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Sonntag, Mai 20, 2007

Erfolgreicher Start: TechTarget IPO an der NASDAQ GM

Da wir auf diesem Blog schon so manchen Beitrag der TechTarget Inc., Needham, Mass, gewidmet haben, hier nun auch die Meldung, dass seit Donnerstag TechTarget Shares aus dem IPO am NASDAQ Global Market (erfolgreich) gehandelt werden (TTGT).

Das IPO von rund 7,7 Mio. Anteilen (je Share 13 USD) setzte sich aus einer Ausgabe von 6,4 Mio. Anteilen der TechTarget Inc. und knapp 1,3 Mio. Anteilen zusammen, die "certain stockholders" verkauft hätte. Ob das die 'Technology Crossover Ventures' und/oder 'Polaris Venture Partners' waren, die beide ca. 30% die Anteile der TechTarget Inc. hielten, .... (ich weiß es nicht), vielleicht brauchten ja auch die Gründer Greg Strakosch (CEO) und Don Hawk (Präsident) etwas Geld und es sei ihnen gegönnt.

Der IPO-Start kann sich sehen lassen. Am ersten Tag stieg der Preis von einem Ausgabekurs von 13,00 USD auf 14,79 USD (Höchststand 15,64 - gehandelt wurden insgesamt 5.168.992 Anteile) und legte am zweiten Trading-Tag dann noch einmal um 1,89 % zu (gehandelt wurden 615.682 Anteile) - der Endstand am 8.05. war 15,07 USD.

SEC FILING und aktuellen Daten von/zu TechTarget:

- 4.9 Mio. registrierte Nutzer (Ende März 2007)
- 1.000 plus Anzeigenkunden und ca. 3,400 Anzeigenkampagnen in 2006
- Umsatz 2006: 79 Mio. USD, Profit: 7,2 Mio.
- I. Q 2007: Umsatz 18.3 Mio. USD, Net-Profit 0,32 Mio.USD

Auf dem Kurs und der Basis von 39,06 Mio 'outstanding Shares' gibt NASDAQ für TechTarget einen (rechnerischen) Marktwert: 588,6 Mio. USD (18. Mai 2007) an.

Mit dem (Netto-)Ergebnis des IPO's sollen laut TechTarget, angehäuften Schulden in Höhe von 12 Mio. USD abgebaut werden, der Rest diene als Working Capital (der Finanzierung von Umlaufvermögen und Liquiditätsreserve) und der Entwicklung neuer Produkte.

Hier in Deutschland sind die 'Vogel Business Medien' Partner und Lizenznehmer der TechTarget Inc. Bisher laufen Meldungen über den Erfolg des Geschäftsmodells und des Future-Business eher spärlich ein. Vielleicht liegt es an der Einstellung meines Radars. Vielleicht aber auch am Geschäftsmodell "Lead-Generation", am deutschen Markt und den Marktpartnern oder gar an der Umsetzung durch Vogel?

mehr MercuryNews.com / AP

Frühere Einträge: (u.a.)
TechTarget on Target?

Vogel Business Medien spektakulaere Future

Freitag, Februar 09, 2007

TechTarget Filing for 2007 IPO

Here it goes again ... TechTarget

From Folio: Mag by Marrecca Fiore:

"TechTarget Inc. today filed its intention to make an initial public offering of its common stock.

The filing comes a little more than a year after Needham, Massachusetts-based TechTarget told Folio: Alert that it was focused on an IPO after testing the waters for potential buyers. TechTarget decided to seek an IPO after discreetly putting itself on the block and failing to get the $600 million asking price it sought.

According to its Securities and Exchange Commission filing, TechTarget, which publishes 35 Web sites, three magazines and a number of events, had 2006 revenues of $55.9 million, up from $48.5 million in 2005. The company’s EBITDA was $12.6 million, down from $13.2 million in 2005. It makes the majority of its revenue from its Web sites, which brought in $35.8 million. Its print publications had revenues of $6.1 million and its events brought in just under $14 million ... "


More at Folio:

US SEC File (7-Feb-2007)


Earlier posts about TechTarget
(specially interesting for checking their actual figures agains earlier 'suggestions' on the market)

eMartin Newsletter November 2005
TechTarget - a Successful B2B Model?

TechTarget: Jetzt mit Koop-Partner in Deutschland

TechTarget on Target?

TechTarget On Target For 2007 IPO?

Freitag, Oktober 27, 2006

B2B Lead-Generation.de (Beta): Werbesprüche pur


nix zum Lernen und nix Lead Generation!

Wo bleiben (wann kommen) die

- Whitepaper
- Studien
- Anwenderberichte
- Webcasts
- eLearning Seminare,
- überzeugenden ROI Modellrechnungen

usw. ...?

(selbst die Daten zur Kontaktaufnahme muss man sich mühsam abpinseln)

Siehe auch:
Vogel Future Group: Business Effizienz Portal

Mittwoch, September 06, 2006

Die Anfänge der Fachpresse in Deutschland

Die American Business Media Association (ABM) läßt im Rahmen der '100' Jahrfeiern

ABM 100 - American Business Media - A Century moving Business Forward

Bill Hogue ein 'Coffee Table Book' über die Geschichte der Business Medien schreiben.

Das wird sicher eine sehr 'amerikanische Business Mediengeschichte' und deshalb habe ich gleich einmal nachgefragt, was denn die Deutsche Fachpresse (im VDZ) über die Anfänge der Fachpresse weiß bzw. in ihren Archiven hat und ich habe für 10 Minuten im Internet recherchiert.

