Montag, Oktober 22, 2007

Paid Content - ein Auslaufmodell für Verlage?

unter dieser Überschrift verrät Alexander von Reibnitz (VDZ) bei textintern dazu passende Ergebnissse aus der im Sommer 2007 vom VDZ in Kooperation mit KPMG und LMU durchgeführte Studie zum Thema 'Geschäftsfeld Internet bei Verlagen'. Die Ergebnisse sollen auf den Medientagen München (7. - 9. November 2007) vorgestellt werden:

1. Verlage sehen geringes Potenzial für Paid Content

-> Vielleicht liegt es am Begriff Paid Content. Vielleicht war Paid Content auch bisher kein valides Geschäftsmodell. Viele Nutzer von Zeitungen und Magazinen abonnieren / kaufen ja nicht den "Content" sondern das Medium auf der Basis von Erfahrungen, Anscheinsvermutungen und/oder Konvinienz. Und so wie jemand für seine "Morgenzeitung" Geld ausgibt, geben Onliner & Mobiler jede Menge Geld für den Zugang über die jeweiligen Medienkanäle aus. Der Unterschied ist nur, dass dieses Eintrittsgeld nicht bei den Verlagen ankommt, weil sie zu lange gepennt haben.

2. Die Verlage in Deutschland setzen stark auf Online-Werbung

-> Wenn man sich einmal anschaut, wie sich das Aufkommen von Onlinewerbung zusammensetzt (OVK Prognose 2007) , stellt man schnell fest, dass auch hier Verlage eher nicht die Vorreiterrolle spielen und nur unterdurchschnittlich und selektiv partizipieren. Und wenn man sich so anhört, was und wie Verlage, ihre Anzeigenmanagement und Kundenberater ihr 'Inventar' so anbieten, kommt man schnell zu der Empfehlung, vielleicht nicht darauf setzen, sondern was dafür und für die Interessen der Kunden und deren Kunden tun.

3. Schuld ist der immer nur der tatsächliche oder präsumtive Kunde

"Der wichtigste Grund für die verhaltenen Erwartungen ist die nach wie vor geringe Zahlungsbereitschaft der (privaten) User für Inhalte im Netz. Die bisherigen Untersuchungen des VDZ belegen eindeutig, ...

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VDZ Studie: Verlage setzen auf neue Erlösquellen