Freitag, Mai 20, 2005

Der Optimismus der Fachmedien verlangt harte Arbeit

Horizont, die (von mir geschätzte) Fachzeitung für Marketing, Werbung und Medien, hat den Kongress der Fachpresse 2004 in Wiesbaden wieder zum Anlass genommen um in einem HORIZONT.NET Dossier und mehreren Beiträgen auf die Situation der Fachpresse in Deutschland einzugehen und die neuesten Statistiken zu präsentieren.

Zum Auftakt erschien bereits am 20 April der Beitrag "Fachverleger sind wieder optimistisch" in dem, ein deutlicher Rückgang der Erwartungen der Verlage, dem Tenor der Presseverlautbarung des Fachverbands der Deutschen Fachpresse folgend, als neuer Optimismus beschrieben wurde.

In den Zahlen der Fachpresse Statistik 2004 sehe ich einen Rückgang der Erwartung auf Besserung des Ergebnisses von 46 % auf 42 % !?

2004
46 % der Verlage erwarten ein besseres Jahr 2004 (gegenüber 2003)
55 % der Verlage hatten ein besseres Jahr 2004

2005
42 % der Verlage erwarten ein besseres Jahr 2005 (gegenüber 2004)

Glauben die restlichen Verlage, immerhin 58 %, dass sie vom Ergebnis her, schon dort angekommen sind, wo sie sich (und die Eigner) idealerweise gerne sehen? Oder, ist es eher so, dass die Verlage nicht so recht an das glauben, was sie für / in 2005 geplant haben und was und wie man es umsetzt?

Ich jedenfalls wünschte den Fachverlagen (und mir), dass die Zuversicht im Laufe des Jahres noch deutlich zunimmt und durch konsequentes und energisches Handeln dann auch realisiert wird. Es liegt noch ein hartes Stück Arbeit liegt vor uns!

Die Hoffnung stirbt zuletzt:
Die Fachmedien und ihr steigender Anteil am Werbekuchen

Norbert Rüdell schreibt im Editorial (Horizont 20/2005) das die Wachstumschance der Fachmedien in mehr Transparent liegen und das gerade jetzt die Chancen gut seien, um den Anteil am Werbekuchen (wieder?) zu erhöhen. Ob das die Werbekunden auch so sehen?

Damit keine Missverständnisse aufkommen, Leistungsnachweis und Transparent sind auch nach meiner Meinung wichtig und ausbaufähig, aber ich würde beides eher als "strenge Nebenbedingung" ansehen, für einen Nutzen, den die Fachmedien dringend für ihre Leser / Nutzer und ihre Werbekunden mehren müssen. Der Anteil am Werbekuchen nimmt auch deshalb stetig ab, weil Leser von Fachmedien ihr Informationsverhalten, ihre Kommunikation, ihre Arbeitsprozesse, usw. grundlegend verändert haben und Fachmedien dies nur sehr eingeschränkt nachvollzogen und noch seltener überzeugend unterstützt haben ... mehr.

Doch nun zu den Zahlen - die auch zeigen, dass einige Verlage und Fachmedien ihr Geschäft besser verstehen als andere. Wie in den vergangenen Jahren bietet Horizont in der Ausgabe 20/2005 ihren Lesern wieder interessante

Top50 und Top10 Listen und Statistiken

Die Top-50-Titel der deutschen Fachpresse

Die Top Ten der Fachmedienhäuser nach Bruttowerbeumsatz

Die größten Fachinformationsanbieter weltweit

Ausgewählte Segmente der Fachpresse im Werbetrend


Mehr zur Fachpresse Statistik 2004 siehe auch Eintrag 3. Mai 2005