Donnerstag, Mai 22, 2008

Mathias Döpfner: Zur Zukunft von Print & Profit

Mathias Döpfner hat es nicht einfach. Ausflüge enden nicht immer dort wo man gerne hin will (u.a. TV, PIN Group, goFeminin). Doch Unternehmertum hat ja ursächlich etwas mit 'unternehmen' zu tun und so sind weitere Risiken einzugehen. Sprudelnde Erlöse im Bereich Print und das gute Verhältnis zu Frieda Springer sichern Mathias Döpfner (bisher) den Freiraum für solche Unternehmungen und den Job.

Judith Wittwer hat Mathias Döpfner (MD) für Tagesanzeiger.ch interviewt (via medienlese.com von 6-vor-9 Ole Reißmann)

Lohnt es sich noch in Print zu investieren?

MD: "Natürlich! Die berechtigte Sorge um den Strukturwandel unserer Branche darf nicht zur Fehlinterpretation führen, dass die gedruckte Zeitung oder Zeitschrift von gestern sei. Wir dürfen aus Angst vor dem Sterben nicht Selbstmord begehen, die Identitätskrise nicht mit Totsparen überwinden. Axel Springer wird auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die grössten Renditen im Printgeschäft erwirtschaften." ...

Auch bei Bild bröckelt die Auflage ...

MD "Und die Rendite steigt Jahr für Jahr, nun schon zum fünften Mal auf einen historischen Höchststand. Hinzu kommt: Wir verdienen mit Bild.de seit vier Jahren gutes Geld. Eine sinkende Auflage einer bestehenden Zeitung beunruhigt mich erst, wenn wir im Online nicht mehr Reichweite dazu gewinnen, als wir im Print verlieren." ...

und zur Bedeutung und Zukunft von Gratiszeitungen

MD: " Ich kenne die Erfolgsgeschichte der Schweizer Gratiszeitungen wie «20 Minuten». Dennoch halte ich sie für ein Übergangsmedium zwischen gedruckter und digitaler Welt ohne langfristige Zukunft. Die Gratiszeitung verzichtet auf Erlöse aus dem Abonnement- und Kioskverkauf, anders als Onlineangebote bleiben die Papier-, Druck- und Verteilkosten aber bestehen. Gespart wird bei der journalistischen Qualität." ...

das vollständige Interview hier

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