Donnerstag, November 19, 2009

Clay Shirky: Über die Rolle und die Zukunft der Buchhandlung

Ein lesenswerter und vor allem nachdenkenswertes Beitrag von Clay Shirky (via Leander Wattig)

Für die Rettung der Kultur oder auch nur für die Zugang zur Literatur sind Buchhandlungen immer weniger notwendig. Wie schon bei der Verbreitung von Musik und Film stehen heute Autoren, Lesern und Verlegern heute über das Internet mehr Chancen offen, als sie selbst bestbestückte und vielbesuchteste Buchhandlungen bieten können.

Clay Shirky führt diese Wehklage im wesentlichen auf 3 Einstellungen zurück

- Personen (und Institutionen) die Veränderungen grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen
- Personen (und Institutionen) die sich noch in den 90er Jahren wähnen und Veränderungen nicht wahrnehmen
- Personen (und Institutionen) die diese Argumentation unabhängig vom Wahrheitsgehalt vorantragen, weil sie sich um ihr Geschäft und sich selbst sorgen.

Dabei ist es höchste Zeit sich über das auslaufende Buch-ECO-System Gedanken zu machen und die Rolle der Beteiligten neu definiert und ihnen einen Sinn und Nutzen gibt. Wenn Buchhandlungen für den Vertrieb und den Zugang zur Literatur nicht mehr gebraucht werden, vielleicht könnten sie eine wichtige Rolle im Engagement mit Literatur und der Interaktion zwischen Literaturschaffenden und Literaturinteressierten einnehmen. Wenn etablierte Buchhandlungen diese Rolle nicht ausfüllen, werden sich neue Orte und Organisatoren der Begegnung melden.

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