Freitag, Februar 08, 2008

Die W&V Story: Was Berater in Verlagen wirklich bewirkt haben

Gregory Lipinski und Sigrid Eck berichten in W&V Werben & Verkaufen 5/2008 über dass was Medienunternehmen jährlich für Berater ausgeben (knapp 1 Mrd. Euro jährlich), was die Verlage sich von den Beratern erhoffen / erkaufen wollen und was die Top-Berater abliefern. Die Headline der Titelstory 'Gerufen, gebraucht und gefürchtet' vielleicht ein erster Hinweis auf die Ambivalenz in den Nöten, Erwartungen, Gefühlen und Ergebnissen?

Die von Gregory Lipinski recherchierten Fallbeispiele aus den letzten 4 plus Jahren:

Schickler-Gruppe, Kompetenzcenter Medien
Wahlspruch: Wir liefern Lösungen, nicht Papierberge

- Frankfurter Rundschau

Resultat:
Der harte Sanierungskurs trug schnelle Früchte und der Verlag baute die Verluste und 300 Vollzeitmitarbeiter ab. Dadurch erst konnte die SPD Medienholding sich von einem großen Teil ihrer Anteile trennen. Schickler half auch die Einnahmenseite zu verbessern, z.B. durch Leserreisen und Buchreihen.

- GWP

Resultat:
Die Idee der neuen Organisationsstruktur 'Entscheider Marketing 3.0' stammt von den Beratern, die auch die Umsetzung begleitet haben - eine extrem positive Resonanz auf Kundenseite.

- RMS

Resultat:
Es ist noch zu früh für ein Ergebnis, man ist aber hoffnungsvoll.

Booz Allen Hamilton

- Gruner + Jahr

Resultat:
Es wurden Einsparpotentiale gefunden. Abläufe wurden gestrafft, Strukturen vereinfacht und Aufgaben nach Schwerin ausgelagert.

Roland Berger

- Axel Springer

Resultat:
266 Arbeitsplätze können abgebaut werden (soll bis spätestens Mitte 2009 'realisiert' sein) und damit die Gemeinkosten reduziert werden.

Kirchner + Robrecht

- Evangelischer Pressedienst EPD

Resultat:
Die Kommunikation zwischen Redaktion und Produktion wurde deutlich verbessert und die Qualität der Produkte erhöht. Neue Kunden wurden gewonnen und auch die Kostensituation hat sich positiv entwickelt.

- Tivola

Resultat:
Die Kostenseite wurde 'abgeklopft'. Neue Bücher und PC-Spiele um die Märchenprinzessin Lillifee wurden entwickelt. Seit Projektbeginn 2004 schließt das Unternehmen in 2007 zum ersten Mal mit einer schwarzen Null ab und auf einen Gewinnkurs zu.

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Das waren Sie also, die W&V Top-Results der führenden Unternehmensberatungen und Beratungsaufträgen aus den letzten 4 Jahren (im Gegenwert von 4 Mrd. Euro). Sind damit die Unternehmen auf "Vordermann" gebracht, damit für die Zukunft gerüstet? Übrigens, die 'Zukunft' ist bereits da, und die Verlage ...?

Zugegeben, auch ich bin sicher, da muss doch mehr gewesen sein. Und trotzdem, wenn Sie etwas erreichen wollen, was für Sie, für Ihren Verlag wichtig ist, vielleicht versuchen Sie es einmal ganz anders! Kontakt