Freitag, September 04, 2009

Nachgedanken zu nachrichten.de

Nun ist finanzen100.de und nächste Woche dann nachrichten.de endlich da. Das neue Burda News Business Angebot über das Jochen Wegner @jochenjochen (immer, ganz unter uns) schon seit über einem Jahr gesprochen hat.

Thomas Knüwer @tknuewer hatte gestern morgen schon getwittert und auf Handelsblatt getextet: Hubert Burda widerlegt sich selbst: Finanzen100.de mehr  http://bit.ly/oz8Ek #

Robin Meyer-Lucht @romelu, übernahm dann das Krisenmanagement auf/via Carta und erklärte und unterfütterte die Modell- bzw. Konzeptkommunikation mit 'Nachrichten.de: Burdas Nachrichtenaggregator will Umsatzbeteiligung zahlen'.

Holger Schmidt @Holgerschmidt schickte auf FAZ.net finanzen100.de gleich mit einer martialischen BILD-würdigen Headline 'Burda baut "Google-News-Killer" und teilt mit Urhebern' zur allgemeinigen Belustigung in die Kampfarena - doch der Kampf wird nicht stattfinden, nicht einmal als Parodie.

Ich finde es gut, dass Burda so etwas versucht und ich würde mir wünschen, dass wir, die User entscheiden dürften und sollten, welche Lösung wir präferieren und nutzen - ohne martialisches Geschrei der Besitzstandwahrer. Und die Protagonisten im News-Business würden sich darauf konzentrieren attraktivere, relevanter, komfortablere Lösungsangebote anzubieten und zu verbessern.

Ich habe bei TF nicht nachgefragt, aber irgendwie scheint die Beteiligung der News-Lieferanten an den Umsätzen (Werbe- und präsumtiven Content-Umsätzen) ja konzeptionell in der Luft gelegen zu haben, aber dieses eher beiläufige Nachschieben scheint doch eher auf ein taktisches Interesse, als ein strategischer Eckstein des neuen Konzeptes zu sein.

Ich denke, dass das User-steuern-von-News-Portalen an ein eher endliches Konzept ist. Entscheidend für den informatorischen und kommerziellen Erfolg wird sei, welche Dienste, welche Publishing- und Media-Konzepte dahinterstehen und da wissen wir nicht ob Burda sonst noch etwas in der Hose hat ...

Bis wann und für wen sich 20 % (bzw. 50 %) von Peanuts zu 500 Euro auftürmen, wird sich erst weit in der Zukunft zeigen, wenn diese Angebot den Kern des Revenue-Sharing / Affiliates / Partner Modells darstellen, dann hat Burda seine Hausaufgaben noch nicht gemacht und muss Nachsitzen. Versetzung gefährdet

Das nachrichten.de Blog

P.S.
Was ich überhaupt nicht verstehe ist, warum bei uns in Deutschland alles so lange braucht. Die Alpha / Beta Version hätte doch schon vor einem Jahr ins Rennen geschickt werden können und dann mit den Nutzernnehmern und Nutzengeber weiterentwickelt werden können. TTM und so