Ernüchtert vom mageren Ergebnis der Internet-Recherche habe ich mich dann an einen ehemaligen, sehr geschätzten Kollegen Gerhard Kase erinnert (der es sicher nicht immer leicht mit mir und meinen 'unkonventionellen' Ideen hatte). Kase war Mitte der 60er Jahre und bis weit in die 80er Jahre als Werbeleiter beim Vogel Verlag tätig, hat sich in den Fachverbänden für die Professionalisierung der Fachwerbung engagiert und war als Redner geschätzt. Nach seiner Pensionierung hat er noch viele Jahre das Archiv des Vogel Verlages geführt und ausgebaut.

Aus dieser Tätigkeit heraus hat er auch in 1991 die Herausgabe der 100 Jahre Schrift Vogel's

Miteinander erfolgreich 1891 - 1991

geleitet und die Anfänge der Fachzeitschriften in Europa wie folgt beschrieben:

"Mit beginnender Neuzeit und ihrer gesteigerten Wirtschaftstätigkeit tritt das Problem, wie man Angebot und Nachfrage besser zusammenbringen könne, mehr und mehr in den Vordergrund. Bereits Ende des 16. Jahrhunderts berichtet der französische Philosoph Michel Montaigne von der wirtschaftspolitischen Idee einer zentralen Nachrichtenstelle zur Förderung von Handel und Gewerbe. Das ist an sich nichts Neues; was fehlt ist ein Medium, das umfassend, schnell und weiträumig über den Markt informiert.

Aber es soll noch etliche Jahrzehnte dauern, bis Thoephraste Renaudot als Generalkommissar für das Armenwesen in Frankreich mit seinem "Büro D'Adresse" den Gedanken einer Erfassung des Güteraustauschs wieder aufgreift. Dieses Büro wird zum Markstein in der französischen Pressegeschichte, denn hier erscheint 1631 (Anmerkung: es war der 3. Juli 1631) die erste Ausgabe der berühmten "Gazette". Die erste Marktzeitschrift, das erste Offertenblatt ist geschaffen.


Source: gallica
Renaudot findet bald Nachahmer. 1637 erscheint in London der "(London) Intelligencer", der wenige Jahre später aufgrund enger Bindungen Hamburger Kaufleute zu den britischen Inseln eine hanseatische Entsprechung findet: Seit 1673 bringt der "Relations-Courier" in seiner Rubrik 'Kaufen und Verkaufen' Orientierung über die Marktlage.

Aber nicht der Hamburger 'Courier' bestimmt in der Folgezeit das Gesicht wirtschaftlich orientierter Medien, sondern die Anfang des 18. Jahrhunderts herausgegebenen "Intelligenz-Blätter", die sich enger an das französische Vorbild halten .... "


Leider hat diese Ausgabe kein Quellenverzeichnis und Gerhard Kase kann ich nicht mehr fragen, er ist am 20. November 2001 im Alter von 82 Jahren verstorben.

Also habe ich weitergekramt und Peter Johanek's "Die Vogel Story" aus dem Jahr 1972 gefunden, in der die Anfänge der Fachpresse noch detaillierter beschrieben sind und die, wie es sich für einen Wissenschaftler gehört, auch mit Anmerkungen und umfangreicher Biographie ausgestattet ist.

Dort wird dann auch der eigentliche Beginn der gewerblichen Fachzeitschriften mit dem Erscheinen des "Börsenblatt des Deutschen Buchhandels" in 1834, als dem ersten Branchenblatt eines einzelnen Berufs- und Industriezweigs, angegeben.

Die rasante Entwicklung der Fachpresse zeigt folgende Statistik zum Bestand an Fachtiteln in D:
(aus Johanek’s Die Vogel Story

Titelanzahl (im Jahre ...)

Jahr 1867: 1140
Jahr 1874: 1855
Jahr 1880: 2727
Jahr 1890: 2994
Jahr 1900: 4820
Jahr 1910: 5861


Die Aufbereitung der Geschichte der Fachzeitschrift (und nicht nur als Auftakt für eine Verlagsstory) wäre eine lohnende Aufgabe, auch hier in Deutschland. Oder?

P.S. 1)
Die Kommentarfunktion des Blogs eignet sich prima für Hinweise, Anmerkungen, usw.


P.S. 2)
Internet Recherche
Viele deutsche Verlage, haben natürlich für ihren Gründer, einen oder erste Zeitschriftentitel, den Verlag einen Blick in die Anfänge im Internet publiziert eine zusammenfassende Darstellung ist mir (bisher noch nicht aufgefallen).

Für die Schweiz macht Martin Stadelmann, macht einen Rundumschlag zur Geschichte der Fachpresse
SFJ - AJS - AGS - Geschichte der Fachpresse

DSpace at Rice University
Early History of Newspaper (PDF)

Sonntag, Juli 30, 2006

TechTarget On Target For 2007 IPO?

BtoB Daily News Alert (28-Jul-2006) writes about TechTarget efforts to find investment bankers to underwrite its IPO plans for 2007:

“There are pros and cons to filing an IPO, but the pros outweigh the cons” said the source, who requested anonymity. “The cons have to do with public disclosure, but the pros will be getting a very significant infusion of capital, about $100 million investment, to expand internationally and do more acquisitions.”

Scratching my head. Once, twice ...

$100 million? Will that be enough to pay out investors having spend $ 127 million over time?

Getting a $ 100 million for a successful, competitive company (and business model) which aims according to CEO Greg Strakosch to make $ 100 million turnover next year?

Did TechTarget not look for something close to $ 600 million - for a Sellout or IPO before?

Something wrong with the anonym source or with ... ?

See earlier entry:
TechTarget on Target?

