Sonntag, Januar 20, 2008

W&V: Wie korrupt ist die Mediabranche

eine Fragestellung, die das führende Branchenblatt (Eigenaussage) der Branche, angesichts der Ermittlungen gegen Jürgen Blomenkamp (GroupM), Michael Bohn (ZenithOptimedia), Peter Christmann (ProSiebenSat1 i.S. SevenOne Media), Marianne Dölz (Initiative), Florian von Hornstein (Mediaplus), Manfred Kluge (Omni Mediagroup), Martin Krapf (IP Deutschland, RTL), Alexander Ruzicka (Ex-Aegis) ... sicher zurecht stellt und in der aktuellen Ausgabe 03/2007 Seite 14ff eine Bestandsaufnahme versucht.

Nun der W&V (Süddeutscher Verlag) ist Teil der Medienbranche und lebt wohl auch von ihr und ihren Handlungen [Disclosure: das gilt zum Teil auch für mich] und da ist es ein wenig schwierig, objektive Bestandsaufnahme und Analyse zu betreiben? Jedenfalls wird die Rolle der Printmedien in diesem 'Spiel' nicht so recht gewürdigt.

Doch halt, es gibt ja Stefan Krüger (Baujahr 1968), Chefredakteur bei W&V, der im Editorial der gesamten Branche bescheinigt, dass

"deren Zweck weitgehend allein das [im] Aushandeln ebenso fantasievoller wie millionenschwerer Rabatt-Deals besteht ..."

[da werden sich die Mediaschaffenden Deutschlands sicher alle wieder finden ... und endlich verstehen warum und wofür sie arbeiten] und fordert für die Handelnden eine 'neue Rechtssicherheit'.

W&V Wie korrupt ist die Mediabranche?