen wir China:
Jetzt kann und muss ich entscheiden, ob ich als Fachverlag in meinem Marktfeld zukünftig, eine bedeutende Rolle einnehmen möchte, einnehmen kann. Über eine sog. Import-Lizenz mal so eben einen Titel auf den Markt zu werfen (und ein paar Euros von meinen Werbekunden abzugreifen) ist m. E. kein strategischer Schritt zum Aufbau einer profitablen Verlagseinheit in China, bringt nur einen sehr eingeschränkten Erkenntnisgewinn, macht meine Partner und Wettbewerber schlauer und gibt ihnen mehr Zeit ihr Know-how und ihren Wettbewerbsvorsprung aufzubauen.

Daher meine Empfehlung. Prüfen und Entscheiden, ob ein Engagement in diesen Ländern strategische gewollt und finanzierbar ist, dann die organisatorischen, finanziellen und fachlichen Voraussetzungen schaffen und dann innovativ, intelligent und professionell umsetzen. So gesehen, sind die Chancen und Perspektiven eines Engagements von Fachverlagen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa nach meiner Meinung sehr gut und stehen erst ganz am Anfang.

3. Wie hoch schätzen Sie den Auslandsanteil am Gesamtumsatz der deutschen Fachverlage?

Gut, dass Sie nach einer „Schätzung“ fragen. Eine zuverlässige Datenbasis und damit verifizierbare Aussage dazu gibt es ja nicht. Auch die in der letzten Woche veröffentliche Fachpresse Statistik 2004 beruht ja nur auf den „auswertbaren Antworten“ einer Umfrage der Mitglieder der Deutschen Fachpresse“ und wurde mittels eines unveröffentlichten Verfahrens „hochgerechneten“.

Zum Thema Auslandsaktivitäten steht im Bericht: In Prozent machen 81,7 % der Verlage (mit auswertbaren Antworten – Anzahl unbekannt) in irgendeiner Form und Höhe Auslandsumsätze (z.B. Vertriebserlösen, Anzeigenumsätze, Syndikation, Lizenzen), 26,8 % berichten von Kooperationen und 21,1 von Auslandstöchtern. Wenn die „Hochrechnung“ auf die ca. 550 Mitglieder erfolgte, würde das bedeuten, dass ca. 115 deutsche Fachverlage Auslandstöchter hätten – was m. E. nicht realistisch ist.

Im Schnitt der 550 Mitgliedsverlagen würde ich den Umsatzanteil (Anzeigen, Vertrieb, Lizenz, etc.) auf zwischen 5 – 8 % schätzen. Einige wenige Verlagen haben einen Anteil von 25 % und mehr, ca. zwei Dutzend schätze ich mit einem Anteil 12 % und mehr ein und es gibt aber auch viele Verlage, die mit ihren Auslandumsätzen deutlich unter 5 % liegen.

Also ein Mangelhaft bis Ungenügend, wenn man berücksichtigt, wie die zahlenden Kunden aufgestellt sind!

4. Erzielen die Fachverlage im Ausland höhere Renditen als im Heimatmarkt? Hat sich das in den vergangenen Jahren verändert? Gründe?

In den letzten Jahren sicher, da waren die Renditen in Deutschland ja total im Keller. Und es ist (auch unter Berücksichtigung der Investitionen und der Umsatzfinanzierung) vielleicht auch leichter im Ausland höhere Renditen zu erzielen, der Dynamik der Märkte, dem Wettbewerb, der schlanken Organisation, der Unbekümmertheit und Innovationsgeist geschuldet – die man auch braucht, den das Risiko ist natürlich auch ungleich höher.

Je nach Marktsegment und der jeweiligen Marktentwicklung wird das auch mittelfristig so bleiben. Beeinflusst von den gerade genannten Faktoren. Ändern wird sich das Verhältnis für die Fachverlage, die ihre Hausaufgaben gemacht haben und auch im Heimatmarkt sich mit Ideen und Innovationen wieder als geschätzte, nützliche, ja unverzichtbare Partner für Wachstum und Profit etabliert haben.

5. Werden deutsche Fachverlage in den kommenden Jahren nur oder überwiegend durch internationale Expansion nennenswert wachsen können?

Für jeden einzelnen Verlag sehe ich auch im Inland beste Chance (und Aufgaben, die für ein Überleben wichtig sind). Im Inland werden Verlage mit strategischen Positionen in erste Linie über Zukäufe und dann über dringend notwendige und gefragte Innovationen, neue Dienste und Titel wachsen. Im Gegensatz zu den Staaten ist das Fieber hierzulande aber noch nicht ausgebrochen, aber Anzeichen sind erkennbar.

