Samstag, Juni 21, 2008

Deutsche Fachpresse Yellow Paper: Der Relaunch von Fachmedien

verfasst von (dem geschätzten Kollegen) Winfried M. Ruf (60) und herausgegeben von der Kommission Redaktion bei der Deutschen Fachpresse: 25 Seiten, pPapier, Preis für Mitglieder 19,80 Euro, Nicht-Mitglieder 39,80 Euro.

Eines vorweg, für alle die das 3x3 Konzeptverfahren nicht kennen, oder deren Erfahrung mit Winfried Ruf und seinem 3x3 Verfahren schon länger zurückliegt - uneingeschränkt empfehlenswert, eine "Investition" die sich sicher lohnt, ob die 'relative einfache Anleitung' den Prozess wirklich einfacher, da habe ich so meine Zweifel. Aber warum sollte / könnte eine Relaunch etwas Einfaches sein, da müssen so oder so Könner ran.

Winfried Ruf hat seine Erfahrungen u.a. in 14 Jahre bei WEKA, zunächst als Verlagsleiter, dann als Geschäftsführer gesammelt und ab Anfang der 90er Jahre 'Generationen von Verlagsleuten' (u.a.) mit dem von ihm entwickelten und weiterentwickelten 3x3 Verfahren geimpft. Die Dienstleistung bietet er (u.a.) auch heute noch über sein Fachmedien Institut in Mering an.

Zum Inhalt
Im ersten Teil wird definiert, was im Rahmen des Papers unter Relaunch verstanden werden soll. Dann folgt eine ausführliche Anleitung zur Anwendung des 3x3 Verfahren bei der Entwicklung eines Relaunchkonzepts. Im dritten Teil erfolgt eine Anleitung zur Steuerung und den Instrumenten eines Relaunchprozesses (das ist sehr praxisbezogen und meiner Meinung nach ein wenig weit weg wie Verlage heute arbeiten bzw. arbeiten könnten). Im vierten Teil geht Ruf dann mit dem geneigten Leser ein Relaunch Fallbeispiel (M&T Metallhandwerk) durch um dann noch kurz sein Modell des Medienkranzes und der Medienmarke vorzustellen. Dazu kommt noch ein Glossar und die 3x3 Formblätter zum Leser- bzw. Werbe-Markt.

Wenn man dieses Modell (oder ein anderes) erstmals anwendet ist es sicher vorteilhaft, sich externer Beratungs- oder Coaching-Kapazität zu bedienen (siehe oben, z.B. Fachmedien Institut); sonst funktioniert am Ende zwar das Modell, aber der Relaunch am Markt kommt nicht zum Fliegen.

Man merkt auch ein wenig, dass das Paper auf vielen Projekten und Schulungen beruht. Warum soll ein solcher Relaunchprozess 1 Jahr oder länger dauern? Warum endet der Relaunch mit der (Neu-)Vermarktung - wo wir doch alle schon erfahren haben, dass Konzept - Implementierung - Fertig in der Praxis nicht funktioniert? Warum sollen sich die Beteiligten in die Köpfe der Kunden hineinversetzen (wie wirklichkeitsnah ist/wird das), statt diese in den Prozess einzubeziehen? Warum verliert man kein Wort über aktuelle Hilfsmittel der Zusammenarbeit? Warum geht Ruf hier noch von dem "alten" (schon damals falsch verstandenen) Rollenverständnis aus, dass der Verlag der Mediator zwischen den Leser- und Werbe-Kunden ist und seine Aufgabe "nichts anderes (ist) als bei der Information behilflich zu sein." ...

Wie schon gesagt, die 'Schutzgebühr' und die Lese- und Verstehen-Zeit ist gut angelegt ... in der Praxis sollten dann, dies ist jedenfalls meine Erfahrung, in allen Phasen jeweils mehrere Methoden 'abrufbar' sein, um die Beteiligten zu unterstützen und die Prozesse zielführend voranzubringen.

Kaufen kann man das Yellow Paper Relaunch per eMail bei seiring (at) deutsche-fachpresse.de

P.S.
Auch ich (via mcc consulting) und Partner von eMartin.net bieten Relaunch-Begleitung und/oder Training and Coaching von Relaunch und Projektentwicklung in Deutschland und International an.