Sonntag, September 28, 2008

Verlagsgruppe Handelsblatt: Laurence Mehls musste gehen - die gewählte Schlagzahl reichte nicht für einen Sieg

Jetzt ist Dr. Tobias Schulz-Isenbeck (seit 2005 Leiter Controlling und M&A/Prokurist der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck) Sprecher der Geschäftsführung ... nomen est omen? Funktion gleich Programm?

Zum 1. September 2006 sind die beiden gemeinsam angetreten und zogen 14 Monate später folgend Bilanz: (Meine Zusammenfassung des w&v Interviews damals)

"Wir haben viel Aufräumarbeiten machen müssen, mit den Ergebnissen sind wir (grundsätzlich) zufrieden, demnächst machen sich Synergien bemerkbar und die Bitte "bleiben Sie gespannt was Sie von uns 2008 ff erwarten können" (insbesondere Online). Ob auch Stefan von Holtzbrinck zufrieden ist, steht nicht da."

Doch die vorgelegte Geschwindigkeit (von nicht allzu ambitionierten Geschäftsplänen) reichte nicht um Boden gut zu machen. Schlimmer noch, der Markt bewegte sich weiterhin deutlich schneller als die Handelsblattgruppe ... dazu kommt jetzt noch die Finanzkrise und der Abschwung und die Fortsetzung, Verschärfung der Branchenstrukturkrise ...

Ich fürchte, mit (deutschem) Controller-Selbstverständnis gibt es da auch in Zukunft keine die Beteiligten zufriedenstellende Lösung. Vielleicht sollte die Printleute bei Holtzbrinck Philip Meyer's 'The Elite Newspaper of the Future' lesen (und danach handeln) und im Bereich die Dienstleistungen, Online und Mobile mit ihrer Klientel ein Feuerwerk der Ideen zünden, von Angeboten die in 3 Monaten (und nicht in 9 Monaten oder 24 Monaten) live gehen. Aber auch bei Holtzbrinck hört (und bezahlt) man lieber die Berater, die da sagen, das wird schon nicht so schlimm ... einfach Kurs halten und durch.