Donnerstag, Mai 25, 2006

Best Practice: In Search of Successful Cross-Border Publishing Stories

For an In-house Workshop (maybe more) I am collecting examples on internationally successful publishing companies (B2B and Special Interest). In Germany I have among others Bauer, Burda, G+J International, Motorpresse and in B2B Vogel Medien, Germany (and not only because I worked there for 15 years).

I still need some good example of successful publishing, specially from France and Italy ... if you are willing to share, please leave a comment or send me an eMail.

Of course, I checked ABM's International Committees Guides to Cross-border Publishing, FIPP's 'International Magazine Publishing Handbook' (FIPP stands for 'International Federation of the Periodical Press') and guess what, I goggled.

What does 'maybe more' mean:
I plan to start a Wiki on 'Cross-Border Publishing' and I am looking for some initial collaborator on this project. If you are interested and willing to share? Please leave a comment!

The Vogel Story:
One Hit on Google brought me to FIPP Website and the following re-published article:

Claus Wuestenhagen, chief executive of Vogel Medien GmbH & Co, offers advice to aspiring cross-border publishing companies...

(He wrote in this article, first published in Magazine World, issue 42)

"At Vogel Business Media we have been exploring markets outside Germany since 1989. Today group sales are valued at some 400 million euros, of which more than 25% are earned overseas."

I hope, he doesn't mind, if I add 90 years of cross-border publishing by Vogel:

Vogel Publishing, lead by the Vogel Family from Poesneck, started cross-border publishing in already 1899 ... as you can see from this chart:



Vogel started in 1899 with local editions - started in 1921 export-oriented publication - and was back to editorial independent local editions starting 1989 (or with CHIP Italy in 1984) and accelerated this process systematically, with full power and great support from the publisher Kurt Eckernkamp and shareholders from the Vogel family.

(In the years 1994 - 1998 high growth and (in 1998) about 27 % of the Vogel Media Group turnover (without MPI), came from Vogel's international business.)


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Freitag, Mai 19, 2006

TechTarget on Target?

Investors want to make money, want to see cash. Quite understandable after spending over time 127 million USD on TechTarget (2006 turnover estimate: 80 million USD).

For me TechTarget stands for many thinks:
good ideas, successful (maybe excessive) fundings, aggressive (maybe to costly) acquisitions, noisy (and sometimes confusing) communication, and a not so complete (and profitable) business model ...

Barry Graubart on Content matters, points to Rafat Ali (on Paid Content) and Venture Wire news:

TechTarget acquired 2020Software

a comparison and demo site, targeting SMB's interested in Trail-/Demoversion, and paid for it, as the rumors say, in the "eight figure range".

TechTarget Press release

TechTarget CEO Greg Strakosch predicting an IPO "within the next year" (this is not really new) and accelerates its international efforts

(after collecting about 127 million USD fundings in round A, B and C and a collapsed sales effort last year (TechTarget's expectation were 'not far from 600 million USD').

To make TechTarget international more shine and attractive, they increased their efforts and announced recently the 25th country on their list (Reed, UK shortly after contracting with Vogel Business Medien, Germany).

Press release

Along with this, I have (again) to correct TechTarget's rumored turnover figures estimate

Newest estimate!
Turnover 2006 about 80 million USD,
Turnover 2007 reaching 100 million USD - according to Greg (see below)

Earlier quotes from Folio: were

Revenue 2004 close to 80 million USD (management confirmed)
Revenue 2005 about 117 million USD
Revenue 2006 (see above)

Not clear to me, which of this estimated (or checked) figures brought TechTarget on the 2004 'Inc. 500 List of Fastest-Growing Private Companies in United States'.

Venture Wire / quote from Rafat Ali:
"confirmed by TechTarget's CEO Greg Strakosch, the company continues to be profitable and would approach a revenue of 100 USD in 2007. Venture Wire estimates that 2006 revenue will be approximately 80 USD in 2006"

Montag, Mai 15, 2006

Vogel Business Medien / Future Vogel (Group) sucht

über die SCS Personalberatung

30358-01 LeiterIn Audience Development
30358-02 Audience Development ManagerIn
30358-03 Leitung Internet Sales
30358-04 Account ManagerIn Online
30358-05 Media VerkäuferIn mit Schwerpunkt Online
30358-06 Produkt-Marketing-ManagerIn Online
30358-07 LeiterIn Client Consulting
30358-08A Client Consulting ManagerIn
30358-08W Client Consulting ManagerIn
30358-09 Senior Website EditorIn
30358-10A Website EditorIn
30358-10W Website EditorIn
30358-11 FachredakteurInnen Print & Online
30358-12 Operations ManagerIn

Wahrscheinlich haben die Leute bei Vogel und SCS übersehen, dass es für zukünftige Erfolge darum geht sich gemein zu machen, mit seinen Lesern / Usern / Partnern. Die Jobtitel hören sich an, als ob man mit dem bewährte Printmodell, weitermachen möchte wie bisher - wenn es sein muss auch Online.

Das fehlende Stichwort ist "Folksonomy", etwas was Nutzer und Partner (formerly called the audience) schon längst begonnen haben in ihre Arbeit, Projekte und Prozesse zu integrieren.

siehe auch Beitrag: Vogel Future Group

via wuv

Dienstag, Mai 09, 2006

Vogel Business Medien arbeitet an einem digitalen Geschäftsmodell

Die Vogel Future (Group) gibt es jetzt auch als Pressemitteilung (vom 8. Mai 2006) - siehe auch hier und hier

Die Vogel Future läuft auf Basis eines sogenannten

Lead-Generation- und Qualifikations-Modell

Der Orchestrierung eines umfassendes Informationsangebot in unterschiedlichen Formaten und über alle Mediengattungen, detailierte Aufzeichnung der Nutzung dieser Angebote und der Nutzerdaten, die dann qualifizierte Leads und den Nachweis der Wirksamkeit bestimmter Werbemaßnahmen ermöglicht.

