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Montag, Oktober 11, 2010

Thomas Hoeren: Update Skript Internetrecht (Stand: September 2010)

Thomas Hoeren, Institut für Informations-, Telekommunikation- und Medienrecht, Uni Münster hat wieder ein aktuelles Script (mit Eignung zum Standardwerk) kostenlos als Download (553 Seiten, PDF) zur Verfügung gestellt. [Spenden für die Kaffeekasse des Instituts sind zulässig]

Zum Inhalt und Struktur (aus dem Vorwort):

Der Aufbau dieses Buches richtet sich nach den Bedürfnissen der Internetanbieter. Diese brauchen, um im Internet auftreten zu können,

a) eine Kennung (dies verweist auf das Domainrecht),
b) Inhalte (ein Tummelplatz für das Immaterialgüterrecht),
c) Werbung und Marketing (hier kommen die Wettbewerbsrechtler zu Wort),
d) den Kontakt zum Kunden (was zu Ausführungen zum Vertragsschluss und zum E-Commerce-Recht führt)
e) sowie Daten der Kunden (hier kontrollieren die Experten des Datenschutzrechts).

Abschließend findet sich noch ein Abschnitt zu der Frage, wer für alle diese Rechtsanforderungen haftet. Schließlich wird auch noch auf das Problem der Vollstreckung von Gerichtsentscheidungen im Internet eingegangen ...

Download-Link (PDF)

Samstag, August 15, 2009

Über das Für und Wider der urheberrechtlichen Diskussion im Zusammenhang mit dem Heidelberger Appell

Eine studierenswerte Analyse zum Heidelberger Appell, ein Beitrag des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages (Autoren: Roger Cloes und Christopher Schappert) zur urheberrechtschutz und Leistungsschutz-Diskussion.

Abgearbeitet am sog. "Heidelberger Appell" insbesondere im Zusammenhang mit der Google Buchsuche und (dem ganz anderen) Themenkomplex des Open Access. Ein Beitrag der zu einer versachlichung (und Richtigstellung) beitragen könnte (wenn man nur wollte) und der zu mehr Ehrlichkeit und Transparenz aufruft.

Lesenswert! (18 Seiten, PDF)

via @trendschauD

Interesting reads:
Why I believe in the link economy
Chris Ahearn, President, Media at Thomson Reuters to use and link Reuters stories (and how) - specially the once abandoned by AP, the signers of the Heidelberger Appell and the Hamburger Declaration .

Sonntag, Juli 05, 2009

Datenschutznovelle - geschenkte Zeit, werden Verlage diese Nutzen?

Die einen bedauern, dass die jetzt im Bundestag verabschiedete Datenschutznovelle bei den Änderungen weitgehend nur "den Wunschzettel der Wirtschaft abgearbeitet habe". Andere begrüßen einen 'akzeptablen' Kompromiss zwischen den Betroffenen. Dritte befürchten, dass die getroffenen Regeln trotz der Übergangszeiten ihr Geschäftsmodell wesentlich beeinträchtigen wird oder gar die Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik in Gefahr ist.

So schreibt zum Beispiel der VDZ: (3. Juli 2009)

"„Wir erkennen an, dass sich Parlamentarier beider Regierungsparteien darum bemüht haben, den äußerst wirtschafts- und pressefeindlichen Regierungsentwurf abzumildern“, erklärte ein Vertreter des VDZ. „Es ist allerdings fraglich, ob mit dem nun vereinbarten Kompromiss eine ausreichende Zahl potenzieller Neu-Leser für die briefliche Abo-Werbung erreichbar bleibt.“ Denn statt auf bewährte Modelle wie die österreichische codierte Kennzeichnung der Adressquelle im Werbebrief zurückzugreifen, verlangt das Gesetz nun die Klarnamenkennzeichnung des Adresslieferanten. Daraus folgt die Gefahr eines ganz erheblichen Rückgangs der verfügbaren Adressen. Würde sich diese Gefahr realisieren, wäre der Schaden für die auf Briefwerbung essentiell angewiesenen Abo-Auflagen ähnlich groß wie durch den Regierungsentwurf, der eigentlich verbessert werden sollte.

„Es ist unverständlich, warum die im Zuge der Digitalisierung und infolge massiver Anzeigenrückgänge schwer belastete Presse ausgerechnet jetzt einer solchen Gefahr ausgesetzt wird“, sagte der VDZ-Sprecher weiter.

Neben weiteren Belastungen und Unklarheiten im Gesetzestext stößt bei den Zeitschriftenverlegern die Einführung eines Anordnungsrechts für Datenschutzbehörden auf Ablehnung. Es bedeutet eine problematische Verschlechterung der Wirtschaftsordnung in Deutschland. Behördliche Anordnungsbefugnisse begründen schon angesichts der vielen unbestimmten Voraussetzungen ein Risiko unvorhersehbarer Eingriffe in die Unternehmen und deren betriebliche Abläufe."

Verlage die an dieser Wirtschaftsordnung als Unternehmer teilnehmen, werden mit diesen neuen Regeln gut leben können. Innovative Verleger und Verlagsmanager, werden diesen Eingriff vielleicht auch als Gelegenheit betrachten ihre Cash-In Modelle zu überprüfen und bei Bedarf neu zu justieren und/oder einzurichten.

Ich denke dabei insbesondere an

Welche Güter und Dienstleistungen könnte mein Klientel für ihren Erfolg gebrauchen und vorteilhaft nutzen,

Wie organisiere (oder/und produziere) ich diese Güter und Dienstleistungen und verdiene damit (gutes) Geld?

Welche 'altbewährte' Praxis kann (muss) ich jetzt über Bord werfen, welche neue Prozesse aufsetzen um für mein Klientel attraktiv, glaubwürdig und als Lösungspartner in Anspruch genommen werden?

Ausgewählte Link
Weg für Datenschutz-Novelle ist frei

Bundesdatenschutzgesetz "Die Branche hat Glück gehabt"

Presserat, Verleger- und Journalistenverbände warnen vor Titelsterben durch Datenschutznovelle

Erste Analyse der Datenschutz-Novelle: Was die Verlage jetzt beachten müssen


Gesetz, vorläufige elektronische Version (PDF)

Sonntag, März 09, 2008

Thomas Hoeren: Kompendium zum Internetrecht

aktualisiert (März 2008) und abrufbereit.

Seit fünf Jahren bietet Thomas Hoeren von der Uni Münster, sein umfängliches Script Internetrecht nun schon allen Bildungswilligen an, im Shareware-Mode, und ist einem angemessenen Opulus und Spenden gegenüber nicht abgeneigt.

Das aktualisierte Opus umfasst 587 Seiten, belegt keinen Platz im Buchregal und passt mit 3,2 MB auf fast alle Festplatten (PDF) download

via Heise