Sonntag, Februar 17, 2008

Leben Printmarken im Netz weiter?

Glaubt Torben Waleczek (Tagesspiegel 16-Feb-2008) an das Weiterleben von Printmarken in einer zweiten (besseren?) Welt oder jedenfalls an einen Jungbrunnen für abgehalfterte Printmarken?

Brockhaus (bifab), Max (Burda) u.a.

Meine Meinung:
Heute muss man seiner Reputation nicht mehr Schaden zufügen meinen viele Verlagsmanager, wenn eine Publikation eingestellt werden soll, werden muss. Falls der Titel auf zu wenig Interesse stößt, man keine zündenden Ideen für einen Relaunch hat und/oder er einfach unwirtschaftlich ist, stellt man die Printmarke nicht ein, sondern verkündet (im Trend der Zeit) 'Jetzt neu, Online only' und 'schreibt die Marke ins Netz'. Allerdings, ob es sich dann dabei um ein verbessertes Angebot und Nutzenversprechen für die geneigten Leser/User handelt oder doch eher um ein Perma-Obituary, ist nicht immer auf den ersten Blick zu unterscheiden.

Wer sich ernsthaft mit dem Thema, mit dieser Aufgabenstellung beschäftigt weiß, dass der Transfer einer Marke jede Menge Grips, Geld, Zeit und Geduld kostet ... und nicht immer gelingt. Es fängt schon damit an, dass man eine Printmarke gleich auf die ziemlich bescheidenen Anfänge Online & Mobil aufklebt und das Markenbild im Hirn des Leser/Users erschüttert ... statt ihr und den Lesern / Usern (ja auch Anzeigenkunden) Zeit und Raum zu geben sie erst als Medienmarke zu erleben und umzuwerten.