Stichworte: u.a. Abrufe von White Papers, Web-Casts, Präsentationen, Teilnahme an Online-Konferenzen, Besuche von Virtuellen Messen (den Einstieg machte die 1977 von Dieter Kneucker und mir aus der Taufe gehobene LaborPraxis -mit LB ClickFair - seit 02/2006 )

Quote:
"LP-ClickFair, die erste virtuelle Messe für Labortechnik, Analytik und Life Sciences ist bereits seit Februar online. Sie ist sehr erfolgreich gestartet: 23 Aussteller, 220 registrierte Besucher und 300 Newsletter-Empfänger können die Macher nach gut 10 Wochen Laufzeit bereits verbuchen. "

Mehr ....

Siehe dazu auch die Outsell AdSpending Study

P.S.
Und das Mittelstandsportal clickmall.de ist wird jetzt auf Vogel Business Medien umgeleitet

Mittwoch, April 05, 2006

Gardner Publications Inc. and Beijing Vogel Consulting Co., Ltd

Soeben lese ich, dass sich Gardner Publications Inc., Cincinnati, Ohio (gegründet 1928) in China nun für eine Kooperation mit Beijing Vogel Consulting entschieden hat. Vogel Consulting wird die chinesische Ausgaben der Titel

Automotive Design & Production
Modern Machine Shop
Moldmaking Technology
Plastics Technology

herausgeben. Gardner ist meines Wissens der erste US Publisher, der sich eines chinesisch-deutschen JV bedient, um in China führende US B2B Titel auf den Markt zu bringen. Herzliche Gratulation an Lucy Xiao und ihr Team!


Offizielle Gründungszeremonie des JV in Beijing

P.S.
Ob das die bisherige Zusammenarbeit Gardner's mit der China Machine Tool & Tool Builders' Association, Organizer of China International Machine Tool Show (CIMT), and Editor of "World Manufacturing Engineering & Market (WMEM) und Ringier (Anzeigen) ersetzt oder ergänzt geht aus den mir bisher vorliegenden Informationen nicht hervor.

via Buchmarkt

Disclosure:
Ich war bei der Vorbereitung, Gründung und dem Aufbau des JV mit STIP wesentlich beteiligt und bis 1999 Chairman of the Board.

Samstag, April 01, 2006

Vogel Business Medien spektakulaere Future

Vogel Business Medien entdecken das Internet und gehen „Mit Teamgeist ins Netz

So schreibt Michael Deppisch in der Lokalzeitung Main-Post/Volksblatt Würzburg (Archivzugang nur für Abonnenten) über die Vogel Future Group:

In USA 'entdeckte' Claus Wüstenhagen, der Chef von Vogel Business Medien, das US Unternehmen TechTarget, welches laut dem Bericht „mit seinen Online-Plattformen für Fachinformationen in der Branche für Furore“ sorgte und mit dem Vogel (für Deutschland?) „eine exklusive Partnerschaft“ eingegangen ist.

Siehe auch TechTarget: Jetzt mit Koop-Partner in Deutschland

Laut Bericht in der Main-Post/Volksblatt vom 31. März 2006 steht für die nächsten 5 Jahre eine Investitionssumme von 21 Mio. Euro zur Verfügung. d.h. durchschnittlich 4,2 Mio. pro Jahr davon sind 80 % (16,8 Mio. Euro) Investitionen in / für Mitarbeiter und 20 % (4,2 Mio. Euro für eine 5-Jahresperiode, pro Jahr etwa 840.000 für Infrastruktur, Marketing, Einkäufe und alles andere was 'verlegerisch' nötig ist um als Fachmedien-Dienstleister auch in Zukunft relevant, gefragt und auch kommerziell erfolgreich zu sein.

Ob TechTarget wirklich ein erfolgreiches und ausreichendes Modell für Fachmedienanbieter ist? Ich bin da nicht so sicher und denke, dass die 'verlegerischen Investitionen' nicht ausreichen und ein auf das TechTarget Modell aufgebauter Umbau der Vogel Business Medien viel Erfahrungen, aber nur auf (kostspieligen) Umwegen zu einer profitablen Zukunft führen kann.

Aber vielleicht will man ja nur die Kollegenverlage blenden um mehr Zeit und weniger Wettbewerb für den Umbau des Mediendienstleisters zu haben.

Wie auch immer, ich wünsche den Mitarbeitern, Kunden und Gesellschaftern, dass am Ende der Umbau gelingt und die Zukunft gesichert ist.

Disclosure:
Ich war von 1966 – 1998 insgesamt 15 Jahre bei Vogel (u.a. mit CHIP, Internationalisierung) und habe dabei das Unternehmen schätzen und lieben gelernt – an dem Projekt 'Vogel Future Group' war und bin ich nicht beteiligt.

Donnerstag, März 23, 2006

Penton's Progress in Reshaping

If you want to know, how to evaluate the Penton Media Inc. go to my colleague David Shaw ... he is watching Penton for me. And here is his report and comments on the results for 2005

In short:
Overall revenues 2005 down 1% to USD192.8 mil.,
Net loss down to (just) USD 8.4 mil. (2004: USD 67.2 million, and
adjusted EBITDA USD 40.8 million (plus 21,8%)
Print down 5,1 %,
Events up 6,3 % and
eMedia up 17,9 %.


I've been watching Penton since my times at Vogel Media Group and it is my firm belief they have some valuable properties, they could and should make much more out of it in USA and International.

But today I extract the share of categories by sector, so you can see and study how successful they are running in the right direction

Breakdown total turnover

69,6 % from Publishing / Print
20,9 % from Trade shows / Conferences
9,5 % from Online media



If you check, you will see that e.g. Webinar's make a fast growing share of income, but other areas are still underdeveloped or not even existent.

