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Donnerstag, November 15, 2012

Einwurf: Sind journalistische Angebote noch zu retten, ein lohnendes Geschäftsmodell


(ich greife spreche hier nur einen Aspekt aus vielen heraus, der meiner Meinung nach in der Diskussion und um Handeln sträflich zu kurz kommt)

Jim Chisholm hat in seinem Beitrag 'Staff Numbers' (2010) einmal vorgerechnet, dass redaktionelle Qualität und redaktionelle Quantität (z.b. Anzahl der redaktionellen Seiten) nichts oder jedenfalls nur sehr wenig mit der Anzahl der redaktionellen Mitarbeiter bei Zeitungsverlagen zu tun hat. Seine Zahlen zeigen, dass es eine starke Korrelation zwischen den Anzeigenumsätzen einer Zeitung und eine (signifikante,) geringere zwischen den Vertriebsumsätzen und der Zahl redaktionelle Mitarbeiter gibt.

Aktuelle, repräsentative Zahlen liegen mir nicht vor und es mag sein, dass die Verschiebungen der Erlösanteile hin zu Vertriebserlösen auch die Korrelation verändert hat.



Im Zusammenhang mit der FR zitierte Marcel Weiss, dass nur 1/5 der 500 Beschäftigten im Bereich Redaktion beschäftigt seien und das ist nach meiner Einschätzung ein Verhältnis, dass sich journalistische Angebot in Zukunft immer weniger leisten können oder daran zugrunde gehen.

Das gilt unabhänig davon, dass

  • das Publikations-Format Tageszeitung, welches insg. in Frage steht und jedenfalls seine besten Zeiten hinter sich hat
  • das Trägermedium Papier, welches je nach Publikations-Format mehr oder weniger schnell gegen andere Darreichungsformen verliert
  • weiterhin mit einem rückläufigen Anteil von Werbebudgets für Paid Media zu rechnen ist, und
  • es kaum, nur wenige innovativen Angeboten für Content und Content Services gibt

Was Verlage, die im Geschäft mit journalistischen Angeboten bleiben und Erträge erzielen wollen ohne Verzug jetzt tun müssen, ist weiter zu desintegrieren und nicht doppelt und dreifach für Funktionen und Leistungen Geld auszugeben, sowie viele (kleine) agile Einheiten zu schaffen, die format-agnostisch, dass produzieren und anbieten, was ihre tatsächlichen oder präsumtiven Kunden haben wollen und bereit sind dafür (z.b. mit Geld) zu bezahlen.

Aufruf an ALL die hier mitlesen:
Wenn Sie veröffentlichte Zahlen über die Beschäftigungsstrukturen von deutschen Zeitungs- und Magazinverlagen haben, die nicht einem NDA oder der Verschwiegenheitspflicht unterliegen, würde ich mich über Hinweise, Zahlen freuen (gerne auch in anonymisierter Form)

P.S.
Und natürlich sehe ich auch, dass die FR, ihre Eigner und Mitarbeiter jede Menge eigener Probleme geschaffen oder/und zugelassen haben.

Mittwoch, Oktober 24, 2012

Zur VDZ-Herbstumfrage 2012


Siehe auch

Jahrespressekonferenz VDZ 2012: Relevanz, Reichweite, Cash und Abwehr von EU-Regulierern



Die Veröffentlichung der Ergebnisse der VDZ Herbstumfrage 2012 fiel auch in diesem Jahr etwas dünnlippig  aus. Waren es die Ergebnisse, die Relevanz der Ergebnisse oder die Teilnehmerzahl an der Umfrage, die Stephan Scherzer (HGF VDZ) veranlassten sich auf wenige und oft sehr allgemeine Statements zu beschränken?

Hier sind die Ergebnisse der VDZ-Herbstumfrage 2012
(Anzahl der Rückläufe unbekannt)

- Insg. positive Grundeinschätzung

- Steigerung des Inlandsumsatzes 2012 um 1,4 % auf 7,1 Mrd. Euro

- Steigerung des Inlandsumsatzes 2012 um 1,5 % auf 7,2 Mrd. Euro

- Umsätze in den klassischen Geschäftsfeldern (Online gehört für den VDZ noch nicht dazu)
   eher stagnierend bis leicht rückläufig

- Großes Umsatzwachstum in den digitalen Geschäftfeldern

- Umsatzanteile bei Zeitschriften (Prognose 2012?) Print 77 %,  Sonstige 13 %, Digital 10 %

- Beschäftigtenzahl stieg 2012 um 300 Arbeitsplätze 0,9 %,
   soll 2013 um 1,2 % auf 33.700 Arbeitsplätze steigen

- Vertriebsmarkt auf hohem Niveau nahezu stabil

Korrekturen und Ergänzungen, stehts willkommen!



