Sonntag, April 23, 2006

Bruttowerbeumsätze 2001 - 2005: Allg. Industrietitel minus 28,1 %

Beruhend auf Verlagsangaben (s.u.), brutto,
ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung


Es fällt auf, dass in der Kategorie der 'Verlierer' im Kampf der Fachpresse um geneigte Werbekunden, eine Titelkategorie besonders hart getroffen ist: die Kategorie 'Allgemeine Industrie' (nachstehende Tabelle auf der Basis der Top 4)

MM Maschinenmarkt (Vogel Business Media)
Industrieanzeiger (Konradin Mediengruppe)
Produktion (Verlag moderne industrie)
Scope (Hoppenstedt Bonnier Zeitschriften)



Liegt es (nur) am Markt (dort stiegen aber die Marketingausgaben, nur der Mix hat sich zu Ungunsten der Verleger entwickelt)?

Liegt es (nur) an den Verlagen und ihren Managern (verlorener Markt- und Kundennähe, fehlendem verlegerischem Gespür und Geschick, Kostenmanagement statt Innovationsmanagement?)

Oder nur einfach daran, dass sich beide Seiten nicht mehr so recht verstehen, wenig voneinander wissen oder gegenseitig kein Potenzial für Lösungsangebote zu einem profitablen Wachstum sehen?

Ansätze für eine neue Erfolgspartnerschaft sind gefragt - aber dazu müssten sich in den Verlagen die Medium-Agnostiker durchsetzen, die anbieten was (wann und in welcher Form) gebraucht und nachgefragt wird und nicht was man kapazitätsauslastend, kostengünstig und profitabel produzieren kann.


Zum Vergleich noch einmal die Gesamtentwicklung der Fachmedien nach den Angaben der Deutsche Fachpresse 1997 - 2004 (die Zahlen für 2005 gibt es wohl erst wieder Ende Mai, vielleicht auch ein Hinweis darauf, wie man dort 'mitten im Leben' steht).



Ein Lichtblick:
Das Motto des Kongresses der Deutschen Fachpresse 2006
'Von der Print- zur Medienmarke' 30. - 31. Mai in Wiesbaden, im Kurhaus

Möge die Kur anschlagen!

Quellen: Deutsche Fachpresse, Horizont, w&v

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