Form 10-K - Complete Penton Report


Earlier Entries:
Not All Is Bad with Penton Media

B2B Publisher: How to Sell Sponsored Webinars

Donnerstag, März 09, 2006

TechTarget: Jetzt mit Koop-Partner in Deutschland

Vogel IT-Medien Augsburg ist der neue Partner von TechTarget und sollen dem Konzept 'ROI-based Advertising für IT-Industriekunden' auf der Basis von Whitepapers und aggregiertem Content, jetzt auch zu Geld aus Deutschland verhelfen - mehr Länder (TechTarget Asien, Bulgarien, Japan, Korea, Russland/GUS, Spanien and Deutschland), erhöhen natürlich die Wertschätzung für den geplanten IPO.

In der TechTarget Pressemitteilung "TechTarget Reports Record Revenue and Profit and Profit for 2005" erfahren wir, dass TechTarget den Umsatz um 46 % und den EBITDA Profit (?) um 168 % steigern konnte. Was und wieviel sich hinter den attraktiven Plus Zahlen versteckt, wird (noch immer nicht) verraten.

Bisher wissen wir nur, dass die nicht gerade billige Einkäufe von Inhalt zu imposanten Besucherzahlen und wertvollen Leads führen und TechTarget jede Menge Awards eingebracht haben. Ob sich das Modell als eigenständiges Angebot und ohne Integrationsangebot in Kunden CRM Systeme rechnet ...?

Das TechTarget noch selbständig am Markt agiert verdanken wir der Tatsache, dass in 2005 niemand den von TechTarget Leuten geforderten Exit-Preis nicht bezahlen wollte. Was jetzt passiert ist aber meilenweit besser, als dass was VerticalNet seinerzeit mit BT (British Telecom) geplant und verloren hatte ...

Mehr aus dem eMartin Newsletter im November 2005 (Deutsch) und International (English)

See what Alan Meckler had to say (Nov. 14, 2005):
"TechTarget is an interesting and newsworthy trade publishing company that is blending online with actual print magazine launches. TechTarget has received lots of press as it periodically produces press releases citing record revenue growth.

TechTarget put itself up for sale - they wanted to look at offeres above 600 Mio. USD. Apparently several media companies bid (Jupitermedia was not invited to be part of the process), but none of the bids was to the liking (above, or close to 600 Mio. USD) of TechTarget. Last week TechTarget announced that it was withdrawing from a sale and instead would pursue an IPO in 2006.

I have no knowledge about TechTarget's financials. One can only presume that it is profitable and that revenue is growing, but one can only guess how much of the growth is through acquisition.

Some observations: I have always questioned why TechTarget would run magazines. I presume an IPO prospectus will tell us about their magazine business, but I cannot see Wall Street getting excited about a trade magazine company in the tech space. I am fairly certain that in the coming years that there is no place for tech trade magazines. They are doomed by costs of production and distribution and by the fact that tech information is needed "yesterday" and not in a week or a month.

I have nothing but admiration for what TechTarget has accomplished (without knowing the actual financials) in the online arena. However crossing IT online publishing with IT print publishing in the Internet era is a sure recipe for mixed results. And mixed results makes for bad karma with Wall Street. "

Und von Folio: ( Management confirmed ..)
With lots of acquisition the made close to $80 million in revenue in 2004, as Folio reported once. Otherwise lots of figures about growth, growth ... but nothing about profitibility and share of revenue!

Wenn die Zahl von Folio: korrekt waren bedeutet dies: der TechTarget Umsatz in 2005 betrug ca. 117 Mio. USD.

Mal sehen wie sich die Zusammenarbeit entwickelt und wie Vogel Business Medien bzw. Vogel Future Group die Ansätze für ihre anderen Angebote und Marktfelder umsetzt ...

Pressemitteilung Vogel Business Media: Vogel goes Digital

Neu: PR TechTarget: TechTarget and Vogel IT Media Announce Strategic Partnership

Montag, November 21, 2005

Out Of Sync

Julie Bosam reports in the NYT (Nov 19th) about Ziff Davis plans to close Sync Magazine

She writes:
"Sync magazine, a men's magazine devoted to electronic gear and gadgetry, will close after 18 months of publication, a spokesman for its parent company, Ziff Davis Media, said yesterday. The final issue will be on newsstands Dec. 6.



Ziff Davis will turn over operation of the magazine's Web site, www.syncmag.com, to its San Francisco-based Game Group, which oversees the company's gaming titles.

Sync started in June 2004 and was published every other month, growing its circulation guaranteed to advertisers to 250,000 from its initial 200,000. But the magazine struggled to survive in a men's magazine market that has grown increasingly crowded ... "

More on NYT ...

… one more trail and error magazine concept failed - and more will follow.

There are still a lot of attempts and plans to make such a print magazine work (make it important to readers and advertisers) but I doubt that you can get enough mind (and budget) share ... on a regular print edition centering other male interest around that subject.

Yes, electronic gear and gadgetry is still a men subject, but in today’s world men don't need a special print periodical, to get the feeling (news and information on lame print).

Trying, is not new, either. I remember the start of the first German computer magazine CHIP in 1978. We didn't want to replace Playboy Magazine, but we used the magazine (and it's reader) for gaining subscription via advertising. Playboy performed good - it was among the top five in CPO (and suddenly I could steer up the interest of my (male) colleges in our serious publishing house about the little bastard and got their fantasy going, writing juicy copy for our ads on 'lust electronics' and computer.

The same publishing house in Germany - now Vogel Burda Communication - just relaunched Tomorrow.



in my eyes a new attempt and failure (magazine), wasting money!

