Mittwoch, Juni 03, 2020

Spendenaufruf für meinen Freund und früheren Kollegen Yahia und seine 11-köpfige Familie in Sana'a, Jemen

Liebe Freunde und Follower,

nach über 5 Jahren Krieg, Hunger und Krankheiten sowie dem Zusammenbruch der regulären Wirtschaft, der weitgehenden Zerstörung von Infrastrukturen, Gesundheitseinrichtungen, Schulen, Wirtschaft und Arbeitsmarkt im Jemen, haben die Menschen psychisch und physisch keinerlei Widerstandkraft mehr, um den sich im Jemen rasant verbreitenden COVIT-19 Virus zu begegnen. Noch immer zahlt die Huthi-Regierungen ihren Angestellten (unter anderem im Schuldienst, im Gesundheitsdienst, in der Verwaltung) kaum oder keine Gehälter und schon seit Jahren keine Renten mehr aus, damit sich die Menschen mit dem Nötigsten versorgen können.

Notleidende Menschen in Sanaa stehen für eine Lebensmittelhilfe an. Es wird aber nicht für alle reichen und die Kinder, Frauen und Männer müssen hungern. Morgen werden sie wiederanstehen und ihr Glück versuchen.










Auch wenn es immer wieder hoffnungsvolle Meldungen über Verhandlungen, sog. Waffenstillstände und die Bereitschaft von Saudi Arabien den Krieg zu beenden gibt, hat sich die Situation für die Menschen im Jemen weiter verschlechtert und die Nadelstiche und Kriegshandlungen der Houthis und Luftangriffe der saudischen Koalition gehen unvermindert weiter.

Anfang Juni hat die UN Hilfsorganisation zu einer Geberkonferenz für den Jemen aufgerufen, da sonst 30 von 41 Hilfsprogrammen (d.s. 75 %) in Kürze beendet werden müssen. Doch statt der geforderten 2,4 Milliarden USD sind nur 1,35 Milliarden zusammengekommen (in 2019 waren es noch ca. 4,2 Milliarden USD), auch weil die am Krieg und den Waffengeschäften mit der SA Koalition verdienenden Länder USA, UK, Frankreich und Deutschland sehr "zurückhaltend" mit ihren Zusagen waren.










Ausgerechnet die Saudis, die Jemen in den letzten 5 Jahren zerbombt und die Lebensgrundlage der Bevölkerung zerstört haben, waren "Mitgastgeber" der UN-Konferenz und haben 525 Mio. USD (von angesichts der Aufgabe insgesamt lächerlichen 1.350 Mio. USD) an Hilfsgeldern zugesagt, geben aber andererseits geschätzt monatlich rd. 5.000 Mio. USD für die Zerstörung des Jemens und der Lebensgrundlage der Menschen in Jemen aus.

Der (noch immer geleugnete, oder heruntergespielte) Ausbruch der Coronaseuche im Jemen hat das Elend und Leiden der jemenitischen Bevälkerung weiter verschlimmert. Lebenswichtige Nahrungsmittel und Medikamente sind aus den Regalen verschwunden und werden "nur noch unter der Theke" sowie auf dem Schwarzmarkt zu horrenden Preisen angeboten.

Desinfektion und Massengräber


Lebensmittel, welche als hilfreich bei der Prävention des Coronavirus angepriesen werden, sind ebenfalls von den lokalen Märkten verschwunden. So kostet z.B. ein Kilo Zitronen statt bisher 600 Rial jetzt rund 3.000 Rial, d.h. wenn man Glück hat, sie überhaupt zu kaufen zu können.

In einigen Geschäften in Sanaa werden noch Obst und Gemüse angeboten. Doch kaufende Kunden in den früher dichtgedrängten Gassen fehlen. Die meisten Menschen können sich die (Schwarzmarktpreise) nicht leisten.








Ausrüstungsgegenstände, die notwendig sind, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, wie Gesichtsmasken, Desinfektionsmittel und Handschuhe, sind jetzt fast nur noch auf dem Schwarzmarkt zu finden. Selbst grundlegendsten Medikamente z.B. Aspirin wird auf dem Markt zu vielfach höheren Preisen verkauft, nachdem es in Apotheken nicht mehr erhältlich ist.

