Mittwoch, Mai 28, 2008

Das Geheimtreffen der deutschen Fachpresse im Kurhaus geht weiter

Wenn der Kongress der deutschen Fachpresse in USA stattfinden würde (ausgerichtet vom Schwesternverband der Deutschen Fachpresse , der american business media , dann gäbe es heute morgen zu Begrüßung, zum Morgenkaffee und im Internet schon das zweite pPaper und ePaper (im Internet) mit den Themen und Diskussionen des Kongresses, aber wir sind ja in Deutschland.

Wie wir von einer/m 'embedded Journalist' aus dem gut abgeschirmten Zentrum der Tagung erfahren konnten, hat gestern die aus der Schweiz angereiste Miriam Meckel für alle Beteiligten eine beruhigende 'Entwarnung' im Gepäck. Sie empfahl (nach Angaben unseres Informanten) erst einmal ganz in Ruhe zu prüfen, wer der Beteiligten am Business-Modell Fachverlag welche Prozesse (und wie) beeinflusst und ob man nicht auch ganz gut ohne den jeweils anderen auskommt. Eine Entschleunigung der Schweizer Art, sozusagen.

Folgende Statements wurden uns zugespielt. Allerdings haben wir die Befürchtung, dass Miriam Meckel / uns und damit ihnen das ein oder andere Statement untergejubelt wurde, um sich selbst treu bleiben zu können.

Wer kann uns helfen Original und Fälschung zu erkennen?

1. Die unabgesprochenen, einseitigen Veränderungen im Verhalten der Leser-, Autoren- und Anzeigenkunden bedrohen das Kerngeschäft der B2B Verlage nicht wirklich. Falsch oder richtig?

2. Das Businessmodell der Fachverlage bedrohen die Geschäfte von Industrie, Handel und Handwerk nicht wirklich anhaltend. Es gibt heute attraktive und effektive Wege die Defizite in den Leistungsangeboten von Fachverlagen kostengünstig auszugleichen'. Falsch oder richtig?

3. Die Fachverlage sollten sich nicht verrückt machen, Autoren, Leserkunden und Anzeigenkunden sind geborene Assets von Fachverlagen und denen, die das anders sehen bzw. die sich in einer solchen Rolle nicht wohlfühlen, braucht man nicht nachweinen. Falsch oder richtig?

4. Autoren, Leser- und Anzeigenkunden brauchen sich keine Sorge um das finanzielle Wohlergehen seiner (ehemaligen) Partner zu machen. Dort wo sich Verlagsdienstleister nicht selbst bewegen, kommen neue Dienstleister und Partner, manchmal sogar mit erfrischend innovativen und kooperativen Ideen und Modellen. Falsch oder richtig?

5. Verlage sollten mal prüfen, ob neuartige Verhaltensweisen der User im Netz wie Interaktivität, Social Networking, Visualisierung, bei maßgeschneiderten Angeboten für Leser, Anzeigenkunden und Autoren irgendwie berücksichtigt werden können, dabei aber aufpassen, dass sie sich deswegen nicht 'verbiegen' und vom rechten Pfad abkommen. Falsch oder richtig?

Für den entscheidenden, sachdienliche Hinweis, der hilft, die Originalstatements zu rekonstruieren, setzen wir 1/2 Strategie-/Beratungstag zur Belohnung aus (den Rechtsweg zur Erlangung einer Belohnung schließen wir hiermit ausdrücklich aus).

Hier können Sie nachhören, was Miriam Meckel in Wiesbaden tatsächlich gesagt, bzw. nicht gesagt hat ... Video