Freitag, Juni 17, 2005

Eine neue Chance fuer Tomorrow Focus

Gestern hat Stefan Winners, der neue Portalvorstand und CEO von Tomorrow Focus seinen Dienst in München angetreten.


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Ich habe den Wunsch und die Hoffnung - für ihn, Tomorrow Focus (und den ROW), dass er etwas von seinem Enthusiasmus, Mut und Erfolg aus seiner bisherigen Aufgabe bei CyPress / Vogel Medien mit nach München gebracht hat. Und dass er gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Enrico Just (Finanzen) und Christoph Schuh (Marketing/Sales) die Tomorrow Focus Mitarbeiter damit ansteckt wird, wieder mit mehr Begeisterung und Initiative den Markt (und den Wettbewerb) mit innovativen, nützlichen und erfolgsversprechenden Produkten und Services zu überraschen.

Mit Burda und den zahlreichen bereits vorhandenen und präsumtiven Partnern müsste es eigentlich gelingen, den zögerlichen und wenig innovativen Einzug von Online-Technologien in die Medienszene zu beschleunigen.

Ihm und dem Team wünschen wir allen Erfolg für diese spannende und anspruchsvolle Aufgabe!

Freitag, Mai 20, 2005

Strategie oder Ausweg: Cross-Border Publishing

Für den Horizont Fachbeitrag (20/2005)

Fachkommunikation geht über Grenzen

hatte Roland Karle Verlagen und Dienstleistern im Bereich Fachmedien (auch mir) Fragen zum Thema Cross-Border Publishing gestellt. Das Ergebnis seiner Recherche

- Fachverlage planen verstärkte Engagements jenseits der Grenzen, weil dort die Aussichten auf Wachstum und höhere Renditen besser als im Heimatmarkt sind

- die bevorzugten Expansionsziele sind China und Osteuropa

- 8 von 10 Fachverlagen erwirtschaften bereits Umsätze im Ausland

- Intensive Vorbereitung und die sorgfältige Auswahl von Partnern sind für den Erfolg meist wichtiger als die Höhe des Investitionsbudget

Wie in einem Übersichtsartikel nicht anders zu erwarten, sind die einzelnen Meinungen und Antworten in einem Kaleidoskop nur bruchstückhaft eingefügt und nur zu einem kleinen Teil wieder zu erkennen.

Für die, die sich mit Internationalisierung, Lizensierung und Syndizierung und profitablem Wachstum auseinandersetzen, hier die Fragen an mich und die skizzierten Antworten etwas ausführlicher:

1. Was sind die wichtigsten Auslandsmärkte für deutsche Fachverlage derzeit - und in Zukunft? In welchen Auslandsmärkten erwarten Sie das stärkste Wachstum für die deutschen Fachverlage?

Die Fragestellung verlockt ein paar Highlights zu nennen, die en vogue sind, hohe Dynamik erwarten lassen und noch nicht anderweilig verteilt sind. Die Antwort würde dann unter anderem China und Indien lauten, man würde die Länder in Zentral-, Ost- und Südosteuropa nennen und vielleicht einige Staaten in Südamerika - natürlich immer abhängig von eigenen Themenfeldern und der jeweiligen Marktsituation.

Gestatten Sie, dass ich dies ein wenig nachdenklicher beantworte.

Gemessen an den wirtschaftlichen und politischen Wirklichkeiten sehe ich noch einen dringenden Nachholbedarf um mittel und langfristig zu bestehen in Westeuropa und USA ...

Auch jeder Fachverlag, jede Verlagsgruppe muss für sich entscheiden, ob und wenn ja welche Rolle man in 5, 10 oder 20 Jahren spielen möchte und spielen kann. Die Bedeutung von Ländergrenzen reduziert sich weiter, Regionen und globale Beziehung gewinnen an Bedeutung sowohl für die Werbetreibenden (sie zahlen bisher rund 50 % des Geschäftsmodells Fachverlage), deren tatsächlichen und präsumtiven Kunden, die Leser und / oder Nutzer der Fachmedien, die für die anderen 50 % der Finanzierung des Geschäftsmodells aufkommen.

In den Staaten stehen zurzeit einige interessante, wenn auch nicht gerade billige, Fachverlage und Verlagsgruppen zum Verkauf und das Klima für M & A heizt sich auf. Eine gute Zeit - für Fachverlage, bei denen die USA strategisch vorkommt - und die an der Neuerfindung der Rolle und Leistungserstellung von Fachmedien teilnehmen möchten.

Auch in Westeuropa gibt es für viele der deutschen Fachverlage Nachholbedarf um auch im neuen Binnenmarkt Europa eine der tragenden Rollen (in den jeweiligen Sektoren) zu spielen. Das ist zwar teurer als in „Emerging Countries“ aber dafür gibt für das Geld auch etablierte Substanz zu kaufen. Sowohl für die Anzeigenkunden als auch die Leser / Nutzerkunden sind die „Ländergrenzen“ und „Sprachgrenzen“ eher einschränkend, störend und man muss und wird mehr und mehr tun, um diese Grenzen zu ignorieren.

Parallel dazu werden strategisch ausgerichtete Unternehmen in Wachstums- und Zukunftsmärkte investieren um dort relativ preiswert, aber auch mit höherem Risiko sich auf diesen dynamischen Märkte Wachstum, Marktgeltung und Profit zu sichern.

Und damit bin ich wieder am Ausgangspunkt. Substanz und solides Wachstum auf der einen Seite und hohes Wachstum in den dynamischen Regionen Mittel- und Osteuropas (inkl. GUS) sowie Südeuropa, aber auch der Türkei und dem Mittleren Osten, in Asien natürlich in China und Indien, aber auch andere asiatischen Volkswirtschaften, die von der hohen Dynamik profitieren) und einigen Ländern in Südamerika.