Notgedrungen beteiligen sich auch viele Mitarbeiter des Gesundheitswesens an diesem Schwarzmarkt (mit den entsprechenden Folgen für die Versorgung der Bevölkerung) um ihre eigene Familien zu ernähren. Fast alle haben seit vielen Monaten, seit Jahren kein Gehalt mehr erhalten.

Bisher hatte die Huthi-Regierung in ihrem Gebiet (dort leben über 2/3 aller Jemeniten) nur 11 Infizierte und 2 Tote bestätigt. Nun aber am Wochenende aber erstmals zugegeben, dass in ihrem Herrschaftsgebiet viele Tausende sich mit dem Coronavirus angesteckt hätten und es bereits mehrere Hundert Tote gibt. Aber die Infizierten in weiten Gebieten des Landes sterben zu Hause, ohne Test, ohne Diagnose und ohne Behandlung.

Das war zwar schon lange ein offenes Geheimnis. Die UN, medizinische Quellen und Aktivisten hatten bereits das wahre Ausmaß der Seuche beschrieben und die Schließung von Friedhöfen, das Anlegen von Massengräbern, die Schließung von Geschäften, Schulen, Einrichtungen und ganzen Stadtteile zeigten ein düsteres Bild vom Ausmaß der Pandemie und die Zukunft des Jemens.

Die Angriffe und Bombardements der saudischen Koalition auf zivile Ziele, selbst während der einseitig verkündigten Waffenruhe, haben wieder zugenommen.

Falls es euch / ihnen möglich ist, Yahia und seine Familie in dieser Situation mit einer Spende für Lebensmittel, Wasser, Miete und Gesundheitskosten zu unterstützen, bitte helfen sie mit , die Not der Familie zu lindern und die Versorgung für die Sommermonate zu sichern.


Vielen herzlichen Dank im Voraus, auch im Namen von Yahia, Afra und der Familie für eure / ihre bisherige und vielleicht auch zukünftige, großherzige Unterstützung.

Spenden für Yahia & Familie, wenn ihr / sie wollen und können via

----PayPal
https://www.paypal.me/hemartin

oder
--- Banküberweisung, wie bisher (Kontodaten bitte per Messenger, eMail anfordern)

Einen ausführlichen Bericht und Update zur Situation der Familie von Yahia gibt es auf meiner Facebook Timeline
https://www.facebook.com/hugo.e.martin/posts/10158282773460218

Weiterführende Informationen/ Bildquellen

UN forced to cut aid to Yemen by 75 %, even as virus increases need
https://www.facebook.com/hugo.e.martin/posts/10158278604480218

Coronavirus ‘Black Market’ in Sana'a Deals in Death, Medicine and Food
https://www.facebook.com/hugo.e.martin/posts/10158274275870218

Houthis informieren erstmals über die wahre Ausbreitung von COVID-19 im Nordjemen an
https://twittersmash.com/meldungen/houthis-kundigen-die-verbreitung-von-covid-19-im-nordjemen-an/
https://www.trtworld.com/middle-east/yemen-government-denies-it-failed-to-report-virus-cases-36791

Saudi forces wage 50 airstrikes across Yemen in one day
https://www.facebook.com/hugo.e.martin/posts/10158269982505218

Freitag, Januar 31, 2020

Folio: The State of Magazine Publishing 2020 (USA)

Folio: Investment and Growth Survey and eight company leaders reveal where the industry will be placing its bets this year.

By Caysey Welton, Greg Dool

On which platforms do publishers want to generate audience growth


In which product categories do publishers expect to see growth
Where publisher plan to invest in 2020

via / more at Folio: Mag

Donnerstag, Januar 09, 2020

Journalism, Media, and Technology Trends and Predictions 2020


 Among other things, the report documents eroding trust in news across Europe.

Participants of the survey assess the quality and satisfaction with the job the news media deliver in different categories quite differently.






