Dienstag, August 14, 2007

Jochen Kalka's Diagnose zur Print-Werbehemmung der deutschen Werbewirtschaft

Da boomt die Wirtschaft, doch die Werbung läuft nicht so richtig an - anders als in Großbritannien, Spanien oder Italien etwa, wo die Werbegelder wieder kräftig fließen ... liegts an den Medien, liegts an dem saisionalen Preisschema, sind die Medien zu teuer geworden?

Nichts von alledem, springt Chefredakteuer (und Printmann) Jochen Kalka seiner Zunft bei, die irrenden Werbetreibenden 'verweigern' den Medien und insbesondere den in Deutschland verwöhnten Printmedien (Nielsen, ZAS), ihren angestammten Anteil am Wirtschaftsboom aus Dummheit, Ignoranz und Ziellosigkeit.

Jochen Kalka schreibt in seinem Editorial 'Boom mit Werbe-Lähmung' (media & marketing 7/2007):

"Der Grund (für diese Verweigerung) scheint vielmehr darin zu liegen, dass Werbungstreibende und Planer immer zieloser in der Gegend herumwerben. Um zu experimentieren. Mit sonderbaren Werbeformen, die überhaupt nicht in einer Kampagne eingebettet sind. Oder mit auffälligen Einzelaktionen, Events, teuren Mailings oder skurilen Sponsorings, etwas, um die Welt zu zu retten ..." usw.

Ist das "Kunden"-Beschimpfung ... in einer 'frühen' Phase der Erkenntnis, dass Privilegien nicht ewig halten?

Merke:
Wenn Du bei einem Lösungsansatz zu sehr an dich selbst denkst, wirst Du schnell zu einem wesentlichen Hindernis bei der Lösung des Problems