2. Welche wirtschaftlichen Chancen und Perspektiven sehen Sie für B-to-B-Verlage speziell in Südosteuropa und China?

Wenn B2B Verlage nicht nur die eine oder andere Lizenz, Syndikation und / oder Kooperationen eingehen, weil die Werbekunden schon dort sind und ihre gute alte deutsche Fachzeitschrift vermissen, weil sich aus diesen Ländern jemand zufällig meldet oder weil man einen schnellen Versuch, ein paar zusätzliche Euros machen will, dann und nur dann sehe ich eine Perspektive und lukrative wirtschaftliche Chancen.

Ein Beispiel? Gerne, nehmen wir China:
Jetzt kann und muss ich entscheiden, ob ich als Fachverlag in meinem Marktfeld zukünftig, eine bedeutende Rolle einnehmen möchte, einnehmen kann. Über eine sog. Import-Lizenz mal so eben einen Titel auf den Markt zu werfen (und ein paar Euros von meinen Werbekunden abzugreifen) ist m. E. kein strategischer Schritt zum Aufbau einer profitablen Verlagseinheit in China, bringt nur einen sehr eingeschränkten Erkenntnisgewinn, macht meine Partner und Wettbewerber schlauer und gibt ihnen mehr Zeit ihr Know-how und ihren Wettbewerbsvorsprung aufzubauen.

Daher meine Empfehlung. Prüfen und Entscheiden, ob ein Engagement in diesen Ländern strategische gewollt und finanzierbar ist, dann die organisatorischen, finanziellen und fachlichen Voraussetzungen schaffen und dann innovativ, intelligent und professionell umsetzen. So gesehen, sind die Chancen und Perspektiven eines Engagements von Fachverlagen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa nach meiner Meinung sehr gut und stehen erst ganz am Anfang.

3. Wie hoch schätzen Sie den Auslandsanteil am Gesamtumsatz der deutschen Fachverlage?

Gut, dass Sie nach einer „Schätzung“ fragen. Eine zuverlässige Datenbasis und damit verifizierbare Aussage dazu gibt es ja nicht. Auch die in der letzten Woche veröffentliche Fachpresse Statistik 2004 beruht ja nur auf den „auswertbaren Antworten“ einer Umfrage der Mitglieder der Deutschen Fachpresse“ und wurde mittels eines unveröffentlichten Verfahrens „hochgerechneten“.

Zum Thema Auslandsaktivitäten steht im Bericht: In Prozent machen 81,7 % der Verlage (mit auswertbaren Antworten – Anzahl unbekannt) in irgendeiner Form und Höhe Auslandsumsätze (z.B. Vertriebserlösen, Anzeigenumsätze, Syndikation, Lizenzen), 26,8 % berichten von Kooperationen und 21,1 von Auslandstöchtern. Wenn die „Hochrechnung“ auf die ca. 550 Mitglieder erfolgte, würde das bedeuten, dass ca. 115 deutsche Fachverlage Auslandstöchter hätten – was m. E. nicht realistisch ist.

Im Schnitt der 550 Mitgliedsverlagen würde ich den Umsatzanteil (Anzeigen, Vertrieb, Lizenz, etc.) auf zwischen 5 – 8 % schätzen. Einige wenige Verlagen haben einen Anteil von 25 % und mehr, ca. zwei Dutzend schätze ich mit einem Anteil 12 % und mehr ein und es gibt aber auch viele Verlage, die mit ihren Auslandumsätzen deutlich unter 5 % liegen.

Also ein Mangelhaft bis Ungenügend, wenn man berücksichtigt, wie die zahlenden Kunden aufgestellt sind!

4. Erzielen die Fachverlage im Ausland höhere Renditen als im Heimatmarkt? Hat sich das in den vergangenen Jahren verändert? Gründe?

In den letzten Jahren sicher, da waren die Renditen in Deutschland ja total im Keller. Und es ist (auch unter Berücksichtigung der Investitionen und der Umsatzfinanzierung) vielleicht auch leichter im Ausland höhere Renditen zu erzielen, der Dynamik der Märkte, dem Wettbewerb, der schlanken Organisation, der Unbekümmertheit und Innovationsgeist geschuldet – die man auch braucht, den das Risiko ist natürlich auch ungleich höher.

Je nach Marktsegment und der jeweiligen Marktentwicklung wird das auch mittelfristig so bleiben. Beeinflusst von den gerade genannten Faktoren. Ändern wird sich das Verhältnis für die Fachverlage, die ihre Hausaufgaben gemacht haben und auch im Heimatmarkt sich mit Ideen und Innovationen wieder als geschätzte, nützliche, ja unverzichtbare Partner für Wachstum und Profit etabliert haben.

5. Werden deutsche Fachverlage in den kommenden Jahren nur oder überwiegend durch internationale Expansion nennenswert wachsen können?

Für jeden einzelnen Verlag sehe ich auch im Inland beste Chance (und Aufgaben, die für ein Überleben wichtig sind). Im Inland werden Verlage mit strategischen Positionen in erste Linie über Zukäufe und dann über dringend notwendige und gefragte Innovationen, neue Dienste und Titel wachsen. Im Gegensatz zu den Staaten ist das Fieber hierzulande aber noch nicht ausgebrochen, aber Anzeichen sind erkennbar.

Auch im Ausland ist das Feld für deutsche Fachverlage (noch) weit offen, da „baden ja viele erst einmal ihre Zehen“ und finden, könnte man meinen, dass diese Beschäftigung vor allem als Gelegenheit ein wenig von der Welt zu sehen.