Im Vergleich dazu die Ergebnisse der letzen Jahr

VDZ Jahrespressekonferenz 2011  ("mehr" als 100 Rückläufe)
Die Situation der Zeitschriftenverlage im Herbst 2011

VDZ Herbstumfrage 2010  (130 auswertbare Rückläufe)
Es fängt an wieder Spass zu machen

Planung sei eine "vorgedachte Wirklichkeit", habe ich einmal gelernt

VDZ-Herbstumfrage 2009  (120 auswertbare Rückläufe)
Umsatz sinkt 2009 um 9,4 Prozent; Stagnation in 2010

Online und Mobile Geschäftsbereiche der Verlage sollen kräftig wachsen

VDZ-Herbstumfrage 2008 (81 auswertbare Rückläufe)
Zur VDZ-Herbstumfrage 2008
http://blog.hemartin.net/2008/11/zur-vdz-herbstumfrage-2008.html

Herbstumfrage (2): Das Jahr 2009

Mittwoch, August 01, 2012

Auflagenentwicklung der Publikumszeitschriften, Entwicklung bei den Top5 Bauer, Springer, Burda, WAZ, G+J

In der Ausgabe 2012-06 der Publikation Media Perspektiven präsentiert Andreas Vogel aktualisierte Daten zum Markt und zur Konzentration der Publikumspresse in Deutschland im I. Quartal 2012. Sie zeigt einen rückläufigen Markt - insbesondere im Bereich der wöchentlichen und 14-tägigen Zeitschriften - im Bezug auf die Auflagen, bei den Werbenetto-Einnahmen.

Hier zwei Charts aus seinem 22-seitigen Beitrag:





Den kompletten Beitrag von Andreas Vogel gibt es hier als Download (PDF)

Montag, Juli 30, 2012

Wie viele Zeitungen und Zeitschriften gibt es in Deutschland? - Ausgabe 2012 -

Hier gehts zum Update für 2014:
Wie viele Zeitungen und Zeitschriften gibt es in Deutschland? 





Schon längst wieder überfällig ist ein Update für 2012 zu der hier oft recherchierten Frage:

Wie viele Zeitungen gibt es in Deutschland?
Wie viele Zeitschriften gibt es in Deutschland?
Wie viele Fachzeitschriften gibt es in Deutschland?
Wie viele Anzeigenblätter gibt es in Deutschland?

und wie viele in Österreich? Der Schweiz?
(letztes Update 25-Jul-2013!)



Zusammenfassung Deutschland

Zeitungen: 383 (IVW-2013-QII)

363 Tageszeitungen und Sonntagszeitungen   
  20 Wochenzeitungen

Zeitschriften: ca. 10.500 – 11.500 Titel
(mind. quartalmäßiges Erscheinen)

ca. 1.600 Publikumszeitschriften (laut VDZ 2013-QI: 1.542)
ca. 3.900 Fachzeitschriften (laut Deutsche Fachpresse 2012: 3.757 Titel)
ca. 4.000 Wissenschaftliche Zeitschriften,
ca. 1.000 - 2.500 Fachtitel aus Klein- und Kleinst-Verlagen,
nicht den genannten Verbänden angeschlossen (geschätzt)


Anzeigenblätter: 1.435 (laut BVDA per Jan. 2013)


Donnerstag, Juli 05, 2012

Zeitungsgeschichte(n) III : 407 jähriges, 476 ... oder gar 1953 jähriges Jubiläum


Dieses Datum hatte sich Martin Wilke 2005 ausgeguckt, denn ein ausreichender Grund zum Feiern findet sich immer. Doch war 1605 der Urknall des Zeitungswesens?

Mein antiker Brockhaus aus dem Jahre 1841 weiß (wusste damals bereits) mehr:


Die Vorläufer der Zeitungen und Tageszeitung sind uns ja alle (selbstverständlich) aus dem alten Rom bekannt, die acta diurna und dem Venedig des 16. Jahrhunderts bekannt. Während die Republik Venedig ab 1536 (oder 1556) mit den Osmanen Krieg führten, wurden von Zeit zu Zeit geschriebene Nachrichten, die notizie scritte, über den Gang der Auseinandersetzungen an verschiedenen Orten ausgelegt, welche man gegen Bezahlung (Paid Content) einer kleinen, Gazetta genannten Scheidemünze, lesen konnte. Daher stammt übrigens auch der Name Gazetta aka Zeitungen.



Picture-Source: Mark Pack



[In China produzierten bereits im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr.) die Hofbeamten der späten Han-Dynastie Nachrichtenblätter, die sog. tipao. Ab 713 (und bis 734) gabe es u.a. die Bulletin des Gerichts, die Kaiyuan Za Bao der chinesischen Tang-Dynastie Regierung und aus dem Jahr 1582 gibt es die erste Erwähnung von privat veröffentlichten Zeitungen in Peking.]

