Donnerstag, Oktober 06, 2011

KPMG / VDZ: Kooperationsstrategien im Verlagswesen (II.)

VDZ: Kooperationsstrategien im Verlagswesen u. Sommerumfrage (I.)
(Fortsetzung)


Die Kooperationsziele und Chancen für Verlage

Große Verlage sehen Kooperationen vor allem als ein geeignetes Mittel zur Steigerung ihrer Innovationsfähigkeit und zur Erschließung neuer Geschäftsfelder. Für kleinere Verlage stehen dagegen Synergie-Effekte im Vordergrund. Verbund- und Lerneffekte kommen ihnen verstärkt zugute.

Die Kooperationsrisiken


Hier gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen Groß- und Kleinverlagen sowie zwischen Fach- und Publikumsverlagen. Die Risikowerte liegen unter den Werten der Chanceneinschätzung, d.h. die Chancen überwiegen (wenn auch nur ein wenig).

Die bevorzugten Geschäftsbereiche für Kooperationen


Druck, Innovationen und Vertrieb sind die meistgenutzen Kooperationsbereiche. Auch in der Redaktion und im Anzeigenverkauf wird relativ häufig kooperiert. Im kaufmännischen Bereich betreffen die Kooperationsaktivitäten der Verlage vor allem Marktforschung, IT-Leistungen und Zusatzgeschäfte.

Die Partner für Kooperationen nach Geschäftsbereichen

Quelle: KPMG / VDZ Studie: Verlagskooperationen

Die wichtigsten Kooperationspartner sind Informationsdienstleister (z.B. Nachrichtenagenturen, Marktforscher), Werbeagenturen sowie andere Verlage im In- und Ausland. Im Technologiesektor sind Softwareanbieter, Online-Communities, IT- und Telekommunikationsanbieter die attraktiven Kooperationspartnern. 12% der Befragten gaben an, dass sie in 2012 Kooperationen mit Online-Netzwerken wie z.B. Facebook planen. Bei den Großverlagen sind es sogar 33%. Außerhalb der Medien- und Technologiebranche wird vor allem mit eCommerce Anbietern und Retailern kooperiert.

Die offizielle Vorstellung der empirische Gemeinschaftsstudie von VDZ, KPMG und der Hochschule Fresenius findet im Rahmen der Medientage München (am 20.10.2011) statt.