Wo die besten Möglichkeiten für profitables Wachstum liegen, hängt wesentlich von den Marktfeldern ab, auf denen die einzelnen Verlage tätig sind und dort sowohl vom Markt, der Marktentwicklung und dem Wettbewerb.

Das vorausgeschickt, denke ich, dass die Verlage abhängig von ihrer Marktposition, ihren Potenzialen und Zielperspektiven sowohl im Inland als auch im Ausland nennenswertes Wachstum realisieren könnten und sollten.

6. Im Vergleich zu früheren Jahren: Gibt es heute mehr oder weniger attraktive Kauf- bzw. Beteiligungsoptionen im Ausland? Woran liegt das?

Im Moment gibt es wieder mehr attraktive Kauf- bzw. Beteiligungsoptionen. Ganz einfach, weil man den Silberstreif am Horizont zu erkennen meint, weil VC (Venture Capital) Positionen lange (für viele Investoren zu lange) gehalten haben und jetzt verkaufen müssen und weil Innovationen und die Veränderung in den Geschäftsprozessen, Informations- und Kommunikationsverhalten zu neuen Angeboten führen müssen und dafür frisches Kapital und Know-how gebraucht wird.

7. Ist der Einstieg in internationale Märkte tendenziell schwieriger (und teurer) geworden? Beispiele/Gründe?

Als ich damals die Internationalisierung eines großen deutschen Fachverlags geplant und mit einem kleinen Team umgesetzt habe (HEM: Vogel Medien Gruppe), gab es nur eine Hand voll US Verlage und nur wenige deutsche oder europäische Verlage, die systematisch den Einstieg und Ausbau in die internationalen Märkte betrieben haben.

Ein Beispiel? Gerne:
In Osteuropa hatte ich z.B. im Bereich von Computern nur mit IDG, am Anfang auch mit Ziff-Davis sowie je nach Land mit einem oder zwei starken lokalen Mitspielern zu tun. Gewonnen hat Vogel International das Rennen, weil wir nicht die deutsche CHIP exportiert haben, sondern Know-how exportiert haben und den ausschließlich lokalen Mitarbeitern und Management geholfen haben, die jeweils beste Computerzeitschrift des Landes zu machen. Und CHIP war in kürzester Zeit in allen Ländern MOE Marktführer (und ist es in den meisten Ländern noch heute.)

Gegen IDG’s Geld und Controlling von Boston konnten wir Know-how, Innovationen und hochmotivierte Mitarbeiter und Management einsetzen und gegen die lokalen Player Know-how, ein internationales Netzwerk und talentierte, selbstbewusste und engagierte Mitarbeiter, die es als Privileg angesehen haben, mit uns gemeinsam etwas zu schaffen.

Oder anders:
Es gab auch schon in den achtziger Jahren (deutsche) Verlage, die Millionen im Ausland verpulvert haben und dann "nur" mit einer Erfahrung reicher und ohne Produkt da standen. Die Idee, eine gute Vorbereitung, die Sorgfalt bei der Auswahl der Mitarbeiter, Partner und Berater und die gekonnte Umsetzung bestimmen den Erfolg - nicht in erster Linie von der Höhe des Budgets abhängig.

Es ist nicht wirklich eine Frage von früher oder zukünftig: der Stärke Wettbewerb, die Ziele und Bedingung sowie die zeitlichen Vorstellungen (und Notwendigkeiten) beeinflussen ganz wesentlich die Höhe es Budgets (mein geflügelter Spruch bei meinen internationalen Partner und Wettbewerbern war immer: Das machen wir intelligenter aber für die Hälfte (des Geldes).

Und man muss sich entscheiden, ob man reale Substanz kauft, die auch sofort Umsatzrendite bringt oder ob man etwas aufbauen will, was in der Zukunft profitables Wachstum bringen kann und das Zeug haben heutige „Brot- und Butter-Objekte“ zu ersetzen.

8. Zusammengefasst: Was sind aus Ihrer Sicht die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren, um international zu reüssieren?

- Man sollte einen Plan haben (und gute Produkte), die notwendigen Ressourcen bereitstellen, die organisatorischen Voraussetzungen schaffen und ausreichend Freiraum für eine situationsgerecht Entwicklung schaffen.

- Der Plan (Ziele & Ertrag) soll /muss mittel- und langfristig für den Verlag relevant sein.

- Das Angebot an Märkte und Partner muss auch mittel und langfristig attraktiv sein, die Ziele des Verlags & der Koop-Partner müssen kompatible sein und Aktivitäten sind von einer gegenseitigen Wertschätzung getragen.

Donnerstag, Mai 12, 2005

Vogel Burda feuert polnischen Geschäftsführer Jerzy Karwelis

Wie die Gazetta Polska (Agora) am 10.05. und 12.05. 2005 berichtet hat Vogel Burda Holding, München den Präsidenten Ihres polnischen Verlagshauses

Jerzy Karwelis

mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Eine Begründung für diesen Schritt wollte man nach Angaben von Gazetta Polska nicht geben.

Bis zur Neubesetzung übernimmt der Geschäftsführer der Vogel Burda Holding GmbH, München Dr. Markus Witt diese Aufgabe.

Jerzy Karwelis hat Vogel Publishing / später Vogel Burda Communication sp. z o.o. (u.a. CHIP, Enter) von Anfang an mit aufgebaut und mit einem engagierten Team erfolgreich geleitet. CHIP ist in Polen seit Mitte der 90er Jahren Marktführer.

Anmerkung / Disclosure
Von 1993 - 1998 durfte ich den Aufbau des Verlags unterstützen und begleiten - als Verlagsleiter von Vogel Publishing / Vogel Media International und als VP Vogel Publishing Polen.