Samstag, Juni 13, 2009

remix09 - mein Resümee Tag 1

Interessante Leute, Gesichter von Leuten, die man offline oder online irgendwie kennt, mit denen man über Blog, Netzwerke, Twitter, Events schon Kontakt hatte, aber auch Leute, die sich als Nutzer outen und/oder die man sich freut kennenzulernen.

Für mich war bisher (am ersten Tag) der Erkenntniswert ungenügend, die Zustimmungsfähigkeit zu den Aussagen befriedigend und die Relevanz gerade noch ausreichend

Lob auch an den Veranstalter. Hat alles bestens funktioniert - jedenfalls die Menschen - und Danke für die Planung Ausrichtung der remix09.

Das Podium mit Bernd M. Michael, Gregor Stemmle (FF-Link) und Stefan Tweraser (Google)
wurde moderiert von Mark Pohlmann - kurzfristig eingesprungen, wenn ich das richtig verstanden habe - und als wäre es nicht schon schwer genug Bernd Michael zu bändigen, wies er den Protagonisten auch noch Rollen zu, die zur Bewältigung und Auflösung des/eines Spannungsfelds eher hinderlich sind. Zwei Patienten Markenwerbung und Medien, sowie einer auf Drogen ... wer wofür Stand verrate ich hier einmal nicht, aber am Ende hat auch keiner der Teilnehmer diese Rollenzuweisung für sich akzeptiert.

Die Diskussion
Share Economy, Collaborative Marketing, Radical Individualism
- Markenführung im Spannungsfeld zwischen Klassik und Online, Stabilität und Individualisierung, Kontrolle und Partizipation

steht auch Online zur Verfügung, deswegen nur kurz meine Einschätzung: Gregor Stemmle hat aus meiner Sicht am wenigsten zum Thema gesagt (vielleicht hat er die Lernunwilligkeit der Medien in seinen Beratungsjob hinüber gerettet. Vielen (nicht gerade neuen und/oder originellen) Aussagen von Bernd Michael könnte ich zustimmen, die Relevanz und der Erkenntnisgewinn zu diesem Thema war eher gering und Stefan Tweraser Beiträge waren hatten einen Erkenntniswert und Relevanz - wenn auch nicht sehr spezifisch zum Thema. Interessant sein Beitrag, das die Suchspalte von Google (Adwords) zum Branding Wesentliches beitragen könnte. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin welcher Mehrwert durch die Suche mit Google beim Suchenden entsteht und welchen Aufschlag er dafür gegebenenfalls zahlen würde.

Dieses Podium lässt sich in Teil 1 (ab 24:20) der remix09 Videos nachhören.

Den Programmteil
XING und die Klassiker - wahlfreie Informationen und Networking statt einfach nur Werbung

mit Oliver Nickels, IBM und Dirk Reimers, fat Computer hätte man (meiner Meinung nach) den Teilnehmern ersparen sollen. Entweder war das Briefing nicht o.k. oder das dargestellte Projekt, oder aber, die beiden freundlichen Herren oder die Teilnehmer waren auf der falschen Veranstaltung.

Das Thema von Wolfgang Hünnekens

Crowdsourcing
Funktioniert die Kreativität der Massen für das Agenturgeschäft?


war mir irgendwie zu theoretisch, zu wenig auf Nutzen getrimmt abgehalten. Eine Art Einführungsvorlesung, bei der man die Katze noch nicht so recht aus dem Sack lassen will und die man gerne einem Assi überläßt. Ob die Kreativität der Massen für das Agenturgeschäft funktioniert, dort eingebunden werden kann, dieses teilweise ersetzt? Jedenfalls ist mein Fragenkatalog nach diesem Vortrag ein ganzes Stück länger.

Das Highlight des ersten Tages (ob die Party am Abend das getoppt hat, kann ich nicht beurteilen) war die erfrischende Präsentation von Claudia Sommer - nicht nur für mich sondern für viele, wie man auf Twitter #remix09 nachlesen kann

Die Greenpeace-Community - Neue Wege des Campaignings

Solche Kunden wünsche ich mir, die wissen was sie wollen (und was nicht) und so aufgestellt /ausgestattet sind mit allen Beteiligen durch Anpassungen sicherzustellen, daß die gemeinsamen Ziele auch erreicht werden. Gratulation!

Die Charts gibt es hier.

Interessante Beispiel lieferte Markus von Roder (elbkind) mit
Brand Stories, Word-of-Mouth und Virales Marketing

Der letzte Programmteil an diesem Tag mit Nicole Simon und Bastian Scherbeck
Agenturgezwitscher: Twittern zwischen Tratsch 2.0 und echtem Mehrwert

Nachdem Nicole bei den Teilnehmern abgefragt hatte wer Twitter kennt, selbst twittert (oder gar bloggt) hätten die Ergebnisse eigentlich zu einer radikalen Umstellung des Vortrags führen sollen. Nach Bastian Schwerbeck Part was seine Agentur den macht (u.a. für eBay) und welche Do und Dont‘s er den Teilnehmern bietet hätte man zum Beispiel in die Praxis (und Unpraxis) des Agentur-Twitterns und der Handlungsalternativen dazu übergehen können. Nicole hätte das mit Links gemacht, aber vielleicht hat die fortgeschrittene Zeit das ausbrechen aus dem geplanten Ablauf verhindert.

Diese Präsentation und Diskussion kann man in Teil 2 der remix09 Videos nachhören. Die Präsentationcharts hier ansehen.