Full Report (42 pages, PDF)

Mittwoch, Dezember 11, 2019

Spendenaufruf für Yahia & Familie in Sanaa, Jemen


Liebe Freund*innen, Geschäftspartner*Innen, liebe Follower,

erneute richte ich an Euch/ an Sie einen Spendenaufruf für meinen Freund und ehemaligen Kollegen bei Vogel Publishing International) Yahia im Jemen, damit er den Lebensunterhalt, die Bildung seiner jüngsten Kinder, die Gesundheitskosten und Medizin sowie die Miete für seine 10-köpfige Familie auch in den kommenden Monate bestreiten kann.

Ich bitte Euch / ich bitte Sie ihre (vor-)weihnachtliche Jemen-Spenden für Yahia & Family,
entweder über Facebook hier oder via PayPal
www.PayPal.Me/hemartin , Stichwort: *Jemen*
oder (ohne Gebührenabzug) per Banküberweisung an die
comdirect bank AG, Quickborn
IBAN DE40 2004 1155 0582 4974 00
Inhaber Hugo E. Martin, Stichwort: Jemen Hilfe

zu leisten gerne auch als Dauerspende! Herzlichen Dank im Voraus!

Aktueller Zwischenstand am 17.12.19

Spendenziel: 2.850 €, bisher zugesagt: 2.345 €, es fehlen noch: 505 €

Nach meiner Erfahrung und Überzeugung sind eine gesunde Ernährung, Förderung und gute Bildung / Ausbildung die Voraussetzung für ein gutes Leben und das einzige was Eltern in diesen schlimmen Zeiten für ihren Nachwuchs tun können.

Deshalb habe ich mich viele Jahre (seit 2001) an Schul- und Ausbildungskosten für Yahias Kinder beteiligt. Für das aktuelle Schuljahr bzw. die Uni sind nun wieder Studiengebühren, Lehrmaterial und Fahrkosten rd. 725 EUR fällig, die wir auch über vorweihnachtliche Spendensammlung finanzieren wollen.

Yahia's jüngste Sohn Ahmed studiert an der Emirates International University, Sanaa und wird in 2020 mit dem Bachelor in Computer Engineering abschließen. Yahia's jüngste Tochter Nosaybah besucht die 2. Klasse (High School) an der Al-Mobdeen modern school, Sanaa.


Zwar gibt es seit ca. 6 Wochen keine Bombenangriffe der Saudis auf die Hauptstadt Sanaa, wohl aber in anderen Landesteilen in Hodidah, Dhala, Hagah und Mokka. Die Versorgungslage im Jemen ist weiter extrem angespannt. Die Kosten für den Lebensunterhalt sind durch die die Blockade der Handelswege (u.a. vom Hafen in Hodeidah nach Sanaa) und eine Inflation von rd. 20 % weiter deutlich gestiegen, sodass sich die meisten Jemeniten die in Sanaa angebotenen Lebensmittel nicht leisten können.

Laut UN Reports benötigen über 80 % der Bevölkerung dringend ausländische Hilfe, um sich ausreichend zu ernähren. Yahia hat mir einige aktuellen Preise von Nahrungsmittel, welche er für seine Familie einkauft geschickt:


Im Jemenitische Republik wütet nicht nur die größte Choleraepidemie der Menschheitsgeschichte, auch die Erkrankungen an Malaria und Dengue Fieber nehmen dramatisch zu. Laut Gesundheitsministerium (18.11.2019) gibt es zur Zeit eine halbe Million gemeldete Verdachtsfälle auf Malaria, 116.522 bestätigte Malariainfektionen und rd. 23.000 Denguefieber Patienten). Die Krise verschärft sich, den rd. 60 % aller Gesundheitsrichtungen wurden durch die Saudische Koalition zerstört, vorletzte Woche auch wieder ein MSF Hospital in Mokka, das kostenfreie Hilfe (Operationen, Medikamente, etc.) für die Ärmsten sicher stellte und geschlossen werden musste.


Ich bitte Euch/ich bitte Sie großherzig zu prüfen, ob sie Yahia und seiner 10-köpfigen Familie wieder mit einer Spende helfen können, die Mietkosten für die Ersatzwohnung, für Lebensmittel, Wasser und Hausgas sowie Schulgebühren und Medikamente zu finanzieren.

Vielen Dank im Voraus!

Euer / Ihr Hugo E. Martin