Donnerstag, Mai 29, 2008

Jobvermittlung in Deutschland - Nutzung und Erfolgsquoten

Das Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 28.5.2008 hat am 28. Mai die folgende Statistik veröffentlicht. Der Tenor der nachfolgenden Berichterstattung "das Comeback der Anzeigen in Tageszeitungen" im Stellenmarkt und das bezog sich auf die Feststellung, dass bei der Befragung (Ende 2007) 24 % angegeben hatten, den Stellenbewerber (auch, wg. Mehrfachantworten) mittels Zeitungsinseraten gefunden zu haben. 3 Jahre früher, in 2004 hätten nur ca. 20 % als Weg angegeben.

(Frage: Gibt es heute noch Zeitungen in Deutschland, die Ihre Stellenanzeigen nicht auch online stellen? Und warum machen (fast) alle Tageszeitungen das? )



Keinen Aufschluß darüber gibt (die veröffentlichte) Statistik darüber, welche Art der Stellen vermehrt, gleich oder reduziert via Zeitungsanzeigen besetzt wurden (höher Qualifizierte, Spezialisten, Management, Angestellte, Arbeiter, Verkäufer, Teilzeit, oder ..) und mit welchem Zeit und Kostenaufwand das verbunden war.

Vor rund 15 Monaten hatten wir hier einmal eine Studie von Booz Allen Hamilton vorgestellt, die (für die USA) ein etwas detailiertes Bild zeigte. Ich würde mir wünschen, dass die nächste Statistik in 2010 in dieser Hinsicht noch aussagefähiger wird. Zum Beispiel wie sieht das bei Spezialisten aus: Inserat in Tageszeitungen vs. Spezialisten-Jobbörse im Internet; wie bei bestqualifizierten Leuten Jobbörse vs Social Networks.

Hier noch einmal die Zahlen aus der BAH Studie:

5 % der Stellenbewerber für Neubesetzungen kamen über Zeitungsanzeigen
51 % der Stellenbewerber und die best-qualifizierten kamen über Stellenangeboten, der eigenen Website und Empfehlungen von eigenen Mitarbeitern
21 % der Stellenbewerber kam über Job-Börsen für höher qualifizierte (corporate employment Web)
15 % der Stellenbewerber kamen über allgemeine Job-Börsen im Web
6 % der Stellenbewerber über Nischen-/Spezialisten Job-Börsen im Web
5 % der Stellenbewerber kamen über Social Netzwerk Sites im Web