Mittwoch, Juli 25, 2007

Der karge Lohn schöpferischer Arbeit



Quelle: Gowers Review of Intellectual Property

Die Grafik zeigt am Beispiel Musik-CDs ...
Statt dem Urheber / Schöpfer von Werken "besser zu bezahlen" scheint es der Industrie gelungen zu sein bei digitalen Werken und digitalem Vertrieb ihren Anteil an den Umsatzerlösen deutlich zu erhöhen. Jedenfalls in England. Und jetzt warte ich darauf, dass jemand aufsteht und kommentiert, dass dies in Deutschland anderes sei ...

mehr / via Robert Basic: Was Musiker "verdienen"

Gerade selbst 'erlebt':
Ich will bei einer deutschen Regionalzeitung Fotos für den privaten Gebrauch bestellen, die ein Fotoreporter für einen Betrag zur Eisernen Hochzeit meiner Eltern gemacht hatte. Aus der Antwort:

Eine Überstellung per E-Mail kostet 20,00 Euro je Bild.
Ein Fotoabzug in der Größe 13x18 cm kostet 5,00 Euro, in der Größe 18x24 cm 9,00 Euro.

Warum eine 'Überstellung per eMail 20 Euro und ein Fotoabzug und Zusendung per Post 5 bzw. 9 Euro kosten soll, kann ich nachvollziehen.

Trotzdem, wenn der Verlag geantwortet hätte, bei einer digitalen Kopie erhält unser Fotograf Thomas Obermeier 10 Euro und bei Zusendung eines Papierabzugs 0 Euro (wg. der Kosten für Abzug, Versand, usw.) hätte ich bestellt, so aber bleiben die Fotos im Archiv.

Meine Meinung:
Ich denke, man kann den Käufern/Nutzern von schöpferischen Werken erklären, dass es ein Gebot der Fairness ist, den Urheber zu 'bezahlen'. Wenn aber in der Herstellung und Vertrieb 90 % (und manchmal mehr) hängen bleiben, dann braucht man sich nicht wundern, dass immer mehr 'Freiwillige' Herstellung Marketing und Vertrieb übernehmen , vielleicht sollte die Musik- und Medienindustrie für dies externe Dienstleistung ein angemessenes Entlohnungsmodell entwickeln?!