Auch im Ausland ist das Feld für deutsche Fachverlage (noch) weit offen, da „baden ja viele erst einmal ihre Zehen“ und finden, könnte man meinen, dass diese Beschäftigung vor allem als Gelegenheit ein wenig von der Welt zu sehen.

Wo die besten Möglichkeiten für profitables Wachstum liegen, hängt wesentlich von den Marktfeldern ab, auf denen die einzelnen Verlage tätig sind und dort sowohl vom Markt, der Marktentwicklung und dem Wettbewerb.

Das vorausgeschickt, denke ich, dass die Verlage abhängig von ihrer Marktposition, ihren Potenzialen und Zielperspektiven sowohl im Inland als auch im Ausland nennenswertes Wachstum realisieren könnten und sollten.

6. Im Vergleich zu früheren Jahren: Gibt es heute mehr oder weniger attraktive Kauf- bzw. Beteiligungsoptionen im Ausland? Woran liegt das?

Im Moment gibt es wieder mehr attraktive Kauf- bzw. Beteiligungsoptionen. Ganz einfach, weil man den Silberstreif am Horizont zu erkennen meint, weil VC (Venture Capital) Positionen lange (für viele Investoren zu lange) gehalten haben und jetzt verkaufen müssen und weil Innovationen und die Veränderung in den Geschäftsprozessen, Informations- und Kommunikationsverhalten zu neuen Angeboten führen müssen und dafür frisches Kapital und Know-how gebraucht wird.

7. Ist der Einstieg in internationale Märkte tendenziell schwieriger (und teurer) geworden? Beispiele/Gründe?

Als ich damals die Internationalisierung eines großen deutschen Fachverlags geplant und mit einem kleinen Team umgesetzt habe (HEM: Vogel Medien Gruppe), gab es nur eine Hand voll US Verlage und nur wenige deutsche oder europäische Verlage, die systematisch den Einstieg und Ausbau in die internationalen Märkte betrieben haben.

Ein Beispiel? Gerne:
In Osteuropa hatte ich z.B. im Bereich von Computern nur mit IDG, am Anfang auch mit Ziff-Davis sowie je nach Land mit einem oder zwei starken lokalen Mitspielern zu tun. Gewonnen hat Vogel International das Rennen, weil wir nicht die deutsche CHIP exportiert haben, sondern Know-how exportiert haben und den ausschließlich lokalen Mitarbeitern und Management geholfen haben, die jeweils beste Computerzeitschrift des Landes zu machen. Und CHIP war in kürzester Zeit in allen Ländern MOE Marktführer (und ist es in den meisten Ländern noch heute.)

Gegen IDG’s Geld und Controlling von Boston konnten wir Know-how, Innovationen und hochmotivierte Mitarbeiter und Management einsetzen und gegen die lokalen Player Know-how, ein internationales Netzwerk und talentierte, selbstbewusste und engagierte Mitarbeiter, die es als Privileg angesehen haben, mit uns gemeinsam etwas zu schaffen.

Oder anders:
Es gab auch schon in den achtziger Jahren (deutsche) Verlage, die Millionen im Ausland verpulvert haben und dann "nur" mit einer Erfahrung reicher und ohne Produkt da standen. Die Idee, eine gute Vorbereitung, die Sorgfalt bei der Auswahl der Mitarbeiter, Partner und Berater und die gekonnte Umsetzung bestimmen den Erfolg - nicht in erster Linie von der Höhe des Budgets abhängig.

Es ist nicht wirklich eine Frage von früher oder zukünftig: der Stärke Wettbewerb, die Ziele und Bedingung sowie die zeitlichen Vorstellungen (und Notwendigkeiten) beeinflussen ganz wesentlich die Höhe es Budgets (mein geflügelter Spruch bei meinen internationalen Partner und Wettbewerbern war immer: Das machen wir intelligenter aber für die Hälfte (des Geldes).

Und man muss sich entscheiden, ob man reale Substanz kauft, die auch sofort Umsatzrendite bringt oder ob man etwas aufbauen will, was in der Zukunft profitables Wachstum bringen kann und das Zeug haben heutige „Brot- und Butter-Objekte“ zu ersetzen.

8. Zusammengefasst: Was sind aus Ihrer Sicht die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren, um international zu reüssieren?

- Man sollte einen Plan haben (und gute Produkte), die notwendigen Ressourcen bereitstellen, die organisatorischen Voraussetzungen schaffen und ausreichend Freiraum für eine situationsgerecht Entwicklung schaffen.

- Der Plan (Ziele & Ertrag) soll /muss mittel- und langfristig für den Verlag relevant sein.

- Das Angebot an Märkte und Partner muss auch mittel und langfristig attraktiv sein, die Ziele des Verlags & der Koop-Partner müssen kompatible sein und Aktivitäten sind von einer gegenseitigen Wertschätzung getragen.
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