Samstag, Juni 03, 2006

w&v berichtet: Fachpresse macht Online Profit

aus w&v Ausgabe 21/2006 Seite 55 (ld) - Lothar Derichs (?)

"Die Internet-Angebote der Fachverlage sind immer seltener ein Zuschussbetrieb. Zwei Drittel werfen inzwischen Gewinne ab [...]" so eine FIPP Studie

(hier im Weblog 18- Mai-2006)

Ein Blick in die Methodenbeschreibung zeigt, dass sich an dieser Studie weltweit 46 Website (Onlinesites von B2B Magazinen) beteiligt haben. 30 der Teilnehmer (aus 15 Ländern) haben der Veröffentlichung ihrer Teilnahme zugestimmt.

Aus den 30 benannten Teilnehmern kamen zwei (das ist auch die durchschnittliche Teilnahmezahl aus anderen Ländern, 30 geteilt durch 15) aus Deutschland:

- Wirtschaftsverlag
- Verlag Neue Wirtschafts-Briefe GmbH & Co. KG

wie viele der (oder ob alle anderen) 16 Teilnehmer aus Deutschland stammten ist nicht bekannt und vielleicht auch nicht so wichtig ... da es ja für eine Teilnahme an der Studie eine Vorbedingung gab: Teilnehmen durften nur Verlage, die ihre eingereichte Website als ein erfolgreiches Onlineangebote einstuften.


Guy Consterdine -Marketing und Research Consultant - der das Paper im Auftrag der FIPP erstellt hat, schrieb mir dazu (21-Mai-2006):

[…] its objective was simply to examine successful websites and learn something about how success was being achieved. It was not an objective to deal with all websites, and the report explicitly states that it should be not taken as being representative of all b2b websites [...]

So weit, so gut. Auch wir nehmen an, dass die Fachpresse heute Online mehr Profit macht als vor vier Jahren, aus der Studie hochrechnen lässt sich das allerdings nicht.

Beruhigen können (sollten) diese Angaben aber niemand. Nicht der in der Statistik der Fachpresse 2005 ausgewiesene Anteil der Umsätze aus Webangeboten und Services in Höhe von 2 %, noch die die Tatsache, dass mehr Website profitabel sind.

Wirklich profitabel werden Webaktivitäten der Verlage, wenn Sie den Umsatz- und Gewinnrückgang aus dem klassischen Geschäft mindestens ausgleichen oder übersteigen.

Und weil der Ausgangspunkt zu diesem Posting das Magazin w&v war, lassen Sie uns beispielhaft anschauen was w&v auf die Beine stellen müssten, um die Umsatzrückgänge 2001 - 2005 auszugleichen: Satte 30,5 % !

Anzeigenentwicklung 2001 - 05: Fachmedien Kommunikation u. Marketing
(nur Anzeigen brutto, nach Verlagsangaben)


Mit solchen heren Zielen, lohnt sich das Anpacken doch ...