In Deutschland waren vereinzelt gedruckte Flugblätter mit Nachrichten von wichtigen Begebenheiten die Anfänge der Zeitungen, die unter anderem in Augsburg, Nürnberg und Wien unter verschiedenen Titeln herauskamen. Zum Beispiel 'Relationen', die gewöhnlich in Briefform abgefasst waren und die 1524 in Augsburg und Wien, 1528 in Regensburg, später in Dillingen und anderen Orten herauskam. 'Die Newe Zeitung vom Türken, so ein gut Freund, welcher damit und dabei gewest ist, von Wien hrauf geben' (Nürnberg 1529)  oder 'Wahrhafte Sendebriefe'.

Die erste, wenn auch anfangs nicht regelmäßig herausgekommene Neuigkeitsblatt, war das seit 1612 in numerierten Blättern zu Frankfurt gedruckte 'Aviso, Relation oder Zeitung, was sich begeben oder zugetragen hat in Deutsch- und Welschland, Spanien und Frankreich, in Ost- und Westindien usw.' Die erste regelmäßig herauskommende Zeitung gründete 1615 der Frankfurter Buchhändler Egenolf Emmel mit dem 'Frankfurter Journal'. Und ab 1617 kamen in Frankfurt auch 'Die Postavisen' (später Oberpostamtszeitung) heraus. In 1618 in Fulda die Zeitung 'Der Postreiter' ... und in der Folge in vielen anderen Orten. Zum Beispiel in München 1628 'Die gewisse und wahrhaftige wöchentliche Ordinari-Zeitung'  ...

Source: Brockhaus 1841, Wikipedia

Alle Blog-Einträge unter dem Label History

Zeitungsgeschichte(n): Jubiläum 400 Jahre Zeitung

400 Jahre - Und die Zeitung lebt weiter ....

Die Anfänge der Fachpresse in Deutschland (1631)

The Origin and Development of the Newspaper

Zeitungsgeschichte(n) II.: Citizen Journalismus im Jahre 1690

Newspapers History: 180 years of not charging for content

Verlag anno 1841 - Verlag kommt von Vor(aus)legen

Freitag, Juni 22, 2012

Aus dem IVW-Geschäftsbericht 2011/2012: Print im Trend 2001 - 2011



Die verkaufte Auflage von Tageszeitungen (IVW)

Die verkaufte Auflage von Publikumszeitschriften (IVW)
 


Die verkaufte Auflage von Fachzeitschriften (IVW) 



Den IVW-Geschäftsbericht 2011/2012 für Print + Digital gibt es hier (PDF)

Dienstag, Dezember 06, 2011

Umfrage Zeitschriftenverlage: Das Packen wir im Jahr 2012 an (und wie)

Unser Hauptaugenmerk im Jahr 2012 liegt auf ...

Lesebeispiel:
Für 35 % der Teilnehmer ist der Ausbau des digitalen, redaktionellen Angebot ein Hauptaugenmerk. Gefolgt von 32 %, für die eine Stabilisierung und der Ausbau der Anzeigenerlöse zu den Kernaufgaben gehört. - Mehrfachnennungen -

Diese Aufgaben stehen konkret an / Dafür suchen wir Lösungen ...

Lesebeispiel:
Ihren Unternehmenserfolg wollen rd. 30 % der Teilnehmer über bessere Content-Aufbereitung, Content-Nutzung und Paid Content sichern. - Mehrfachnennungen -

Organisation-/Bindungsformen: IT-, Business- / Know-how Prozesse lösen wir ...

Lesebeispiel:
38 % der Teilnehmer bevorzugen für die Lösung von IT-, Business-/Know-how Prozessen einen Projekt-/Servicepartner außerhalb des Unternehmens, 22 % bevorzugen den Einsatz eines Near-shore Partners. - Mehrfachnennungen -

(Steckbrief: 43 Teilnehmer, nicht repräsentative Online-Umfrage, 5. - 29.11. 2011)

Die Gesamtauswertung als ePaper (14 Seiten, PDF, Download)

Freitag, Dezember 02, 2011

Ergebnisse Verlagsumfrage: Entwicklung Gesamtumsatzes und Ergebnis 2012 vs. 2011

Entwicklung des Gesamtumsatzes im Unternehmen

Lesebeispiel:
51 % der Teilnehmer an der Umfrage erwarten 2012 steigende Gesamtumsätze. 26 % rechnen mit einem Gleichstand, 23 % erwarten und planen mit einem Umsatzrückgang (vs. 2011).

Entwicklung des Ergebnis 2012 vs 2011 Lesebeispiel:
Die Mehrheit der Teilnehmer (54 %) erwartet und plant mit einer Ergebnisverbesserung im Jahr 2012 (vs. 2011). Nur 7 % rechnen mit einer Verschlechterung der Situation.

(Steckbrief: 43 Teilnehmer, nicht repräsentative Online-Umfrage, 5. - 29.11. 2011)

Interessiert an der Gesamtauswertung? ePaper (14. Seiten, PDF) bitte über Kommentare, eMail oder Twitter anfordern.