Mittwoch, Juni 20, 2012

Deutschland teilt! Auf dem Weg in eine Sharing Economy? [Airbnb-Studie]


Anlässlich der Überschreitung von 10 Mio. gebuchten Übernachtungen bietet Airbnb imposante Zahlen zur Erfolgstory des Unternehmen und legt gleichzeitig eine Studie vor, die Deutschland auf dem Weg hin zu einer Ökonomie des Teilens untersucht und ein wenig erhellt. Die Airbnb-Studie 'Deutschland teilt' wurde in Zusammenarbeit mit TNS Emnid und Harald Heinrichs (Leuphana Universität, Lüneburg) durchgeführt. Befragt wurden von TNS-EMNID repräsentativ 1.000 Personen in Deutschland. Letzteres dürfte meine Nutzer besonders interessieren.

Share-Produkt-/Dienstleistungsangebote, wie z.B. Car-Sharing oder Rent-A-Bike, werden von immer mehr Konsumenten angenommen, weil sie helfen Ressourcen besser zu nutzen; mehr als die Hälfte der Internetnutzer verkaufen und kaufen Dinge von privat zu privat und verlängern so die Nutzungsdauer von Gegenständen und sparen damit Ressourcen. Und nicht nur junge, engagierte Leute organisieren und konsumieren gemeinsam, wie z.B. Mitfahrgelegenheiten, gemeinsame Nutzung von Gartengeräten.

Ist etwas Wahres dran an meinem flotten Spruch:

Deutschland teilt (Bücher, Musik, Auto, Wohnungen, usw.) nur die Verleger wollen (noch) verkaufen ...

Aus den Ergebnissen der Studie:

Wie verbreitet sind alternative Besitz- und Konsumformen?

Über die Hälfte der deutschen Bevölkerung hat bereits Erfahrung mit alternativen Besitz- und Konsumformen:

55% haben auf dem Flohmarkt
52% im Internet Dinge von privat verkauft oder gekauft,
29% ein Auto oder Fahrrad gemietet,
28% eine Privat- oder Ferienwohnung vermietet oder gemietet,
25% selten genutzte Dinge, z.B: Gartengeräte, gemietet.



Geteilter Konsum im Sinne des gemeinsamen Organisierens und Konsumierens über das Internet wird von 12% der Bevölkerung praktiziert.

Bei den 14 bis 29-jährigen haben 25% Dinge (über das Internet) gemeinsam organisiert und genutzt, 13% der 40-49-jährigen, 7% der 50-59-jährigen und nur 1% der über 60-jährigen.

Bei der Nutzung von kommerziellen Verleihsystemen oder Geschäfte von privat zu privat liegen die 30-39-jährigen vorn. 88% haben bereits im Internet Dinge gekauft oder verkauft und 48% eine Privat- oder Ferienwohnung gemietet oder vermietet.  

Neben dem Alter, beeinflussen zudem Bildung, Einkommen, Wohnortgröße und Wertvorstellungen das Verhalten.

Die Airbnb Studie zur Ökonomie des Teilens unterscheidet zwischen 4 Konsumtypen



37,4%  Die postmaterialistisch-konventionellen Shopper

25,6%  Die Basiskonsumenten
23,5%  Die sozialinnovativen KoKonsumenten
13,6%  Die Konsumpragmatiker



Im Paket gab es zu der Airbnb-Studie natürlich auch jede Menge interessanter und imposanter Zahlen zur weltweiten Nutzung und dem Erfolg des noch jungen Unternehmens Airbnb der ja sehr stark auf dies 'postmateriellen Werteorientierung' aufsetzt und für sich zu nutzen weiß.

Erfolgsstory Airbnb



Die komplette Infografik Airbnb zum Download (JPG)

Die Pressemitteilung airbnb + Schwartz Public Relation (PDF)


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